Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Schlechte Angewohnheiten?

- 1. Februar 2012

Als ich gestern die aktuelle verstrickte Dienstagsfrage gelesen habe, ist mir dazu im ersten Moment nicht wirklich etwas eingefallen. Dann habe ich alle Einträge zu diesen Thema gelesen. Manchmal mit einen Schmunzeln und es hat mich definitiv zum nachdenken gebracht.

Was sind eigentlich schlechte Angewohnheiten? Oft habe ich von unordentlichen Arbeitsbereichen gelesen. Wirklich schlechte Angewohnheit oder kreatives Chaos? Ich für mich bezeichne es lieber als solches. Je unordentlicher, desto mehr habe ich geleistet. Punkt. Also sehr wohl vertretbar. Auch mit der Prämisse, das ich auf meinen Sofa keinen Platz mehr finde und sämtliche Katzen sich bereits auf dem einen oder anderen Strickstücke bequem gemacht haben.

Andere schrieben über fehlende Maschenproben, nicht entfernte Knoten in der Wolle oder das man Knäuel von außen abstricken solle. Ich habe noch nie ein Knäuel von innen abgestrickt. Ist das jetzt DIE schlechte Angewohnheit? Nein, nicht wirklich, warum sollte ich auch? Ich mag das nicht, ich mag keine Wollkotze, das Gefudel um endlich den Faden zu finden kann ich schon gar nicht leiden. Bei dieser Methode würde ich nicht einmal zum Maschen anschlagen kommen, vorher würden alle Wollknäuel in eine gut verschließbare Kiste kommen, zu ihren eigenen Schutz!

Das alles ändert nichts an der Qualität des Strickstückes, oder? Genauso verhält es sich mit der Parkgarage für Zopfnadeln, dem Mund. Außer das ich vielleicht stundenlang nicht sehr kommunikativ bin (Zopfnadel stört definitiv beim Reden) ist es doch egal wo das Ding geparkt wird. Hauptsache sie verschwindet nicht im Nirwana des Sofas.

Und genau da liegt der Punkt. Wenn ich keine Maschenprobe mache, dann kann es passieren das der Pulli nicht passt. Punkt. Jaja, ich weiß auch mit Maschenprobe kann das passieren. Aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Gott, ich habe mich lange geweigert Maschenproben zu machen. Ich weiß, DAS ist wirklich eine schlechte Angewohnheit. Den es kann stundenlange, mühsame Arbeit einfach zu Nichte machen. Ähnlich verhält es sich mit Knoten, schlampig Fäden vernähen oder unpassend Strickteile zusammenfügen (wie in meine Fall das zusammen häkeln) Das kann das Endergebnis doch empfindlich beeinflussen. Und das kann zu unkontrollierbaren Heulkrämpfen führen. Und endet schließlich mit einer Einweisung in eine Nervenheilanstalt.

Eigentlich alles nicht so schlimm? Wie schrieb eine Bloggerin? Hauptsache man fühlt sich wohl dabei und wenn man mit dem ein oder anderen Unding besser zurecht kommt, dann soll es auch so sein.

Am lustigsten habe ich die Antworten gefunden, wo Strickerinnen geschrieben haben, sie hätten gar keine schlechte Angewohnheiten und was zum Teufel das doch sein solle! Mädels, ist euch nichts eingefallen? Schrullige Gewohnheiten hat doch jeder, oder? Und das macht uns doch aus:)

Ich werde weiterhin meine Knäuel von außen abstricken, ein kreatives Chaos erzeugen, zuviel Wolle kaufen und meine Zopfnadel im Mund parken. Das tut niemand weh und schadete auch nicht meiner mühsamen Strickarbeit. Ich habe zwar Besserung gelobt, werde wohl bei vielen unverbesserlich bleiben, das macht mich ja gerade einzigartig, diese kleinen Strickschrulligkeiten….und euch ebenso:)

Schrullige verstrickte Grüße
Eure Bettina

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