Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Die verstrickte Dienstagsfrage

- 19. Februar 2013

 

Irgendwann haben alle einmal das Stricken freiwillig oder durch einen Bildungsplan verordnet gelernt.

Erinnert ihr euch noch, wie das war?

Was machte euch die meisten Probleme?

Wann fing es an, euch richtig zu packen?

Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage!

 

Die Grundlagen des Strickens habe ich in der Grundschule erlernt. Anschlagen, rechte und linke Maschen. War für mich aber nur eine Pflichtübung, wirklich Spaß daran hatte ich nicht. Aber diese Grundlagen sind hängengeblieben.

So Ende der 80iger machte bei uns in der Stadt ein neuer Wollladen auf. Wolle von Phildar, so richtig gruseliges Effektgarn und haaaaarige Mohairwolle, vieles mit Glitzer. Ich weiß eigentlich nicht den Grund, aber mich zog dieser Laden magisch an.
Es gab auch Anleitungshefte und darin waren hauptsächlich Pullover mit großflächigen Intarsien. Schön haarig und mit viel Glitzer. Ich mußte so einen Pullover einfach haben! Ich denke, ich habe da mein Taschengeld und diverse Oma-Geldgeschenke zusammen gekratzt und habe mir Garn in den verschiedensten Rottönen gekauft.
Ich weiß noch, ich bin am Boden in meinen Zimmer gesessen und vor mir in Reih und Glied die einzelnen Knäuel. Und das waren viel Knäuel!! Ich habe diesen Pulli geliebt! Das waren wirklich nur zwei gerade Teile und zwei Keile für die Arme. Ich glaube ich habe nicht einmal einen richtigen Halsausschnitt gemacht. Nur so einen Bootsausschnitt…leider kann ich dieses Ungetüm nicht mehr finden 😦 Ein nachfolgender Pulli in Türkis liegt allerdings noch irgendwo im Keller!

Irgendwann habe ich meine beste Freundin dazu überredet, auch wieder zu stricken (sie hatte es ebenfalls in der Grundschule gelernt) und wir haben dann aus jede Menger Wollreste von meiner Oma eine Patchworkdecke genadelt. Und dabei die verschiedensten Muster ausprobiert. Ich weiß noch, das meine Freundin einen unheimlichen Bamel vor Zöpfe hatte…ich war da eher angstfrei und der Meinung, das ich das auf jeden Fall kann!! Lachen muß ich ja jetzt, wenn ich an die vielen wunderschönen Aranpullover denke, die sie so im Laufe der Zeit gestrickt hat.
Wir haben dann jahrelang immer gemeinsam bei jede Menge Filme, Pizza und Cola unglaublich viel gestrickt. Wirkliche Probleme hatte ich nie beim stricken. Ist doch ganz einfach….Dazu gelernt haben wir durch die Anleitungen, den bisschen Know How was in den Heften stand und einfach durch ausprobieren. Da gabs kein Internet und ich machte Ausschnitte, Armkugeln etc. einfach so wie ich glaubte es gehöre so. Und mit ein paar Ausnahmen, waren die Pullis und Jacken auch alle gut tragbar. Viele trage ich immer noch.

Es gab immer wieder Pausen, manchmal war einfach keine Zeit oder die Interessen verlagerten sich. Aber wirklich aufgegeben habe ich es nie. In den Schwangerschaften habe ich Babykleidung gestrickt, ich kann mich noch gut an die kleine Jacke erinnern mit Kapuze und rundherumlaufenden Elefanten! Sie ist leider verloren gegangen. Umzüge und oft mustert man sinnlos aus, keine Ahnung wo das Jäckchen geblieben ist. Irgendwann stricke ich das nochmal, für meine Enkel 🙂

Stricken gehört zu meinen Leben und wird es wahrscheinlich immer gehören.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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