Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Ein Garten im Mai

Mein Garten unterliegt ständigen Wandlungen. Kein Tag ist wie der andere. Altes ist abgeblüht, neues blüht auf und bietet immer wieder Überrraschungen. Es gibt kaum was spannenderes als ein Garten im Landhausstil 🙂 Heuer macht es mir besondere Freude, diesen stetigen Wandel zu dokumentieren. Ich habe ein paar Kollagen gebastelt, die ich euch zeigen möchte 🙂

Einer der ersten Blüten im Mai sind die Rhododendren. Ich liebe diese großen, leuchtenden Blüten. Wir haben leider nicht den geeigneten Boden hier bei uns im Weinviertel, daher blühen nicht immer alle der insgesamt fünf Rhododendren.

Ein Meer von Katzenminze und Polsterphlox, immer rege besucht von Bienen und anderen Insekten, Akelei, Storchschnabel und türkischer Mohn. Stauden gehören einfach in einen wildromantischen Garten.

Meine zahlreichen Sommerblumen – ich nehme mir  jedes Jahr vor nicht allzuviel zu pflanzen, aber es will mir nicht so recht gelingen *lach*

Die ersten Rosen, hach meine Lieblingsblume 🙂 Auf den Bildern sind drei historische und zwei englische Rosen zu sehen. Die zart rosa Blüte oben links ist eines der ältesten Rosensorten. Great Maidens Blush kannte man schon im 15.Jahrhundert. Ich beschäftige mich sehr mit diesen alten Sorten, ist so ein skurilles Hobby von mir. Wahrscheinlich ein Erbe meines Urgroßvaters, ein großartiger Gärtner. Nach Erzählungen meiner Mutter hat er Hochstammrosen gezogen, bei denen er drei verschiedene Rosensorten verwendet hat. Naja, das habe ich allerdings noch nicht versucht….

Und ganz pünktlich zu Pfingsten blühen auch die Pfingstrosen! Sehr brave Pflanze…

Wünsche euch noch einen schönen Feiertag

Eure Bettina

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Ein Tüchlein für zwischendurch

Drei Tage hats gebraucht, der kleine Shawl Calais. Sockenwolle von Dornröschen-Wolle geliefert bekommen, Strang gewickelt, angenadelt und schwupps war er auch schon fertig 🙂

Ich bin erstaunt was handgefärbte Wolle alles so anstellt, das gewickelte Knäuel hatte schon eine ganz andere Farbverteilung als der Strang und je nach Muster kam die Farbverteilung auch ganz unterschiedlich. Sehr spannend zu verstricken!

Dieses Tuch ist wirklich, wirklich einfach zu stricken und wer mit Lace beginnen möchte, dann empfehle ich dieses Modell sehr. Die Anleitung, obwohl in Englisch, ist sehr gut verständlich und alles ist sehr genau beschrieben. Und das Ergebniss läßt sich doch sehen, oder? Aufgrund der blumigen Farben habe ich dem Tüchlein den Namen „Summer in Calais“ gegeben und weil das Stricken so schön war, wird es auch einen “ Automn in Calais“ geben und ein „Winter in Calais“….also es wird eine Vierjahreszeiten-Tuch 🙂 Wer mitmachen will, der sei herzlich eingeladen. Ich würde die Ergebnisse dann hier im Blog präsentieren 🙂

Das Tüchlein hat eine wunderbare Halstuchgröße (gespannt 120x55cm) und kann sehr vielfältig getragen werden. Morgen werde ich es mal gleich ausführen 🙂 Am Morgen ist doch noch etwas frisch und dann ist so ein kleiner Halswärmer sehr praktisch.

So, nun sollte ich mich wieder meinen Pullover „Caramel Candy“ widmen. Das sollte als nächstes fertig werden……obwohl ich habe ja im Gedanken schon das nächste Tuch auf den Nadeln….und eigentlich sollte ja auch Melon Shawl fertig werden….aber das ist eine andere „Never ending story“ (und vielleicht stricke ich ja auch ein Paar Socken aus der Sockenwolle *breit grins*)

Gehabt euch wohl

Eure Bettina

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Verstrickte Dienstagsfrage

Die heutige Frage des neugierigen Wollschafs:

Wie haltet ihr es denn eigentlich mit der Maschenprobe? Strickt ihr brav vor jedem Projekt eine Maschenprobe? Und wascht und spannt ihr die dann auch? Oder verzichtet ihr auf Maschenproben und strickt drauf los (in der Meinung, es wird schon irgendwie hinkommen)?

Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!

Vielen Dank für die Frage und hier meine Antwort:

Noch vor ein paar Jahren habe ich es nicht immer so genau genommen mit den Maschenproben, mal eine gemacht, dann wieder keine, oft nur halbherzig 😉 Hat auch immer gut geklappt, nichts ist daneben gegangen. Messen muß frau auch mit Maschenprobe, den alleinigen Verlass auf die Maschenprobe gibt es auch nicht. Nunja, bis zu diesen unglückseeligen Pulloverprojekt 😦 Unten weit, Empirelinie, oben Wickeloptik…..das ging größenmäßig so was von schief! War schwer zu messen und mein Verstand hat hier wohl auch versagt (eigentlich hätten ich das bemerken müssen….) Nun, das Ding ist mir viel zu GROSS und dementsprechend die Passform unverantwortlich (ich würde alle fünf Minuten im Freien stehen *Busenblitzeralarm*) Und ich könnte immer noch weinen, der Pulli ist ja sowas von süß *schluchz* Ribbeln erspare ich mir hier, ist bestickt und Mohair ribbeln? Nö, stricke ich lieber nochmals. (Wenn ich mir dieses Bild so anschaue, könnte der Pullover auch mal eine Spannsession vertragen) Vielleicht werde ich ja nochmals schwanger oder nehme 10 kg zu *rofl*

Seit damals stricke ich IMMER eine Maschenprobe und die wird gewaschen und gespannt. Außer bei Schals, Tüchern und Stolen. Da erspare ich mir die zusätzliche Arbeit, denn hier ist die genaue Größe nicht so wichtig.

Und die Moral dieser Geschicht ist, stricke immer eine Maschenprobe, messe trotzdem immer fleißig nach und es kann so gut wie nix passieren…..sag ich mal so….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Stricken und Hörbücher

Hörbüchern stand ich bis jetzt immer skeptisch gegenüber. Ich liebe Bücher und lese alles quer durch die Buchhandlung. Von Phillip Roth über Klassiker wie Jane Austen oder Vladimir Nabakov bis zu einfacher Lektüre wie Charlotte Link. Und bis jetzt mußte ein Buch immer Seiten aus Papier haben. Selbst mit dem, von meinen Mann als Geschenk erhaltenen, Kindle kann ich eher wenig anfangen. Ich brauche den Geruch des Papiers und das leise Rascheln der Seiten beim umblättern. Oft kaufe ich Bücher im Antiquariat, diese alten Bücher strahlen immer eine besondere Aura aus. Mein Leben ist seit meiner Kindheit von Büchern und Lesen geprägt und seitdem gibt es keine Minute meines Lebens ohne Bücher.

Oft habe ich mir gewünscht, ich könnte das zeitaufwendige Stricken mit dem zeitaufwendigen Lesen verbinden. Aber, auch wenn es Stricker mit solchen Fähigkeiten gibt, ist es mir nie gelungen gleichzeitig zu stricken und zu lesen. Selbst bei glatt rechts will mir das nicht gelingen. Es ist mehr ein technisches Problem als die fehlende Fähigkeit von Multi Tasking (zu dem ich sehr wohl fähig bin….) Gleichzeitig ein Buch halten und stricken? Für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Nun, vor ein paar Monaten habe ich ein paar Hörbücher geschenkt bekommen (ein großes Danke!) Zuerst bin ich um das Anhören herumgeschlichen, habe mal fünf Minuten hineingehört, konne mich nicht und nicht auf das Gesagte, geschweige auf den Inhalt konzentrieren. Ich bin in meinen Gedanken einfach zu unruhig, zu fluktuierend um sich auf das Gehörte konzentrieren zu können. Mir ließ das aber keine Ruhe und eines Tages hatte ich beim Hören ein Strickzeug in der Hand. Das war für mich eine Offenbarung! Ich kann in der Monotonie des Strickens wunderbar dem Erzählten folgen, ohne mit den Gedanken abzuschweifen. Es funktioniert einfach fantastisch, ich kann meine Lieblingsbücher wieder „hören“, neue Romane „hören“ und gleichzeitig wächst das Strickprojekt unaufhaltsam und schnell. Ich bin teilweise so gefesselt, das ich keine Strickpausen einlege (was ich sonst, wegen genannter Unruhe oft tue) Und ich nehme mir die Zeit zum Bücher „hören“ trotz Kinder & Co, den das muß einfach sein 🙂

Das Geschriebene auf dem Papier bin ich nach wie vor treu, lese ansonsten auch in mehreren Büchern gleichzeitig, jetzt kommt eben noch ein Hörbuch dazu. Einige Exemplare habe ich mir bereits gekauf, per ITunes auf das iPhone geladen, schnell und einfach und mein kleines Multimediacenter habe ich ja immer bei mir 😉 Im Moment bin sommerlich leicht unterwegs und höre „Die Teerose“ von Jennifer Donnelly, ein historischer Roman und lese von Charlotte Link „Das andere Kind“. Beides gute, unterhaltsame Romane die gut zu den frühsommerlichen Wetter passen 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Verstrickte Dienstagsfrage

Die heutige Frage des neugierigen Wollschafs:

Aus dem Archiv vom 22.03.2005:

Wie sehen deine Aufzeichnungen für Strickprojekte aus? Strichliste, Tabellenkalkulation, Skizzen? Oder notierst du gar nichts?

Meine Antwort:

Eine obskure, für andere völlig unverständliche Stricherlliste mit
Notizen und geheimnisvollen Zahlen unter den Strichen. Ein System das ich über die Jahrhunderte Jahre des Strickens entwickelt habe. Für mich auch noch nach Jahren verständlich und logisch. Zaubert meinen Mann, dem Naturwissenschaftler, immer wieder ein Fragezeichen auf die Stirn.
Über die Anschaffung eines Reihenzähler habe ich schon mal nachgedacht. Wäre für mich eher eine sinnlose Anschaffung.

Und nach Jahrtausenden fanden die Forscher kleine Zettel voll mit kryptischen Zeichen und unleserlichen Schriftzeichen. Was könnte das wohl bedeuten? Die Dechiffrierung würde wohl noch Jahre dauern….

20120515-200355.jpg

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Ein Pullover süß wie Creme Brulee‘

Das Mittelteil von der Melon Stola ist bereits fertig und bevor ich mich über die Randspitze hermache, durfte „Caramel Candy“ weiterwachsen. Hübsch wird er, der kleine Flauschpullover. Das verwendete Garn ist, wie alles von Rowan herrlich zu verstricken. Leider gibt es Bamboo Soft nicht mehr. Das Garn ist sehr weich und zart glänzend.

Statt des angegebenen U-förmigen Auschnittes mit kleinen Polokragen ist es ein tiefer, klassischer V-Ausschnitt geworden, der mit einer Rippenblende versehen wird. Mit der Berechnung hat alles geklappt, ich mußte nicht ribbeln. Und darüber bin ich sehr froh, denn ribbeln gehört nicht zu meinen großen Leidenschaften 😉

Der Pullover wird in einem Stück über die Schulter gestrickt. Ist sehr praktisch, es entfallen einige Nähte. Armblenden werden im Nachhinein angestrickt. Fledermausärmeln! Die hatte ich zuletzt in den 80igern getragen, da allerdings in etwas extremener Form. Gefällt mir aber sehr gut 🙂 Im Moment zittere ich noch, da ich mir nicht sicher bin, ob die Kid Silk Haze reichen wird. Ich habe von der Bamboo mehr als genug gekauft und bei der Kid Silk nur zwei (!) Knäuel. Etwas inkonsequent, wie ich finde. Wenigstens ist das eine Standardgarn bei Rowan und eine gängige Farbe die kaum Unterschiede bei anderen Chargen haben wird. Aber ich müßte sie mir extra bestellen *grmpf* Und da müßte ich mir ja, damit es sich  auch auszahlt, noch andere Wolle bestellen – als ob MICH das stören würde *grins*

Die Passform schaut gut aus *freu* Enges Bündchen und oberhalb des Bündchens etwas weiter, so wie ich es haben wollte. Der Ausschnitt sitzt auch auf der richtigen Stelle. Hoffentlich passt mir der Pullover genausogut wie der Puppe 😉 Ein Strickprojekt wie frau es sich wünscht. Ohne größere Pannen, zwar nicht gerade schnell gestrickt, aber sehr kurzweilig und angenehm zu stricken 🙂

 

Gehabt euch wohl

Eure Bettina

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Ein Paket voller Glückseligkeit

Es gibt Menschen die mich glücklich machen, wie mein wunderbarer Mann, meine tollen Kinder oder meine fabelhafte Mutter. Und es gibt Dinge die mich glücklich machen. Dazu gehört Wolle. In allen Farben, aus allen Materialien. Jedes Knäuel, jeder Strang verspricht ein wunderbares Erlebnis, ein gutes Gefühl und ein Endergebnis auf das ich stolz sein kann. Es gibt eine Auswahl an Garnen, die mich jedesmal sprachlos macht und von solch einer Auswahl konnte ich vor 2o Jahren nur träumen. Ich bin ein kleines Luxusweibchen und das nicht nur bei Wolle. So wie ich gerne Schuhe und Taschen von namhaften Designern im Kasten stehen habe und schon mal ein Paar High Heels von Manolo Blahnik verzückt in den Händen halte, so geht es mir auch bei Wolle. Je luxuriöser, desto besser. Feinstes Kaschmir, weichstes Alpaka und glänzende Seide lässt mein Herz höher schlagen. Ja, ich gebs ja zu! Das ist furchtbar dekadent! Aber es macht mich glücklich-was soll ich sagen 😉

Wenn der Postbote klingelt macht er mich auch glücklich, methaphorisch versteht sich. Nicht das jemand was anderes denkt. Ich liebe meinen wunderbaren Mann-das mir da keine Zweifel aufkommen. Der Postbote bringt die kleinen Pakete voll mit Wolle (und manchmal auch voll mit anderen schönen Dingen….) und das macht mich glücklich. Und wenn ich dann das Paket mit gebührender Erfurcht öffne – seht selbst….

Handgefärbte Lacewolle von Dibadu, jeder Strang liebevoll in ein buntes Seidenpapier eingewickelt. Ist das nicht wunderbar? Ich habe jeden Strang mit so einer großen Vorfreude ausgewickelt und mit Herzklopfen von allen Seiten betrachtet. Und ich bin verliebt – was soll ich sagen.

Ich konnte mich nicht entscheiden, welche ich bestellen sollte, deswegen sind es auch etwas mehr geworden ^^ Das Material und die Farben sind einfach ein Traum.

Von links nach rechts:

Ein Strang Silky Millions (100% Seide) in der Farbe Lachsmousse, zwei Stränge Simply Lace in der Farbe Elfenbeinturm, drei Stränge Seda de Mar in der Farbe Kirschtrüffel, ein Strang Shimmering Lace in der Farbe Nougatkuss und ein Strang Marvillosa Fino (65% Kaschmir 35% Seide) in der Farbe Pistazien und Erdbeereis.

Lachsmousse ist bereits gewickelt und bereit für das Tuch „Poesie“ von Birgit Freyer. Die Farbe ist wirklich ungewöhnlich, eine Mischung von verschiedenen zarten Orangetönen, wunderbar glänzend und sehr fein und glatt. Ich freue mich schon auf das verstricken 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Die heutige Frage des neugierigen Wollschafs lautet:

Aus dem Archiv vom 17.05.2005:

Für viele ein leidiges Thema: die richtige Wollmenge abschätzen. Bleibt bei dir immer zu viel übrig, oder ist das Garn in den letzten Reihen zu Ende? Wie „ermittelst“ du deinen Bedarf? Vertraust du auf die Anleitung, sofern vorhanden? Hast du Faustregeln? Berichte doch mal!

Meine Antwort:

Meine eiserne Faustregel lautet: Immer mehr Wolle einkaufen, als in der Anleitung steht. Meist wird ein Knäuel mehr eingelagert. Für den Fall der Fälle 😉 Mir ist es einmal passiert, dass ich bei einem Kleid zu wenig Wolle hatte. Ich hatte die Originalwolle in einen Modellpaket gekauft und es waren 100g Garn zu wenig. Das Garn gab es zu diesen Zeitpunkt nicht mehr und dann ist das entstanden. Ist zwar hübsch geworden, aber nochmals brauche ich diesen Nervenkitzel nicht *rofl* (das Blau gehörte ursprünglich nicht zu dem Modell)

Wenn ich nicht mit der Originalwolle stricke, werden die verlangten Meter ausgerechnet und auf das Wunschgarn umgerechnet und dann noch ein paar Meter (so 100-200m) dazugerechnet. Dann kann hoffentlich nicht allzuviel passieren. Übriggebliebene Wolle finde ich dann nicht schlimm, es gibt so viele schöne Resteverwertung. In meinen örtlichen Wollgeschäft kann ich die Restknäuel auch zurückgeben (bei Wollneukauf)

Wie rechne ich die Wollmenge bei eigenen Kreationen aus? Ähm, gar nicht…..reine Erfahrungssache, wie viel ich ungefähr für einen Zopfpulli oder einer langen Jacke brauche. Und dann wieder die obligatorischen Zusatzmeter 😉 Es gibt sicher irgendwo schlaue Berechnungsmöglichkeiten, aber bei mir hat das so immer ganz gut funktioniert. Ich habe z.B. 1 kg Cashmere Tweed von Land Yarns (78m/25g) in meinen Stash und daraus kann bequem ein Aranpulli entstehen. Für ein Zopfmusterkleid wäre es wieder zu wenig. Ich kanns nicht erklären, wie ich das für mich berechne. Ich stricke seit über 20 Jahren. Vielleicht erklärt sich das aus dieser Tatsache 😉

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Noch eine Stola auf den Nadeln

Ja, es hat mich erwischt! Bei mir ist die Lace-Sucht-Erkrankung- kurz LSE- ausgebrochen *grins* Ich könnte eine Stola bzw. Tuch nach dem anderen stricken. Da ich kein Liebhaber von Sommerpullovern bin, ist das in dieser Jahreszeit eine gute Alternative. Ich stricke eher selten Pullover oder Jacken aus Baumwolle. Wenn, dann wird ein Baumwollgarn gemischt mit Soja, Milchproteinen oder ähnlichen exotischen Zeugs verstrickt. Reine Baumwolle ist mir meist zu starr und wird bei mir nicht besonders gleichmäßig. Und so typische Sommer-Pullis mit Lochmuster und kurzen Ärmeln trage ich nicht so gerne. Um diese Jahreszeit werden Jacken mit langen Ärmeln und in Pastellfarben genadelt, die man dann gut über Kleider tragen kann. Oder solche Modelle, die das ganze Jahr Sasion haben, wie das momentanige Pulloverprojekt „Caramel Candy“. Geht es euch auch so? Oder findet ihr leicht bei den Sommermodellen etwas hübsches, passendes? Ich tue mir da eher schwer etwas zu finden, was mir wirklich gut gefällt 😉

Auf der Nadel habe ich eine superschöne Stola aus „Victorian Lace Today“. Mein Garn der Wahl ist diese traumhafte Kaschmirwolle in einem unglaublich leutenden Fuchsia Ton. „Cashmere Lace“ von Lotusyarn in der Farbe 39.

Und das habe ich bereits genadelt:-) Es ist der Mittelteil und rundherum wird noch eine Spitze angestrickt. Auf das Anstricken bin ich schon sehr gespannt, weil das für mich eine Premiere werden wird *tatarata* Das Muster nennt sich Melon Stitch und ist so was von einfach zu stricken mit einer beachtlichen Wirkung, wie ich finde 🙂 Das Garn ist unglaublich weich und flauschig und verstrickt sich wie eine Wolke. Herrlich! Ein klein wenig ist die Wolle eine Mimose, sie neigt zum unerwarteten reißen. Beim Wickeln drei mal passiert :-(. Beim stricken noch nicht *Dankgebet gen Himmel schicken*

Und so soll das schöne Stück eines Tages aussehen 🙂

Nebenbei werkle ich, wie könnte es anders sein, noch an anderen Strickdingen, da ein Maschenpröbchen, da mal Wolle aussuchen, dort Anleitungen studieren, in meinen Stash wühlen und wundere mich, dass überhaupt etwas fertig wird. Kennt ihr das auch? 😉

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Lace Stola No.1

Es ist vollbracht! Gestern fertig geworden, gewaschen und um 10 Uhr nachts noch gespannt. Hat ungefähr eine 3/4 Stunde gedauert. Ich habe wie wild geflucht, weil ich etwas zu wenig Stecknadeln hatte. Die große Frage war ohnehin „Wo werde ich dieses Ding aufspannen?!?“. Die Lösung war dann ab in die Gerümpelkammer Hobbyraum *räusper* im Keller. Da ist genug Platz und es stört niemanden und das feine Gespinst ist sicher vor Kinder- und Hundefüßen;-) Zwei alte Bettunterlagen waren auch recht dienlich. Ich werde mir solche Bodenpuzzle-Teile zulegen. Die sind nicht teuer und anscheinend gut als Spannunterlage geeeignet (danke an alle Blogger, die mich immer auf solche glorreichen Ideen bringen!)

Ist sie nicht ein Traum? 46 x 200 cm misst die Stola und wiegt gerade mal 125 gramm. Die gewünschte Länge habe ich hinbekommen, allerdings sollte sie 50 cm breit werden. Naja, die 4 cm sind jetzt auch nicht so wild. Ich habe statt 101 Maschen 129 Maschen angeschlagen und den Mittelteilrapport 40x gestrickt (statt den angegebenen 31x) Insgesamt komme ich auf ca 600 Reihen *uff*

Die Stola könnte ich glatt nochmal stricken, so viel Spaß hat sie gemacht. Allerdings würde ich statt den Noppen Perlen einstricken. Kommt sicher gut in dem Muster. Das Muster war keine wirkliche Herausforderung für mich. Aber auch nicht langweilig. Ich konnte bequem daneben fernsehen, mich unterhalten und mit Kind oder Hund schimpfen *lach* Einfach ideal für mich:-)

Fotos sind im Garten entstanden. Die altmodische Spitze macht sich doch gut auf dem grünen Bänkchen, oder?

Ich werde die Stola nächste Woche zu einem Geburtstagsfest ausführen. Ein hübsches Kleid dazu (steht noch nicht fest welches) und ich werde hoffentlich reichlich Komplimente ernten *mal mit den Wimpern klimpern*

Modellinfos:

Stola Madli aus dem Buch „Knitting Lace of Estonia“, 2,5 Knäuel „Fine Lace“ von Rowan (80% Alpaka 20% Merino 400m/50g), gestrickt mit 3mm Nadeln, Maße: 46 x 200 cm

Die nächste Stola ist schon auf den Nadeln und ein Tuch in Planung. Macht ja sooooo viel Spaß!!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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