Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Ich könnte Japanisch lernen

- 8. März 2012

Ein Erfahrungsbericht mit japanischen Webseiten

Wie ich auf die Idee kam, mich mit japanischen Webseiten zu beschäftigen? Nun ja, daran schuld ist eine andere Bloggerin, die sich mit japanischen Strickanleitungen auseinandergesetzt hat. Und bereits Pullover nach solchen Anleitungen strickte. Wenn ihr mal bei Tichiro reinschaut, könnt ihr alles darüber nachlesen. Abgesehen von der Herausforderung nach Patterns zu stricken, die für uns mit völlig unverständlichen Zeichen gespickt sind, haben die Japaner wirklich Geschmack und man verliebt sich in ein Modell nach dem anderen.

Tina (Tichiro) hat hier wirklich tolle Vorarbeit geleistet und in ihren Blog einige Seiten verlinkt und auch Strickbücher und Strickhefte vorgestellt. Ich klicke also einer der Links an und bin sofort Feuer und Flamme für die dort gezeigten Modelle. Besonders ein Strickmantel im 50iger Jahre Stil hat es mir angetan. Nur wie an die Anleitung in PDF Format herankommen? Eine ganze Seite voll mit japanischen Schriftzeichen. Ich glaube, dass ich meine Stirn in diesen Moment wie ein chinesischer Faltenhund gerunzelt habe. Ähnlichkeit zu dieser Hunderasse war in diesen Moment sicher vorhanden. Ich klicke alles an in der Hoffnung ,die ersehnte Anleitung zu finden, es wird immer verwirrender (und die Übersetzungshilfe von Google ist hier kaum zu gebrauchen). Immer mehr Seiten mit diesen mir so unverständlichen Zeichen öffnen sich, aber keine PDF Datei. Eine Seite entpuppte sich dann als ein Registrierungsformular. Dank der Möglichkeit diese Seite auch in englisch darzustellen (die einzige übrigens), erkannte ich das auch. Vielleicht muß ich mich hier registrieren um an Anleitungen zu kommen? Nein, es änderte nichts an der Tatsache das ich die Anleitungen nicht fand. Und dann…..endlich die richtige Seite mit einen unübersehbaren Button für den Dowload. Hätte ich doch gleich den großen, roten Button in der oberen rechten Ecke gedrückt. Aber der schien mir irgendwie unwichtig. Endlich erschien eine andere Webseite, wo das Zeichen für die Pattern eindeutig zu erkennen war. Genau neben dem Modellbild. Diese japanischen Patterns sind ja fast übersichtlicher und einfacher als englische Patterns. Sehr gute Schnittzeichnungen mit allen nötigen Infos und nur Charts (also Strickschriften) Ich habe diese Anleitung recht schnell entwirrt und das Nachstricken wird kein Problem darstellen (mehr darüber dann in einen eigenen Eintrag)

Ich hatte Blut geleckt, ich wollte mehr von diesen schönen Modellen in meinen Besitz bringen. Als hätte ich nicht schon genug an Anleitungen, ich bräuchte drei Leben um diese nachstricken zu können. Aber Frau Strickerin bekommt ja nie genug und man könnte ja mal Lust auf das eine oder andere Modell bekommen und dann schon mal die Anleitung im Vorrat haben. Tina hat einige Modellfotos von Tezukuritown in ihren Blog gestellt und diese gefielen mir so ausnehmend gut und wie ihr euch schon denken könnt, ich mußte sie auch haben. Bei dieser Webseite muß man sich registrieren. Tipp gab es schon von Tina, aber wenn man davor sitzt, ist man dann auf sich allein gestellt. Bei dem Registrierungsformular funktionierte das Übersetzungsprogramm überraschend gut und dann war es leichter. Nein, nicht wirklich! E-Mailadresse und Namen sind ja noch einfach, aber wie bewerkstellige ich die Aufforderung den Namen in Kana einzugeben? Es gibt zahlreiche Übersetzungswebseiten die nicht immer die richtigen Zeichen ausspucken oder wo man die Zeichen nicht kopieren kann. Nach einigen Herumprobieren ging es dann doch. Ich konnte meine normale Adresse eingeben, das war schon mal gut, aber bei der Telefonnummer meldete die Seite immer einen Fehler. Jetzt steht da die Nummer einer Nissanzulassung (die würden sich wundern) Man, war ich stolz als alle meine Daten angenommen wurden. Endlich konnte ich mich auf die Suche nach den schönen Modellen machen. Das gleiche wie bei der ersten Webseite, herumprobieren und nochmal herumprobieren. Ich weiß nicht, ob es an den außerirdisch anmutenden Zeichen lag oder ob japanische Seiten generell unübersichtlich sind, ich brauchte ewig bis ich das fand was ich suchte.

Ich muß sagen, das hat Spaß gemacht, wirklich Spaß. Ich liebe solche Herausforderungen, ich hätte sonst das Gefühl mich nicht aus meiner Komfortzone herausbewegen zu können. Und ich freue mich schon darauf, sagen zu können „Das ist nach einer japanischen Anleitung gestrickt“ Verdutzte Gesichter wird es da sicher geben.

Ein Danke an Tina, deren Blog ich mit Begeisterung lese und mich dann auf solche wahnwitzigen Ideen bringt. Und ich weiß, das ich nicht die einzige bin 😉

Bettina

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2 responses to “Ich könnte Japanisch lernen

  1. tatalja sagt:

    habe es mir angeschaut und verstehe deine Begeisterung sehr gut, es gibt wirklich so schöne Teile nur eben ein Mangel an Zeit! Ich wünsche dir aber gutes Gelingen und möge es doch alles so klappen wie du es dir wünscht ! Und wenn du mit Japanisch anfängst, schrei, ich mache mit 🙂

    • Danke dir:) Die Umsetzung des Japaners bekommt auf jeden Fall einen Platz im Blog:)

      Nachdem ich stundenlang auf Kana-Zeichen gestarrt habe, dachte ich wirklich „Das könnte ich echt mal lernen“ Ich schrei, wenns soweit ist!

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