Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Superstars

Nein, ich meine nicht die aus Film und Fernsehen. Superstars gibt es auch in der Strickszene und im Reitsport.
Hochgejubelt, verehrt und mit einer regen Fangemeinde. Interessanterweise genießen diese Leute einen gewissen Welpenstatus. Man sagt ihnen nichts böses nach und alles was sie so machen, kreieren und auf die Beine stellen wird als gut, nein als überirdisch super empfunden.

Da gibt es diese Pferdeflüsterer, denen man telepathische Fähigkeiten zuspricht. Nur machen diese Leute nichts anderes als wir Pferdeleute im alltäglichen Umgang mit den Tieren. Körpersprache und ein Wissen rund ums Verhalten sind wichtig, keine Zauberei und für jedermann erlernbar. Nur verkaufen sich Monty Roberst & Co einfach gut. Gutes Marketing ist scheinbar alles was man braucht?
Auch bei den Trainern gibt es sogenannte Wunderkinder, egal bei welcher Reitweise. Und da wird selten kritisiert. Hauptsache das Endergebnis ist so wie gewünscht. Es kommt zu unschönen Bildern wie die Rollkur in der Dressur. Wo der Kopf bis zur Schmerzgrenze an die Brust gezogen wird. Die Qual der Pferde kann man an ihren Augen ablesen.

Lange wurde das geduldet, die großen Erfolge in hohen Klassen sprachen für sich. Erst etliche Stimmen von verantwortungsbewußten Reitern und Pferdefreunden ließ eine Diskussion zu.Und verschwunden ist diese Unart immer noch nicht vom Dressurparkett.

Nicht ganz so negativ geht es in der Strickszene zu. Da ist es das Bejubeln gewisser Independent-Designer. Die auch nur mit Wasser kochen. Da wird um Teststricks gerungen, es werden Lobgesänge zelebriert, wenn die Anleitung eines neuen Designs realisiert wird. Egal wie oft ähnliches schon hervorgebracht wurde. Diese Leute haben eine große Fangemeinde, es wird mit Neid beobachtet, wenn es einer der niederen Stricker ein Treffen mit dem Held gelingt oder man zählt schon zum inneren, heiligen Kreis der Teststricker. Was mit noch mehr Neid quittiert wird.

Ich beobachte solche Szenarien immer mit einen lachenden und weinenden Auge. Was macht den einen zum Superstar, was läßt den anderen im Nichts verschwinden. Marketing habe ich ja schon erwähnt, aber das kann nicht alles sein. Einen unglaublichen Hang zur Selbdarstellung, einen Willen mehr als die anderen zu sein, muß wohl auch ausschlaggebend sein. Das zieht die Menschen an.
Mich nicht. Das lässt mich eher einen Schritt zurück gehen. Ich mag die Beweihräucherung bestimmter Menschen nicht, kein blindes Folgen.
Wir leben alle unser Hobby, sei es mit der Stricknadel oder am Rücken der Pferde. Keiner sollte hier zu stark herausragen. Oft übersehen wir wahre Schätze, wahre Kunst und echtes Miteinander.

Wie oft komme ich auf Anleitungsseiten bei Ravelry die wenig Beachtung finden. Trotz des schönen Designs und der innovativen Idee. Weil sich der Schöpfer nicht hervortut und keine blindlings folgende Fangemeinde hat. Schade.
Wie oft konnte ich wahre Pferdemenschen treffen, mit denen ich lernte. Ich betone hier dass miteinander. Nicht das blindlings folgen ohne nachzudenken. Oft agieren diese Menschen im Verborgenen, was einerseits sympathisch macht aber auch schade ist.

Schaut genauer hin, folgt nicht dem Offensichtlichen, seit kritisch.
Jeder ist ein Superstar, weil uns unser Hobby verbindet. Und jeder verdient Beachtung.

In diesen Sinne
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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5 Kommentare »

Verrückt!

Ist diese Jacke von Stephen West.

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Schräg, nicht? Aber genau das was mir Spaß macht! Ungewöhnlich Schnitt, spaßige Konstruktion. Offensichtlich sollte das mal ein Tuch werden, aber Stephen hat in seiner Kreativität einfach ein Oberteil daraus gemacht. Der Junge ist aber auch wild drauf :mrgreen: Gut, alles von ihm gefällt mir jetzt auch nicht. Aber einiges ist einfach nachstrickendswert. So bin ich in meinen Stash abgetaucht und habe diese Garne, zum Teil nur mehr Reste von anderen Projekten, heraus gezogen.

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Und natürlich schon mal angeschlagen. Es beginnt mit einen Schal und verkürzten Reihen….

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Sieht schon mal gut aus. Die Maschen des Rückenteils werden dann aus einem Teil des Schals aufgenommen. Aber da bin ich noch nicht. Aber sehr gespannt, was da noch kommen wird. Lassen wir uns überraschen 😉

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Fail

Es ist zum wahnsinnig werden! Zuerst bin ich fast 2 Wochen krank, dann erwischt es noch Mann und Kind und als Draufgabe wird auch noch Katze krank. Das hieß Menschen pflegen, mit Tier x-mal zum Tierarzt und nur nicht die Nerven verlieren. Meine Lieben hat zum Glück nur die Grippe erwischt, Fieber und Husten. Hab sie brav angesteckt 😉 Mieze hat es schlimmer erwischt. Angegriffene Nieren, das was ich immer bei Katzen befürchte. Ich bin nur mit dem Wischmop durch die Gegend, weil Katzi überall Lacken hinterlassen hat (konnte ja nix dafür). Jede Menge Medis mußten in die Miez rein und jetzt Futterumstellung. Was auch etwas Nerven kostet!

Zum Glück geht es allen wieder gut, das Gejammere meinens Liebsten habe ich überlebt. Ihr wisst schon, Männer wenn sie krank sind. Kurz vorm abkratzen! Ich hoffe den Rest des Jahres ist hoffentlich Ruhe mit Krankheiten!

Meinen Teststrick mußte ich leider für gescheitert erklären. Mir gefiel überhaupt nicht, was da entstand. Geribbelt, noch mal begonnen, passte nicht so wie ich mir das vorstellte, aufgegeben. Schlechtes Gewissen, wieder gut gemacht mit flott voranschreitenden anderen Test für die liebe Jutta. Und das wird diesmal ein Traumjäckchen im Chanel-Stil 🙂

Für die liebe Mama habe ich ein hübsches Frühjahrswestchen genadelt. Naja, nachdem sie mich immer gefragt hatte, wann sie sich den endlich die neue gestrickte Jacke sich ausborgen dürfte, war es Zeit für ein Mama-Projekt!

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Aus Madelinetosh Merino light in der Farbe Filigree, Modell Toskana, die Anleitung ist von einer lieben Landsmännin und auch auf Deutsch via Ravelry erhältlich.

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Ich habe ein paar kleine Änderunden vorgenommen. Verschränkte rechte Maschen für die Bündchen und Blenden. Das Muster nach unten versetzt um eine Empire-Linie zu erhalten. Knöpfe nur bis zum Beginn des Musters. So trägt meine Mutter gerne ihre Jacken und ich habe ihr eine Freude machen dürfen. So haben wir beide was davon.

Meine Mutter wird übrigens schon 82. Ich finde, sie sieht noch toll aus und hoffentlich habe ich ihre Gene geerbt!

Hier noch ein kleiner Ausblick auf das momentane Projekt….wo ich schon etwas weiter bin….aber ich will nicht zu viel verraten!

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Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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