Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Ich und mein Stash

- 30. August 2012

Ich und Wolle. Eine große Liebe. Eine wahnsinnige Leidenschaft. Eine never ending Story und eine unübersichtliche Menge an Schachtel und Kisten. Vollgestopft mit dem was jedes Strickerherz ein paar Takte schneller schlagen läßt. Nur leider vergesse ich immer wieder was ich überhaupt schon eingelagert habe. Alzheimer? Kann sein. Eher zu viel Wolle. Nun, ich habe vor einiger Zeit begonnen, alle neu gekaufte Wolle bei Ravelry zu archivieren. Sehr praktisch, wie ich finde 🙂 Ich weiß was da ist, wie viel ich davon habe und was für Stärke die Wolle hat. Ideal um auch ein passendes Projekt für das schöne Garn zu finden. Oder umgekehrt.

Warum nicht auch bereits vorhandene Wolle ebenfalls katalogisieren? Eine Megaaufgabe, in meinen Fall :mrgreen: Also wird mal alles digifiert und dann schön in meine persönliche Datenbank eingegeben. Bisher sind es ca. 20 kg Wolle. Ungefär 2/3 meines Stash. Also wenn ich bedenke, das so mancher um die 100 kg Wolle sein eigen nennt, gar nicht einmal so viel. Kann ich ja getrost noch was einkaufen 😆

Und in meiner täglichen Reise durch Blogs und Webshops endecke ich immer wieder neue Garne. Handgefärbtes aus aller Herren Länder. Oft von kleinen Färbewerkstätten die wunderbare Farben auf herrliche Qualitäten färben. Eingezogen bei mir ist das Traumgarn von Madelinetosh. Pashmina, Tosh DK, Tosh Merino und Tosh Lace in den Farben mit den wundervollen Namen wie Molly Ringwald, Glazed Pekan, Byzantine, Tart, Duchess oder Jade.

Ich könnte mich blöd kaufen bei diesen Garn! Madelinetosh ist nicht so einfach zu bekommen, deswegen habe ich mir gleich einen größeren Vorrat angelegt (Achtung Ausrede!) So wunderbar weich und so tolle Farben. Ich bin schon ganz hibbelig, die Wolle auch zu verstricken. Wenn mein schwarzer Pulli fertig ist, werde ich mit Pashmina in der Farbe Byzantine die Jacke Tenaya annadeln. Sie ist aus der neuen Herbstkollektion von twist collective. Und wartet neben schönen Muster mit einer interessanten Konstruktion auf, die ohne Nähte auskommt. Freu mich schon aufs stricken:-)

Ebenfalls eingezogen ist Road to China light von The Fibre Company. Die Farbe nennt sich Apatite und ist ein herrliches Türkis-Grün die sich partout nicht mit der Kamera einfangen lassen wollte und ist aus Alpaka, Kaschmir, Seide und Kamel. Was für eine traumhafte Mischung und auch noch handgefärbt!

Oder das nicht minder traumhafte Garn von Shilasdair. Handgefärbt mit Naturfarben, kommt aus Schottland und besteht aus Wolle, Angora, Kaschmir und Kamel. Du meine Güte, da habe ich mir schon eine Schönheit in Rot ausgeguckt. Ich sag ja, eine Never ending story!

Es ist mit mittlerweilen auch egal, wann und ob ich alles verstricken kann, es ist einfach nur schön sie in meinen Boxen zu wissen und ab und dann schleiche ich in mein Arbeitszimmer und öffne die eine oder andere Schachtel und nehme das eine oder andere Strängelchen oder Knäuel heraus. Mal zartes Lacegarn und träume von feinen Spitzentüchern und eleganten viktorianischen Stolen, mal weichstes Kaschmir und stelle mir eine kuschelige Jacke mit Aranmuster vor oder bewundere die leuchtenden Farben von handgefärbten Garnen und fühle mich in den Orient mit seinen wunderbaren Gewürzfarben, an einen traumhaften Strand mit türkisblauen Meer oder in einen schönen in rosa grün leuchtenden Rosengarten versetzt. Glücklich und leise seufenzd schleiche ich dann wieder hinaus und wenn mich jemand fragt wo ich war, antworte ich ihm „Nur im Paradies“ und träume weiter von Kaschmir, Alpaka, zarten Lace Mustern und komplizierten Norwegerpullovern….Psst und nichts verraten, was ich manchmal so treibe…

Gehabt euch wohl

Eure Bettina

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7 responses to “Ich und mein Stash

  1. rosenherz sagt:

    Hallo Frau Zwitscherhexe!
    Oh ja, Madelintosh, Shilasdair, und andere. ich hab gerade eine Lieferung Pashmina bekommen. Diese Farben, dieses Garn, traumhaft schön. Mir kommt vor, als würde bei dieser Wolle die Farbe von innen heraus leuchten.

    Mein Stash ist ungefähr wie deiner, an die 30 kg und ich streichle auch gerne mal über den Strang. Wer nicht, bei solchen Schätzchen! Allerdings will ich meinen Stash auch verstrickt haben und am Leib tragen, nicht nur anschauen und streicheln.

    Dein Beitrag bestätigt mir mal wieder, es gibt ein Paradies auf Erden! Wir müssen nicht auf einen Himmel warten – bloß auf den Postboten, der die Bestellungen liefert 😉

    Liebe Grüße
    Rosenherz

  2. papier&faden sagt:

    Wie und wo lagerst du eigentlich deine Wolle? Ich meine, in einem Schrank, Regal, die Kartons gestapelt, querbeet im Haus verteilt wo eben gerade Platz ist. Vielleicht in einem abschließbaren Extraraum, damit dein Göttergatte nicht das volle Ausmaß deiner Wollsammlung erkennt? 😉 Achtest du bei deinen teilweise ja sehr kostbaren Schätzen auch auf die Außenbedingungen wie Temperatur etc.? Und wenn du so verschiedene Projekte am Start hast, wie lagerst du sie? Getrennt in Tüten, Kisten, Kasten, Körben? Hab ich mich schon länger gefragt und jetzt hast du den passenden Eintrag dazu geschrieben, so daß ich meine Frage anbringen kann.

    Ich finde ja, die Organisation eines Projektes macht einen wichtigen Teil der ganzen Arbeit aus, bzw. habe ich bei mir immer den Eindruck, daß das Arbeiten (und vor allem die Arbeitsaufnahme nach einigen Tagen Pause) viel entspannter und angenehmer abläuft, wenn man die benötigten Materialien und „Werkzeuge“ ohne viel Aufwand beisammen hat. Ich bekomme immer genau dann die Krise, wenn ich mal wieder die Schere nicht finde, irgendwo eine Nadel vom Nadelspiel abhanden gekommen ist, genau das Wollknäuel fehlt, das man gerade braucht, dann erst suchen oder zumindest den bequemen Platz, an den man sich zum Arbeiten zurückgezogen hat, verlassen muss und so weiter. Manch einer braucht aber auch solch ein Chaos.

    Man liest in Blogs viel über die Projekte selbst und sieht die fertigen Stücke. Aber mich interessiert auch immer das Drumherum, die kleinen Tricks, die jemand verrät und die einem selbst dann vielleicht helfen. Tricks wie „Ich habe neulich im Dunklen gestrickt. Das mache ich jetzt immer so, weil ich mich auf diese Weise mit dem Endresultat selbst überraschen konnte und nicht nur meine Freundin, für den ich den Pullover zum Geburtstag gestrickt habe“ lol Naja, sowas in der Art eben. Dann hat man die Möglichkeit, nicht nur eine Technik auszuprobieren, die jemand angewendet hat, sondern eben auch mal zu überlegen, wie man selbst eigentlich an so ein Projekt rangeht, ob man irgendwo beispielsweise Zeit einsparen oder effektiver arbeiten kann durch diese und jene Veränderung beim eigenen Vorgehen. Gut, vielleicht gibt es solche Bemerkungen in Blog-Einträgen von Strickerinnen. Ich lese nicht so viele, weil ich ja der langweilige Stricktyp mit ausschließlich rechtem und linkem Maschentick bin haha In Bastelblog, denen ich wesentlich mehr folge, finden sich solche Hinweise jedenfalls nicht, was ich immer schade finde.

    • Um es mal auf den Punkt zu bringen: Ich bin eine unverbesserliche Chaotin lol.

      Die meiste Wolle habe ich gestapelt in Kisten in meinen Arbeitszimmer gelagert. Dort ist Platz und sie stehen niemanden im Weg. Naja, manchmal fallen sie meinen Mann auf den Kopf….aber er lernt auch dazu….Einen Teil habe ich im Keller in einen alten Kasten meiner Großmutter. Eigentlich ein schöner Jugendstilkasten, aber er passt nirgends so recht rein, also ein guter Lagerplatz für Wolle. In den Kisten selbst ist es schon recht ordentlich und ich habe auch überall Mottenschutz mit dabei. Denn wenn man sich das so recht überlegt, stellt das schon einen rechten hohen Wert da.
      Abschließbarer Raum für Wolle, gar nicht so eine schlechte Idee! Wenn ich mal bei 100 kg angelangt bin werde ich das ich Erwägung ziehen hihi.

      Ich lese ja manchmal, dass viele einzelne Projektbeutel haben, oft aufghängt an Hacken oder so. Ich habe einen einzelenen WIP-Korb, da kommt alles rein. Scheren, Nadeln, Maschenmarkierer und Maschenraffer sind ziemlich chaotisch in Keramikschüsseln verstaut, aber immer griffbereit. Ich räume abundzu zusammen, besonders wenn ich ein neues Projekt starte, aber nach kürzester Zeit sieht es wie vorher aus. Auch finde ich im Chaos eher was, als im aufgeräumten Zustand lol

      Du hast recht, jeder funktioniert da anders und es ist wirklich interessant wie das jeder so bewerkstelligt. Schreiben tun die wenigsten darüber. Aber das gibt mir den Ansporn mehr über Projekte die in Arbeit sind zu schreiben. Und mehr darüber, wie mein Weg zu dem fertigen Objekt stattfindet:-)

      • papier&faden sagt:

        Auch finde ich im Chaos eher was, als im aufgeräumten Zustand lol
        Ja ja, wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen, ich weiß lol

        […] und es ist wirklich interessant wie das jeder so bewerkstelligt. Schreiben tun die wenigsten darüber.
        Vielleicht ist das wie mit einer Geburt (viele Babys momentan um mich herum, da komme ich immer wieder zu diesem Thema haha). Jeder zeigt gern Bilder von seinem Neugeborenen rum, wie gut es gelungen ist und so. Aber ganz ehrlich, ich habe noch nie Bilder zur Geburt bekommen (oder in Blogs gesehen), die auch die Geburt selbst zeigen lol Wenn’s hochkommt, dann gerade mal das noch mit Käseschmiere verzierte Baby kurz NACH der Geburt (also vergleichbar zum noch nicht gespannten, noch nicht zusammengenähten oder was auch immer Strickstück). Aber Bilder vom Schmerz verzehrten Gesicht der Mutter oder dem gestressten Bald-Vater? Fehlanzeige! 🙂

        • Du erinnerst mich gerade daran, dass es Filme von den Geburten meiner Kinder gibt! Ach du liebe Güte, die mag ja nicht mal ich sehen lol
          Aber stimmt schon, ein ungespanntes Tuch sieht meist nix gleich und eine Mutter in Wehen auch nicht. Sollte man vielleicht ja nicht vergleichen, aber die Beweggründe sind sicher die gleichen. Nur das schöne will man herzeigen. Bin ja da auch nicht anders. Nächstesmal gibt es ein Foto wo ich im Nachthemd im Keller mitten in der Nacht eine Tuch spanne. Sicher sehr hübsch gnihihi

          • papier&faden sagt:

            Nächstesmal gibt es ein Foto wo ich im Nachthemd im Keller mitten in der Nacht eine Tuch spanne. Sicher sehr hübsch gnihihi
            Aber das passt eigentlich ganz gut zu dem, worauf ich hinaus wollte. Es geht weniger um hübsch oder nicht, sondern auch darum, mal zu zeigen, wie etwas entsteht und auch daß selbst Strickkönnern nicht upsi-pupsi ein perfektes Strickstück von der Nadel springt. Und ich finde, es wertet ein Strickstück eher auf als ab, wenn man zu sehen bekommt, daß neben dem reinen Stricken noch etwas mehr Arbeit in dem Stück steckt und auch viel Herzblut. Ich meine, was wenn nicht Herzblut steckt in einem Tuch, für das man nachts aufgestanden ist um es im Keller zu spannen? Gut, selbst wenn der Keller jetzt wohl kein dunkler Kohlenkeller sein wird, zeigt das ja schon, wie viel du in so eine Leidenschaft investierst. Vor das Vergnügen hat Gott die Arbeit gestellt, sowas in der Art. Eben wie bei einem Baby lol

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