Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Made for Sunday- Stulpen mit Perlen

Eigentlich sollte dieser Blogeintrag schon letzen Sonntag herauskommen. Wenn man für eine Gemeinschaftsprojekt namens Made for Sunday strickt ist das auch irgendwie logisch. Nun, es gibt mehrere Gründe warum ich im Moment nicht so ganz produktiv bin wie sonst. Es ist Frühjahr und da wartet eine großer Garten auf mich und der will gepflegt werden. Außerdem genieße ich jeden Sonnenstrahl und bin wenn möglich kaum in der Stube anzufinden sonder im Freien, sei es Stall oder Garten. Die ungewohnte Gartenarbeit läßt allerdings auch meine Hände schmerzen und das führt ebenfalls dazu, dass ich weniger stricke. Es wird vielleicht in der nächsten Zeit etwas weniger Blogeinträge geben. Meine kleine, treue Leserschaft möge mir das verzeihen 🙂

Etwas noch zu dem Gemeinschaftspfojekt: Ideengeber war taTalja, Papier und Faden und meine Wenigkeit haben sich angeschlossen. Nun, wie es mit jungen Projekten oft so ist, es gibt Startschwierigkeiten. Ich finde, dass dieses Projekt eine wirklich tolle Idee ist und ich hoffe es finden sich noch andere Blogger, die hier mitmachen.

Nun, das Thema war blau und es sind hellblaue Stülpchen mit eingestrickten Perlen geworden. Mein erste Perlenstrickerei und es war überraschend einfach. Etwas langwierig aber simple.

Das Auffädeln der Perlen ist etwas zeitaufwendig und man sollte vielleicht nicht zu lange Nägeln dabei haben. Meine haben etwas gestört;-) Auch sollte man lesen können und sich nicht wundern, wenn man 20 Perlen liest, die dann auch auffädelt und den Strang dann fragend anschaut. Das kann nicht stimmen….ok, zwischen 20 Perlen und 20cm ist auch ein gewaltiger Unterschied. Das Stricken ging dann recht gut von der Hand und das Ergebnis ist ganz hübsch anzusehen. Erinnert mich an die Verzierungen der Kleider in der Renaissance. Ein bisschen Tudor so zu sagen.

Wenn euch das Stricken mit Perlen interessiert, dann kann ich dieses Buch empfehlen und auch hier gibt es eine gute Anleitung.. Es macht Spaß und ich werde sicher noch einiges in dieser Technik fertigen.Wie ich herausgefunden habe, gibt es noch eine andere Möglichkeit, Perlen einzuarbeiten, die Schlaufentechnik. Ich möchte diese Technik ebenfalls ausprobieren und dann natürlich darüber berichten.

Modellinfos:

„Kleine Stulpen“ aus dem Buch „Perlenstricken“, ca. 25g „Cashmere Premium“ (104m Lauflänge) von Lang Yarns , gestrickt mit einen Nadelspiel 2,5mm, Gr. S

Eure Bettina

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Schachteln mit Strickblüten

Ich brauchte unbedingt kleinen Kästchen und Schachteln, um meinen Strickkleinkram verstauen zu können. Meist fliegen Maschenmarkierer und Zopfnadeln in größeren Behältnissen ungeordnet herum und lassen sich dann ganz ungeniert von mir suchen. Durch Zufall habe ich bei basteldichblue.com diese nette kleine Bastelei gefunden. Da ich recht gerne mit Decoupagetechnik arbeite und auch schon einiges mit Servietten verziert habe, entschloss ich mich meinen Zopfnadeln, Maschenmarkieren und Wollnadeln ein neues Zuhause zu basteln. Und es passend zu ihren Verwendungszweck mit Gestrickten zu dekorieren.

Ich habe einfache Spannholzschächtelchen aus dem Bastelladen genommen und Geschenkpapier. Man kann auch gut Käseschachteln dafür zweckentfremden. Das Papier habe ich dann nicht, wie in der Anleitung, geschnitten sondern gerissen um es nicht zu akkurat aussehen zu lassen. Es ist wirklich einfach und man kann diese Bastelei sehr gut mit Kindern gestalten. Meine Mädel hat mir hierbei mit Begeisterung geholfen. Bei der kleinen Schachtel habe ich nur den Deckel mit Decoupage beklebt, die große ist komplett in dieser Technik gearbeitet. Ich finde die große ist auch ein wenig hübscher gelungen:-) Als Finish habe ich noch eine Schicht Firnis aufgebracht.

Die Blüten sind  aus Merino und Mohairwolle gestrickt und dann mit Heisskleber befestigt. Schaut komplizierter aus als es ist und ich werde noch die Anleitung für die Blüten hier reinstellen (wenn ihr wollt!)

Sehr einfach mit großer Wirkung und als Geschenkverpackung wie auch als Aufbewahrungsmöglichkeit besten geeignet. Auch kann ich mir vorstellen so Schuhschachteln oder Hutschachteln zu verschönern. Das mit den Hutschachteln ist ja eine Idee von Mama Zwitscherhexe. Sie trägt zwar keine Hüte, aber falls ich eine Hutschachtel finde, bekommt sie natürlich eine hübsch verzierte:-) Man muß ja nicht unbedingt Hüte darin verstauen….

Eure Bettina

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Verstrickte Dienstagsfrage

Einmal vom Virus des Stricken´s angesteckt, legt man nicht so schnell

die Nadeln wieder zur Seite.

Mit viel Geduld testet man auch gern mal etwas Neues aus.

Doch habt ihr schon einmal ein Muster versucht, und seit kläglich daran

gescheitert.

Trotz immer wieder erneuter Versuche, hat es vorne und hinten nicht so

aus geschaut wie es sollte,

oder die Maschen wollten nicht so wie beschrieben?

Wie viel Ausdauer habt ihr, bis ihr aufgebt?

Sucht ihr nach einiger Zeit nach einem ähnlich ausschauenden Muster oder

legt ihr das Projekt ad acta?

Wie händelt Ihr diese Situation?

Vielen Dank an Sylvia für die heutige Frage!

Bis dato ist es mir zweimal in meiner Strickkarriere passiert, dass ich ein Muster aufgegeben habe. Das erste Mal ist schon eine Weile her und war ein Modell aus einen Bouton’dor Heft. Das beschriebene Muster wollte einfach nicht gelingen. Es war so eine Art Hebemaschen-Zopfmuster. Ob das Misslingen an einer fehlerhaften Anleitung lag oder an dem sehr rutschigen Bändchengarn vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Vielleicht sollte ich das Heftchen wieder hervorholen und es noch einmal probieren.
Lange habe ich sicher nicht daran herumprobiert, ich bin kein großartiger Geduldsmensch. Es ist dann ein schlichtes Zopfmuster geworden, dass ähnlich mit Vorbehalte war, aber genauso passte und hübsch anzusehen war:)

Das zweite Mal ist noch gar nicht so lange her, eine Lacestola aus dem Laceheft von Rowan. Traumhaft schön anzusehen aber entsetzlich aufwendig zu stricken. Eigentlich wußte ich die ganze Zeit über nicht, was ich zum Teufel da treibe. Ich habe mich von Masche zu Masche gehangelt. Ca. 7cm sind es dann geworden und das Muster war hässlich! Da hätte auch spannen nichts genutzt….so viel Aufwand für ein hässliches Fadengewirr? Ich frage mich ernsthaft, wie die Leute von Rowan aus diesen hässlichen Entlein so einen schönen Schwan machen konnten? Wird mir ein ewiges Rätsel bleiben! Nun ich habe geribbelt und neues Modell gesucht. Ich war allerdings so auf diese eine Stola fixiert, das mir keine andere gefallen wollte. Ich habe das Ganze dann ein paar Tage ruhen lassen und mich doch für eine entscheiden können, die jetzt auch ohne gröbere Pannen voranschreitet:) Und mir bis jetzt gut gefällt.

Wenns nicht funktioniert oder nicht passt, lieber was anderes suchen. Man wird eh nicht glücklich damit. Ich denke so fahre ich ganz gut:)

Bettina

Edit:

20120320-200036.jpg

Das ist die besagte Stola. Ich finde sie immer noch am Foto unglaublich schön. Hat aber leider nichts mit der Realität zu tun 😉

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Victorian Lace

Endlich ist es da! Nachdem mich Amazon wochenlang mit einer baldigen Nachlieferung vertröstet hat, war es dann doch nicht mehr lieferbar. Ich habe das Buch dann bei einem der zahlreichen Anbieter bestellt und am Freitag ist es mit der Post bei mir angekommen. Ich war schon so gespannt auf die Lace-Modelle und hatte auch, durch zahlreiche sehr positive Rezensionen bei Amazon, hohe Erwartungen. Und ich wurde nicht enttäuscht. In der Aufmachung eines hochwertigen Bildbandes, bietet dieses Strickbuch zahlreiche sehr ansprechende Fotos der Modelle und eine kleine, historische Einführung in die Welt der viktorianischen Spitzenstrickerei untermalt mit stimmungsvollen Bildern. Auch findet man, am Ende des Bandes, eine gute Einführung in die erforderlichen Techniken. Nützlich für Lace-Neulinge und der erfahrene Stricker findet hier sicher noch den einen oder anderen praktischen Tip.

Sehr positiv finde ich, das jede Musteranleitung nicht Reihe für Reihe, wie in englischen Anleitungen meist üblich, aufgeschrieben sind, sondern in Charts (Diagrammen) dargestellt sind.Die Anleitungen sind sehr gut verständlich und gut aufgebaut. Zu fast jedem Muster gibt es auch noch kleine historische Fußnoten. Die Schwierigkeitslevels gehen von sehr leicht bis sehr anspruchsvoll. Der ungeübte Stricker findet hier sicher einen schmalen Schal mit dem er sein Lace-Abenteuer beginnen kann.

Dieser hier scheint mir wie geschaffen für Anfänger. Schaut zwar nicht spektakulär aus, ist aber sehr einfach zu stricken und mit einen edlen Lacegarn wie Merino/Kaschmir Mischungen oder feines Alpaka sicher ein Hingucker. Es fiel mir recht schwer, die Modelle auszusuchen, die ich euch zeigen möchte. Zu schön sind alle Tücher, Stolen und Schals, alle mit bunten Garnen gestrickt um die Aktualität dieser Schönheiten zu unterstreichen. Eine kleine Auswahl…

Einer meiner Lieblinge ist die grüne Stola mit dieser doch eher ungewöhnlichen Optik. Melon Stitch nennt sich dieses Muster und die kürzlich erworbene Kaschmirwolle in einen satten Fuchsia-Ton scheint mir mehr als passend für diesen Traum. Noch stricke ich an einer Stola aus dem Buch“Knitted lace of Estonia“. Mehr davon in einen der nächsten Beiträge.

Für jeden, der sich für Kunstricken interessiert und auch an der historischen Details interessiert ist, ist dieses Buch ein absolutes Muß. Man kann es fast nicht aus der Hand legen, so fasziniert es. Ein wunderschönes Strickbuch, dass die nächste Generation wohl ebenso begeistert in den Händen halten wird.

Victorian Lace Today von Jane Sowerby erhältlich bei Amazon und bei Martina’s Bastel & Hobbykiste

Eure Bettina

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Endlich fertig!

Eigentlich sollte das rosa Jäckchen schon längst fertig sein, aber ich wage es gar nicht auszusprechen, ohne dass es mir die Schamesröte ins Gesicht treibt. Ich mußte einen Vorderteil nochmals stricken, ich hatte zwei gleiche, also genaugenommen zwei rechte Vorderteile produziert. So etwas ist mir auch noch nie passiert, eine Strickpannen-Premiere. Und ich töne noch unlängst sehr selbstsicher, dass ribbeln wirklich nicht sein muß, wenn man nur aufpasst. Wohl gar nicht aufgepasst, was?

Für das Ausfertigen brauchte ich den ganzen letzten Sonntag. 9 Teile mußten zusammengefügt werden, ich saß samt mir assistierenden Katzen im Näh-, Woll-, und Stecknadelchaos und schwor mir, dass ich mich nicht eher hier weg bewege bevor das Erdbeereeisjäckchen fertig wäre.

Aber es hat sich gelohnt, die wochenlange Arbeit, die am Schluß schon schmerzenden Hände, rosa Alpträume und die Flucherei beim Spannen und Nähen. Wunderschön ist es geworden, fast perfekt. Ich lobe mich jetzt selber, heute kein jammern und lamentieren: Es passt wunderbar und schaut einfach traumhaft aus. Kleinigkeiten könnten vielleicht noch besser gemacht werden, aber nein, lassen wir das….

Fazit: Sehr viel Arbeit, wegen der zahlreichen Muster allerdings sehr abwechslungsreich, die Wolle werde ich nie wieder verstricken, sie spließt sich zu stark. Definitiv keine Kaufempfehlung. Ich habe nichts abgeändert, die Anleitung ist fehlerfrei.

Modellinfos:

Modell 8 aus der Sabrina August 2008, Material: Langyarns MerinoSeta (70% Merino 30% Seide) 150m Lauflänge, Verbrauch: 550g mit Nadelstärke 4mm, Größe: 36/38, Arbeitszeit: ewig…..

Die Fertigstellung eines so aufwendigen Projektes hinterlässt bei mir immer eine gewisse Leere und ich bin dann meist recht flatterhaft, bis ich mich wieder auf eine bestimmtes Strickteil einlasse. Jetzt wird ein bisschen gebastelt und Kleinteile gestrickt und die Tasche für meine Nichte muß auch noch in Angriff genommen werden. Auf ein neues….

Eure Bettina

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Verstrickte Dienstagsfrage

Kauft ihr Nadeln im Set, habt ihr Nadeln doppelt und welches sind eure Lieblingsnadeln?

Vielen Dank an Tiffany für die heutige Frage!

Im Laufe der Jahre haben sich eine Menge Nadeln bei mir angesammelt. Viele habe ich doppelt und das ist oft auch nötig, da ich meist an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite. Und da kann es schon vorkommen, dass gleiche Nadelstärken gebraucht werden.
Früher gab es nur Metallnadeln von Prym und diese sind zu reinen Reserve und Notnadeln degradiert worden. Ich stricke ungern damit. Am liebsten sind mir die Holznadeln von KnitPro. Ich habe mir vor einiger Zeit das große Set geleistet und das war eine gute Investition. Von KnitPro kommen auch immer neue hinzu, wie ein kürzlich gekauftes Nadelspielset und Nadel in Zwischengrößen wie 2,25 mm. Bei dieser Stricknadel konnte ich kürzlich recht eindrucksvoll spüren, wie gut doch doppelte Nadel sind. Ich habe mich doch glatt auf das gute Stück gesetzt und schwupps war sie zerbrochen. Nichts mit Lacestola weiterstricken, mühsames Bestellen im Internet war da angesagt;)
Sonst besitze ich noch Edelholz und Bambusnadeln sowie Addi-Metallstricknadeln. Verwende ich ganz gerne. Besonders die Lace-Nadeln von Addi sind sehr gut. Die Spitze ist sehr lang zulaufend und wirklich gut für Lochmuster. Ausprobieren möchte ich die Cubics von KnitPro. Diese Inovation soll ja Wunder bewirken. Bin mal gespannt;)
Gutes Werkzeug trägt immer zu guten Gelingen bei und deswegen sollte man sich auch nicht scheuen gute Qualität zu kaufen.

Bettina

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Lachkrampf des Tages

Ich wahnwitzige, wollsüchtige Irre google heute Vicunja Wolle. Ich wußte ja, teuerste Wolle, sehr exklusiv und schwer zu bekommen. Aber Frau Strickerin könnte sich einmal in ihren Leben den Luxus leisten einen kleinen Schal aus dieser Wolle zu stricken.
Und sieh an, man könnte sie auch online erwerben.
Ich gestehe, ich habe einen hysterischen Lachkrampf bekommen als ich den Preis sah. 299,85 Dollar für 28,5g mit 217 Yards Lauflänge! Ich lache immer noch! Ich bräuchte 2 Knäuel für einen schmalen Laceschal.
Und soll ich dann mit Bodyguard herum rennen? Und den Schal anschließend in den Safe sperren? Wie gesagt, ich lache immer noch hysterisch!

Aber ich bin wahnwitzig genug mir doch eines Tages diesen Wunsch zu erfüllen;-)

Bettina

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Ich könnte Japanisch lernen

Ein Erfahrungsbericht mit japanischen Webseiten

Wie ich auf die Idee kam, mich mit japanischen Webseiten zu beschäftigen? Nun ja, daran schuld ist eine andere Bloggerin, die sich mit japanischen Strickanleitungen auseinandergesetzt hat. Und bereits Pullover nach solchen Anleitungen strickte. Wenn ihr mal bei Tichiro reinschaut, könnt ihr alles darüber nachlesen. Abgesehen von der Herausforderung nach Patterns zu stricken, die für uns mit völlig unverständlichen Zeichen gespickt sind, haben die Japaner wirklich Geschmack und man verliebt sich in ein Modell nach dem anderen.

Tina (Tichiro) hat hier wirklich tolle Vorarbeit geleistet und in ihren Blog einige Seiten verlinkt und auch Strickbücher und Strickhefte vorgestellt. Ich klicke also einer der Links an und bin sofort Feuer und Flamme für die dort gezeigten Modelle. Besonders ein Strickmantel im 50iger Jahre Stil hat es mir angetan. Nur wie an die Anleitung in PDF Format herankommen? Eine ganze Seite voll mit japanischen Schriftzeichen. Ich glaube, dass ich meine Stirn in diesen Moment wie ein chinesischer Faltenhund gerunzelt habe. Ähnlichkeit zu dieser Hunderasse war in diesen Moment sicher vorhanden. Ich klicke alles an in der Hoffnung ,die ersehnte Anleitung zu finden, es wird immer verwirrender (und die Übersetzungshilfe von Google ist hier kaum zu gebrauchen). Immer mehr Seiten mit diesen mir so unverständlichen Zeichen öffnen sich, aber keine PDF Datei. Eine Seite entpuppte sich dann als ein Registrierungsformular. Dank der Möglichkeit diese Seite auch in englisch darzustellen (die einzige übrigens), erkannte ich das auch. Vielleicht muß ich mich hier registrieren um an Anleitungen zu kommen? Nein, es änderte nichts an der Tatsache das ich die Anleitungen nicht fand. Und dann…..endlich die richtige Seite mit einen unübersehbaren Button für den Dowload. Hätte ich doch gleich den großen, roten Button in der oberen rechten Ecke gedrückt. Aber der schien mir irgendwie unwichtig. Endlich erschien eine andere Webseite, wo das Zeichen für die Pattern eindeutig zu erkennen war. Genau neben dem Modellbild. Diese japanischen Patterns sind ja fast übersichtlicher und einfacher als englische Patterns. Sehr gute Schnittzeichnungen mit allen nötigen Infos und nur Charts (also Strickschriften) Ich habe diese Anleitung recht schnell entwirrt und das Nachstricken wird kein Problem darstellen (mehr darüber dann in einen eigenen Eintrag)

Ich hatte Blut geleckt, ich wollte mehr von diesen schönen Modellen in meinen Besitz bringen. Als hätte ich nicht schon genug an Anleitungen, ich bräuchte drei Leben um diese nachstricken zu können. Aber Frau Strickerin bekommt ja nie genug und man könnte ja mal Lust auf das eine oder andere Modell bekommen und dann schon mal die Anleitung im Vorrat haben. Tina hat einige Modellfotos von Tezukuritown in ihren Blog gestellt und diese gefielen mir so ausnehmend gut und wie ihr euch schon denken könnt, ich mußte sie auch haben. Bei dieser Webseite muß man sich registrieren. Tipp gab es schon von Tina, aber wenn man davor sitzt, ist man dann auf sich allein gestellt. Bei dem Registrierungsformular funktionierte das Übersetzungsprogramm überraschend gut und dann war es leichter. Nein, nicht wirklich! E-Mailadresse und Namen sind ja noch einfach, aber wie bewerkstellige ich die Aufforderung den Namen in Kana einzugeben? Es gibt zahlreiche Übersetzungswebseiten die nicht immer die richtigen Zeichen ausspucken oder wo man die Zeichen nicht kopieren kann. Nach einigen Herumprobieren ging es dann doch. Ich konnte meine normale Adresse eingeben, das war schon mal gut, aber bei der Telefonnummer meldete die Seite immer einen Fehler. Jetzt steht da die Nummer einer Nissanzulassung (die würden sich wundern) Man, war ich stolz als alle meine Daten angenommen wurden. Endlich konnte ich mich auf die Suche nach den schönen Modellen machen. Das gleiche wie bei der ersten Webseite, herumprobieren und nochmal herumprobieren. Ich weiß nicht, ob es an den außerirdisch anmutenden Zeichen lag oder ob japanische Seiten generell unübersichtlich sind, ich brauchte ewig bis ich das fand was ich suchte.

Ich muß sagen, das hat Spaß gemacht, wirklich Spaß. Ich liebe solche Herausforderungen, ich hätte sonst das Gefühl mich nicht aus meiner Komfortzone herausbewegen zu können. Und ich freue mich schon darauf, sagen zu können „Das ist nach einer japanischen Anleitung gestrickt“ Verdutzte Gesichter wird es da sicher geben.

Ein Danke an Tina, deren Blog ich mit Begeisterung lese und mich dann auf solche wahnwitzigen Ideen bringt. Und ich weiß, das ich nicht die einzige bin 😉

Bettina

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Pferdeimpressionen

Wochenende, sonniges Wetter, die Temperaturen bewegen sich bereits um die 10 Grad. Die besten Voraussetzungen sich in den Sattel zu schwingen, die gerade erwachende Natur zu geniessen und zu fotografieren. Das Ausreitgebiet um den Reitstall, wo meine Pferde untergebracht sind, ist sehr weitläufig und etwas hügelig. Haupsächlich Felder unterbrochen von schmalen Waldgürteln kann man hier finden. Perfekt um die Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten, das erste zarte Grün, die Blüten der Kirsch und Zwetschkenbäume, gefolgt von wogenden Kornfeldern und raschelnden Maispflanzen. Ich kenne zahlreiche Plätze wo es saftige Kirschen zu pflücken gibt oder im Herbst die Zwetschken (für alle die dem österreichischen nicht mächtig sind, das sind Pflaumen) Ich bin froh diesen Platz für mich und meine Pferde gefunden zu haben, weit weg vom Großstadtlärm und der Hektik. Mein ganz persönlicher Platz zum ausspannen und durchatmen.

Wir waren ungefähr 3 Stunden unterwegs und diese Bilder sind dabei entstanden. Wir, das sind ich, Elegancija, Rainbow Chaser und Shira.

Gar nicht so einfach die zwei Rösser dazu zu bringen, freundlich in die gleichen Richtung zu schauen;-)

So schaut das dann von oben aus 🙂

Elegancija’s wunderschöne Augen mit beneidenswerten Wimpern…..eine arabische Schönheit

Der treue Bärli-Blick von Rainbow Chaser…

Arabisches Flair mitten in Niederösterreich

Ein kleines Fresspäuschen muss auch mal sein…

Unzertrennlich…..

Es gibt nichts schöneres als mit Pferden durch die Natur zu streifen, es ist Stressabbau pur und neben dem Stricken meine Quelle fürs Krafttanken um den Alltag besser meistern zu können.

Bettina

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