Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Wolle vom Nerz

- 7. November 2012

Ein sehr interessantes neues Garn gibt es seit einiger Zeit auf dem Markt. Aus dem Unterhaar des Nerzes und dafür mußte kein Tier sterben. Wie beim Kaschmir wird hier das Unterfell ausgekämmt und zu Garn versponnen. In der Haptik ist es dem Kaschmir sehr ähnlich. Sehr weich und fein mit einer Faserdurchmesser von 12 micron (zum Vergleich Kaschmir 12-18 micron) Also wirklich ein Kuschelgarn!

Ich habe mir von Lotus Yarns zwei Qualitäten gegönnt. Einfach weil ich neugierig war. Und bin nicht enttäuscht worden. Zum einen Mia (70% Mink 10% Silk 20% Merino 195m/50g) und Mimi (100% Mink 300m/50g). Die hellbraune ist für meine Mutter und daraus wird eine Haube und ein Tuch genadelt. Aus der grünen Mia soll für mich ebenfalls eine Haube und ein Tuch entstehen. Was aus der knallroten Mimi wird ist noch unklar, auf jeden Fall ein Lacetuch 🙂 Erhältlich ist dieses Garn bei Atelier Seide & Mehr und für alle Wiener bei Laufmasche in der Argentinierstrasse (ist wirklich ein Geheimtipp!! Ich sage nur Malabrigo, Ito, Lotus….) Preislich liegt es unter Edelgarne wie Kaschmir und Exoten wie Guanaco, ich würder sagen es ist preislich etwa mit Alpaka zu vergleichen.

Verstricken lässt es sich herrlich und erzeugt ein schönes, gleichmäßiges Maschenbild. Mia habe ich mal kurz angenadelt. Ich bin wirklich überrascht von diesem Garn. Verstrickt ist es sehr flauschig, irgendwo zwischen Angora und Kaschmir.

Alles in allem ein Garn das ich unbedingt empfehlen möchte! Einfach ausprobieren 🙂 Und man kann sich ganz unbedenklich in seinen eigenen Nerz hüllen. Für alle Luxusmädls 😆

Und bei mir hat heute das große, böse Ribbelmonster zugeschlagen 😯 Ich sage nur 30 cm…..aber ich hole schon auf bei meiner Alpaka-Kuscheljacke!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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6 responses to “Wolle vom Nerz

  1. Gänse sterben auch nicht, wenn sie mit Trichter im Hals fettgefüttert werden 😉

    Mimi und Miya. Die Hanni und Nanni für strickbegeisterte Zwitscherhexen also 🙂 Ich frage mich immer wieder, wer für die Vergabe von Namen zuständig ist und nach welchen Richtlinien die ausgewählt werden. Und warum klingen die eigentlich immer weiblich? Oder gibt es auch Gerhards, Rolfs oder Mimos und sowas? Hast du da irgendwelche Informationen? Würde mich wirklich interessieren.

    Ribbelmonster. Autsch! Und 30 Zentimeter tun richtig weh. Hoffentlich wegen eines richtig großen Fehlers und nicht nur wegen einer Kleinigkeit, damit sich das Ribbeln wenigstens gelohnt hat.

    • Ha, wie ich den Artikel geschrieben habe, dachte ich mir schon das da so was wie Gänsestopfen kommt!
      Oder irgendein anderes Tierschutzding. Nerzzucht ist so mit negativem behaftet (was ja durchaus zu trifft) dass immer gleich Stimmen laut werden. Aber das billige Schnitzel im Diskonter kaufen. Oder günstige Merino, die garantiert aus Australien kommt wo Mulesing betrieben wird. Ist schon interessant….

      Die Namen finde ich auch leicht schräg lol wer die sich ausdenkt? Sehr fantasielose Leute, scheint mir;)

      Ribbelmonster! Böse! Und bin eh selber schuld. Ich Depp habe nicht mit zwei Strängen abwechselnd gestrickt und der Wechsel sah furchtbar aus. Bei handgefärbter Wolle ist eben kein Strang wie der andere. Und bei Kunstlicht fällt das kaum auf, aber heute bei Tag betrachtet….mußte sein;)

      • Und weil ich wusste, daß eben genau dieser Widerspruch ganz häufig besteht auch das „;)“ Im Grunde ist ja selbst die im Freigehege lebende Kuh (oder hier besser Schaf) letztlich auch nie so frei, wie es das von Natur aus wäre. Nur wo wären wir ohne Nutztiere? Bleibt ja kein Schaf stehen, wenn man ihm irgendwo in den schottischen Highlands begegnet und höflich nachfragt, ob es in Ordnung wäre, sich ein wenig Wolle zu nehmen. Noch schwieriger wird es mit Kühen, wenn es darum geht, sie schlachten zu dürfen lol Verstehe meine kleine Anmerkung also nicht falsch oder gar als Kritik. Ich wollte nicht mehr sagen als daß im Grunde jede Erklärung unnötig gewesen wäre 🙂

        Mit zwei Strängen abwechselnd gestrickt? Du meinst, die ersten 15 Zentimeter mit dem einen, die nächsten mit einem anderen, aber ohne daß das vorgesehen war (etwa bei unterschiedlicher Farbe)? Aber muss man denn nicht eh früher oder später zum einem neuen Strang greifen, wenn der alte aufgebraucht ist? Fällt der Wechsel dann immer auf? *fragt eine Person, die noch nie mit handgefärbter Wolle gestrickt hat*

        • Nein, nein ich verstehe schon wie du es meinst;)

          Ich wechsle jede zweite Reihe den Strang, stricke also mehr oder weniger mit zwei gleichzeitig. Wenn einer aus ist dann kommt der nächste. So sieht man nicht, wenn die Stränge etwas unterschiedliche Farbanteile haben. In meinen Fall hatte der erste mehr helllila Anteil, der nächste sehr wenig. Und das sieht dann aus wie zwei verschiedene Farben. Bei der umgestrickten Wolle sieht man das oft gar nicht.

  2. Birgit sagt:

    Ein interessanter Beitrag.
    Liebe Grüße Birgit

  3. debbo sagt:

    die wolle sieht wunderschön edel aus =)

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