Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Nadelparkplatz und andere Kuriositäten

Wohin mit der Zopfnadel, wenn sie in einer lange Reihe mit vielen Verzopfungen mal kurz nicht gebraucht wird? Natürlich wird sie in den Mund geschoben, wo dann das lange Ende etwas seltsam von den Lippen hängt. Selbstvergessen wird dann auch noch an dem Ende, das im Mund steckt, herum gekaut. Was manchmal zu enervierten Augenbrauen hoch ziehen und Sprüchen wie “ Jetzt nicht verschlucken!“ von nicht (strick)qualifizierten Leuten führt. Die da ganz zufällig neben dir sitzen (und eigentlich den Mund halten sollten….)

Nadelparkplatz eben! Praktisch, immer dabei und allfälliges Kaubedürfnis wird auch noch gestillt. Und dann sieht die Lieblingszopfnadel so aus.

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Abgenagt, der Farbe beraubt und hoffentlich nicht gesundheitsschädlich (ob Hersteller den beliebten Parkplatz der Zopfnadeln berücksichtigen? Man will ja schließlich niemanden vergiften.)
Ich werde trotzdem weiter an diesen wichtigen Hilfsmittel herumlutschen und kauen, wo könnte die Nadel auch besser aufgehoben sein?

Der gemeine Stricker ist ja ein seltsames Tier, sammelt, hortet und leugnet meist die Menge seiner angehäuften Garne. Und meist gelingt es ihm auch recht gut. Bis, ja BIS er zusammenräumt und alles auf eine Fläche fein säuberlich stabelt, meist in dafür gekauften Kisten. Und dann ereilt ihn der Schock und schlagartig entsagt er der gemeinen Wollkauflust.

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Nein, das ist keine Fata Morgana, kein Trugbild und auch kein Scherz. Gestatten, mein STASH! Etwas unordentlich, zwei Reihen Plastikboxen, Schachtel, Tüten und rund um die Satteldecken etliche Kisten in allen Formen und Arten in den Regalen. Wie letztens angemerkt, anscheinend unerschöpflich. Meine eigener Wollladen im Keller. Nicht wirklich geordnet und immer für Überraschungen gut. Ich kauf nix mehr, nein ehrlich! Ja, wirklich! Die Menge ist absurd. Schön verteilt übers Haus, war’s nicht so absurd.
Jetzt habe ich im Keller mein eigenes Absurditan gegründet. Meinen persönlichen Wollstaat, wo ich Präsident bin.

Die Welt des Strickens bringt doch Seltsames hervor…..

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Fortschritte

Die Kirschblüten wachsen, sogar ziemlich schnell.

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Das Besticken geht mir recht flott von der Hand und man mag ja gar nicht glauben, wie schnell ich glatt rechts stricken kann, wenn ich schon ganz heiß auf die Sticknadel bin…und ich finde nix öder als glatt rechts! Nur das Umsticken der Blüten frißt etwas Zeit, aber so langsam perfektioniere ich meine Technik. Sieht doch schon sehr ordentlich aus, oder?

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Der rechte Vorderteil wird gerade bestickt und dann nur noch schnell Ärmel nadeln. Schöne rosa Perlmutknöpfe habe bereits in der Knopfdose gefunden, also steht der Fertigstellung nichts im Wege.

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Etwas trauriger steht es um meinen Aranpullover. Sehr eingängiges Muster und auch wunderbar zu stricken, aber ich brauch für ein paar cm echt ewig. Mit 3,5er Nadeln und ziemlich viel Maschen ist das eher slow knitting. Aber nächsten Winter kann ich ihn sicher anziehen. 😆

Mich hat eine Erkältung erwischt, also gehe ich jetzt mit mehr Zeit im Gebäck wieder sticken…

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Ich war schon wieder im Keller

Mit dem kleinen Wäschekorb. Um Wolle zu holen. Weil ich von einen bestimmten Projekt schon geträumt habe. Die Jacke „Memuro“ aus der Rowan 59 ist mir nicht mehr aus dem Sinn gegangen.

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Wunderschöne Kirschblüten ranken sich über den Rücken, die ich mittels Sticknadel auf den glatt rechts gestrickten Teil aufbringe.

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Man könnte natürlich auch mit Intarsientechnik arbeiten, könnte man, aber nichts für mich. Große Flächen sind ja ok, aber diese feinen Linien, kleinen Farbflächen und teilweise einzelnen Maschen sticke ich lieber. Und ich sticke unglaublich gerne (leider viel zu selten), also eine ideale Kombination.

Soweit bin ich schon gekommen.

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Der erste Vorderteil ist auch schon fast fertig gestrickt und wartet auf seine Verzierungen. Das zweite Vorderteil soll auch eine Blütenranke bekommen. Und meine Jacke bekommt lange Ärmel.
Ich verwende von Debbie Bliss die Cashmerino in einen cremigen Beige mit einem leichten Hauch von Vanillegelb. Leider wird mit diesen Garn glatt rechts nicht sehr gleichmäßig. Aber was soll’s, gleichmäßig gelingt mir nicht mit jeder Wollle (geht es euch auch so?). Bestickt wird das Ganze mit Alpaka in einem dunklen und hellen Rosa von Drops und diversen Mohairgarnen (von Rowan, Madil und Iceyarns)
Die Blüten werden mit dem Mohairgarn umstickt, was mir zuerst einiges Kopfzerbrechen bereitet hat.
In der Anleitung steht wortwörtlich „Das Muster mit Linien umsticken“ What the hell? Das kann ja alles mögliche sein, die Bilder sind auch derart schlecht, dass man überhaupt nicht sieht was und wie….Mach ich halt mein eigenes Ding!
Nach einigen Versuchen und fluchen hab ich mich jetzt für Stielstich entschieden. Ist nicht ganz einfach, das auch sauber hinzubekommen, aber es wird 🙂 (Die eine große dunkle Blüte habe ich etwas vermurkst, aber damit kann ich leben….mich wird schon nicht der Blitz vom St(r)ickgott treffen….)

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Jaja, ich weiß. Ich habe noch einige WIP’s. Mir doch wurscht. Das macht einfach zuviel Spaß. Und die Jacke wird wahrscheinlich früher fertig als alles andere.

Der Zopfpulli wächst soooooo gaaaaanz laaaaaangsam, aber er wächst……davon mehr im nächsten Post. 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Drappus Giganteus

Meine Kenntnisse in Latein sind echt schon eingerostet, ist auch schon läääääänger her, deswegen ein sehr freie Übersetzung von „Gigantischen Tuch“. (Alle Lateinnerds dürfen sich jetzt gerne die Haare raufen)

Aber die Bezeichnung passt so gut zu diesen Mega-Schal. Ich hab ihn jetzt nicht abgemessen, aber 3,5m misst das Teil mit Sicherheit :mrgreen:

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Sieben Gradientfarben von Babyrosa über Puder und Nude bis Beige und Streifen in Altrosa lassen das Modell „Torquata“ erstrahlen.

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Um möglichst viel von dem schönen Garn zu verarbeiten, habe ich das Lacemuster siebenmal statt fünfmal gestrickt und das ließ den Schal dann auch so in die Länge wachsen.
Aber ich mag es überlang und wickle mir das Gestrick gerne mehrmals um den Hals.

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Verwendet habe ich ein Gradient-Set von Zauberwiese aus 100% Leicesterwolle und ein Sockengarn von MelliferaYarns, ebenfalls aus Leicester und Nylon. Das erste Mal, das ich Wolle von solch Schafen verstrickt habe. Weich aber wesentlich griffiger als Merino. Von der Haptik und auch Optik eher wie eine Hochlandwolle, ohne so kratzig zu sein. Mag ich wirklich sehr gerne.

Eisige Grüße aus dem Weinviertel
(mein Auto ist heute schon wieder nicht angesprungen! Halbe Stunde vor einen wichtigen Termin….zum Haare raufen. Neue Batterie wäre vielleicht nicht schlecht….)
Kuschelt euch gut ein und habt eine schöne Strickzeit
Eure Bettina

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Das unbezwingbare UFO

Ein Tuch. Rosa Seide. Liebe auf den ersten Blick. Spannende Konstruktion. Angeschlagen im März 2013. Voller Enthusiasmus.

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Zwei Quadrate gibt es bis dato. Ein Quadrat und zwei Dreiecke sind für das Tuch „Elysium“ noch zu stricken. Die Einzeltile werden dann mit Luftmaschenketten verbunden und abschließend noch mit einer Bordüre verziert.
Ich bezwinge das Tuch noch, ich will das Tuch, ich finde es immer noch einmalig schön.

Die Wahl der Seidenlace von The Natural Dye Studio war nicht die beste Wahl. Das Garn spleißt sich wie die Hölle und die paar Maschen am Anfang mittels Nadelspiel (und auch noch rutschig)  machen die Sache auch nicht besser. Aber 2017 wird es fertig! Als gutes Omen habe ich letztens den zweiten, noch ungewickelten, Strang des Seidengarns gefunden. Ganz zufällig beim *GlücklichinWolleherumwaten*. Eindeutig ein Indiz, es wird nicht geribbelt!

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Vernichtet habe ich vor einiger Zeit zwei UFO’s. Die FairIsle-Jacke aus einer Voque Knitting war eindeutig zu klein veranschlagt. Ich dachte wohl, ich nehme jetzt mal ganz geschwind ein paar Kilos ab. Ne, dazu esse ich viel zu gerne! Warum die so klein werden sollte, weiß ich jetzt auch nicht…war aber Absicht (da hat mich wohl der *Ich quetsch mich in eine Minijacke Teufel geritten*)

Zweites Problem waren die teilweise sehr dunklen Farben, wo die Musterfarben mit dem dunklen Grau beim stricken ineinander verschwammen. Kaum zu unterscheiden, untergraben diese kleine Farbteufel massiv das Strickvergnügen. Eine Stunde stricken bei Kunstlicht haben mir psychedelische Farbkreise beschert, die wie beim besten LSD-Trip, vor meine Augen herumschwirrten (also nicht, dass ich jetzt wüßte wie sich ein LSD-Trip anfühlt…nur mal so eingeworfen. Das mir hier niemand Böses denkt)
Dann sind mir auch noch die Motten in einen Teil der Isager Highlandwolle gekommen und da war Schluß mit lustig. Aus der geretteten Wolle (ein paar Tage in den Tiefkühler geben, das tötet diese Biester….Stricktip!) ist dann das Tuch von Stephen West entstanden.
Die Jacke find ich immer noch himmlisch und mit helleren Farben (und eine Nummer größer) steht sie immer noch ganz oben auf der Tapetenrolle.

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Zu guter letzt ein angefangenes Kleid, angeschlagen im Jahr 2011 (!) aus einer Verena. Ein Rückenteil schlummerte im Korb so vor sich hin. Ich hab den Vorderteil wirklich angeschlagen, ja echt und das war’s aber auch schon.
Das Muster hat mich genervt, eigentlich wußte ich nicht mehr mit welcher Nadelstärke ich gestrickt hatte und die Vorstellung ein Kleid mit so vielen Löchern im Schrank zu haben, fand ich plötzlich nicht mehr lustig. Sommerkleid, wo ich ein Unterkleid drunter ziehen muß? Doof! Da war es mir um das schöne Baumwoll-Seidengarn von Rowan echt zu schade. Da soll was Tragbares entstehen. Also geribbelt und dem Projekt einen Frosch verpasst.

Manchmal lohnt es sich Projekte auch nach Jahren zu beenden, wenn sie immer noch gefallen (und man sie unbedingt haben MUSS) Bei vielen fasst man sich einfach ein Herz und zieht brutal die Nadel aus dem Gestrick (ahja, ich hatte doch noch eine vierte 3,5er Nadel….).

Bin ja selbst gespannt, wann ich euch das fertige Lacetuch präsentieren kann! Wäre halt ein schönes Sommertuch über einen zarten Kleid 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Ich lebe noch

Ach, ihr Lieben, wie die Zeit rennt und schon ist ein Monat ohne Blogeintrag verstrichen. Die liebe Leni hat schon nachgefragt, ob alles in Ordnung ist. Ja, uns geht es gut und hoffentlich wird das Jahr 2017 ein wenig besser und ruhiger.

Wir werden uns am Wochenende einen Restaurantbesuch in einen Gourmetlokal mit Haubendekoration gönnen, um den Jahr mal einen guten Einstieg zu bescheren. Solche kleine luxuriösen Verwöhnaktionen sind in den letzen Monaten einfach auf der Strecke geblieben und es wird Zeit wieder mehr auf sich zu schauen.

Gestrickt habe ich relativ wenig, stetig aber mit sehr langsamen Fortschritten. Um die Weihnachtszeit sind ein paar Kleinteile entstanden.

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Der Cowl „Adama“ mit Lacemuster, den ich letzes Jahr schon für meine Nichte gestrickt hatte. Ich fand den so schick, das es jetzt auch einer für mich sein mußte.

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Beginnt wie ein Lacetuch und wird dann zur Runde geschlossen. Geht schnell und macht Spaß. Besonders die Verarbeitung der Madelintosh 80/10/10 Aran in der Farbe Porcelain, ein zarter Nude-Ton, machte Freude.

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Passend dazu eine Mütze, wo ich das Hebemaschenbündchen mit zwei Fäden Artyarns Beaded Mohair & Sequins und einen Faden Drops Baby Alpaca Silk gestrickt habe. Ein richtiges Glamourteilchen.
Das Modell Mobcap aus der Jane Austen Knits Summer 2012 hatte ich schon zweimal auf den Nadeln, nur nicht für mich! Einen eigenen Mob, nur für mich, war längst fällig. Ich liebe den Schnitt und das Hebemaschenmuster.
Aus der Drops werde ich noch passende Handschuhe stricken. Wieder ein wunderbares Winterset, was bei den Temperaturen gerade recht ist.

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Noch ein Mützchen, diesmal aus doppelt genommener Lotus Pure Cashmere Dk und schönen Zopfmuster. Ein richtig kuschliger Wärmespender. Es lohnt sich die Seite der Designerin anzusehen, da weiß man gar nicht, welche Zopfmütze man als erstes stricken soll. Ein zweites Modell ist bereits gekauft, bin mir aber über die Wollwahl noch nicht im klaren.
Aus der kuschligen Kaschmirwolle gibt es bereits ein Tuch und Handschuhe, bereits im Jahre 2013 von den Nadeln gehüpft.

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Einfach ein Traum und streichelzart zur Haut. Und sooooo warm!

Mein rosa Schal aus dem Gradient-Set wird bald fertig sein und dann werde ich mich über weitere WIP’s hermachen. Obwohl ich schon wieder 100 Ideen im Kopf habe und dauernd neues anschlagen könnte….jaja, da ist Beherrschung gefragt! :mrgreen:

Ab jetzt soll es wieder mehr Blogeinträge geben, mein Vorsatz für das Jahr. Sang und klanglos werde ich nicht verschwinden. Versprochen 🙂

Zu guter Letzt bedanke ich mich bei meinen treuen Lesern und euren zahlreichen Kommentaren und natürlich begrüße ich alle neuen Lesern, die zu mir gefunden haben. Habt Spaß!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Weihnachten kann kommen

Und ich habe schon mal  ein passendes Tuch mit Sternen für die obligatorischen Weihnachtsmarktbesuche (um köstlichen Punsch zu schlürfen…..) Sonst fällt Weihnachten dieses Jahr irgendwie aus. Keiner hat recht Lust auf Glitzer, Beleuchtung und den anderen vorweihnachtlichen Getue und Gedöns. Naja, wenn wunderts….mit Schicksalsschlägen im Rücken fehlt der Antrieb für Besinnliches.
Aber nun zum Tuch, desen Muster ich gedanklich in die Tonne trete, es anzünde, vierteile und anschließenden in winzig kleine Stücke zerhacke. Es hat mich in den Wahnsinn getrieben!!!!

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Na, muß ja gestehen, es sieht umwerfend aus und es ist RIESIG!  3,20 x 0,6 m mißt das Miststück (räusper)

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Da mir am Original immer was gefehlt hat, habe ich noch eine Lacebordüre hinzugefügt. Das Tuch wirkt so vollständiger und die zweite Sternenborte kommt besser zur Geltung. Geborgt habe ich mir das Lacemuster vom Tuch „Simple Lines„,  das es kostenlos bei Ravelry gibt.

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Jetzt gefällt es mir so richtig gut und wird sicher ein Lieblingsstück in meiner Garderobe.

Anleitung: Bergweihnacht von Barbara Laumbacher
Wolle: Twisted Fifties von Dibadu in Mokka und Winterwelt
Verbrauch: 3 Stränge in Mokka und 2,5 Stränge in Winterwelt
Spaßfaktor : Nur stricken, wenn man gerne Wutanfälle bekommt…..

Jetzt werde ich mich wieder meinen Zopfpulli widmen, der schon brav ein Stückchen gewachsen ist.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Neues aus der Mottenkiste

Der Bestand in der UFO-Kiste wird langsam aber sicher kleiner. Ein paar Außerirdische haben sich noch versteckt und warten auf ihre Fertigstellung.

Bei mir werden ja Projekte schon mal zwei bis drei Jahre gelagert und gammeln dann so vor sich hin. Ab und dann wird das eine oder andere geribbelt, in dem sicheren Wissen, dass dieses Projekt nie fertig werden wird.

Das Tuch *Bergweihnacht* habe ich im November 2014 angeschlagen, ein weihnachtlicher Mystery-KAL in zwei Farben und einen weihnachtlichen Einstrickmuster. Lauter kleine, in sich verzahnte Sterne, die auch der Anlass waren, das Gestrick zwar mal in die Hand zu nehmen, aber dann zu denken „Neeeee, viel zu anstrengend!“

So lag es dann auch monatelang in der Kiste…..

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Das Muster ist wunderschön, aber einfach ein Horrorkabinett zum stricken.
Und das auch noch in Rückreihen, da hier nicht in Runden gestrickt wird. Das Muster ist sehr ungleichmäßig und eigentlich weiß man nie, was man da eigentlich so vor sich hin nadelt.

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Gut, ich hab’s wieder hervorgeholt und nach ein paar Reihen Gefluche und der anschließenden sehr glorreichen Idee, Marker zwischen den Rapporten zu setzen, ging’s gut vorran…
Marker zu setzen kann schon recht hilfreich sein, weil doch eine gute Orientierungshilfe. Mach ich sonst eher selten, aber hier dringend notwendig!

Und da es ein Weihnachtstuch ist, wird es auch noch vor den Feiertagen fertig! So! Wäre ja gelacht!
Dann schlummert nur noch eine halbe Socke mit Schwanenmotiv und ein Tuch, dass aus mehreren Quadraten und Dreiecken besteht, in der Kiste. Aber die werden auch noch vernichtet :mrgreen:

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Mustergültig

Es war schon überfällig. Ein klassischer Aran-Pullover mit Rollkragen mußte auf meine Nadeln. Lange mußte ich bei der Auswahl des Modells nicht überlegen. Es gibt einige Anleitungen in meiner Strickbibliothek, die dem Profil des gewünschten Pullovers entsprechen.

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Aber genau dieser spuckt schon lange in meinen Kopf herum.
Die Musterkombination ist einfach zu schön. Zart verschlungen mit plastischen rechts verschränkten Maschen und nicht alltäglichen Zöpfen.

Das Modell „Svanhild“ aus der Twist Collective Fall 2013 und wird hier aus Wollmeise Merino DK in der Farbe Wolke gestrickt.
Aus diesen Grund heißt der Pulli bei mir auch „Svanhild on Cloud Nine“
Ich schwebe ebenfalls auf Wolke Sieben, den es ist einfach ein Wohlfühlstrick. Das Muster entspannt, die Wolle ist ein Traum und die 3,5er Nadeln sind Balsam für meine Hände.

Als Kontrast zum Schwingen der Zopfnadel versuche ich mich mal in Swingstricken, viele verkürzte Reihen und seeeeeehr viel zählen….

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Es gab ein paar anfängliche Schwierigkeiten, ein bissl Geribble, aber im Grunde ist es ganz einfach (wenn man auch brav mitzählt….)

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Ich verwende für das Tuch „Phoenix-Flügel“ FairAlpaka Fingering in Schwarz und von Lana Grossa Lace Seta Degradé mit einen langen Farbverlauf. Sprang mich so im Wollgeschäft an. Die wollte einfach mit!! Sehr anhänglich, solche Wolle-Welpen :mrgreen:
Baby-Alpaka und Seide verspricht ein Halsschmeichler zu werden.

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Mein Zwischendurch-Schal ist auch etwas gewachsen. Das ist mal ein Mitnahmeprojekt, oft wird daran gestrickt, wenn ich zu müde für Kompliziertes bin oder einfach zu faul zum  denken. So wird der Schal stetig ein bisschen länger.

Falls sich jetzt jemand fragt, was an Aran-Muster zur Hölle eigentlich entspannend sein soll….naja, ich finde alles Verzopfte einfach herrlich zum relaxen. Nicht fade wie glatt rechts, spannend zum stricken, aber kein Kopfzermürber. Jeder hat halt seinen Vogel, gell?

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Chanel meets Bikerjacke

Stand doch mein Püppi mitten im Wohnzimmer, geschmückt mit der nun endlich fertig gewordenen Jacke, da kommt der Liebste um die Ecke, begutachtet kritischen Blickes das Gestrick und fragt mit sehr ernsten Gesichtsausdruck „Na, kauft’s dir auch ein Motorrad dazu?“ He? What? Männer!

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Gut, zugegeben mit den sehr speziellen Armkugeln wirkt es wirklich wie eine Bikerjacke mit Coutour-Charme.

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Nein, so wollte ich das jetzt nicht haben, stand auch so nicht in der Anleitung. Mir ging schlicht und einfach das Garn aus!
Kennt ihr das, wenn man mittendrin schon weiß, das die Meter nicht reichen werden. Ich hab etwas herumgewerkelt, geribbelt, probiert und diese Lösung für gut befunden.

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Damit der helle Teil nicht wie notgelandet wirkt, schnell noch zwei passende Taschenklappen genadelt, von der hellen Wolle hatte ich ja genug. Sieht jetzt etwas nach Avantgarde aus, aber mir gefällt es so ganz gut. (Wie eine Bikerbraut wollte ich jetzt allerdings nicht wirken und eine Maschine kaufe ich mir auch nicht, weil ich gar keinen Motorradführerschein habe. Aber wahrscheinlich sind das die geheimen Wünsche der besseren Hälfte….oder so)

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Fazit dieses Pojekts ist, dass mir so dicke Wolle nicht mehr ins Haus kommt und Nadeln jenseits der 6mm vorerst tabu sind.
Sonst kann ich meine Hände beerdigen. Aua!

Das Modell ist aus einen uralten Gedifra Heft und mit uralter Gedifra Wolle gestrickt.
Alte Schätze können auch noch Jahre später Freude bereiten.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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