Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Herbst-KAL

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Das Bastelschaf hat wieder zum gemeinsamen stricken aufgerufen.
Diesmal steht der Clarity Cardigan auf dem Plan. Die Anleitung ist auf englisch und via Ravelry käuflich zu erwerben.

Starschuß ist der 7.September und Zieleinlauf der 9.November.
Es sind natürlich alle herzlichst eingeladen, hier mitzumachen!
Egal ob mit Blog oder ohne. Alles Näheres erfährt ihr beim Bastelschaf.
Ich werde natürlich wieder mit Rat und Tat allen zur Seite stehen. Keine Scheu, mir die Ohren abzuknabbern mit allerlei Fragen 😀

Diesen sehr stylisches Cardi hatte ich schon einmal begonnen. Nur leider hatte die Wolle nicht gereicht. Was ist passiert?
Nun, die Wolle war handgefärbt von Anja. Die macht das so nebenbei und hat eine kleine Facebook Gruppe. Leider war die Lauflänge des Alpacagarns falsch angegeben und ich hatte einfach zu wenige Meter. Nach einem halben Jahr der Trauer wurde er dann geribbelt.

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Eine gute Gelegenheit dieser Jacke eine erneute Chance zu geben. Diesmal habe ich garantiert genug Garn. FairAlpaca Fingering in Moosgrün und als Kontrastfarbe für die Taschen rosa. Mal schauen ob ich das Rosa nicht auch in den Blenden miteinbaue. Und dann noch rosa Glitzerknöpfe, die auch schon auf den ersten Versuch ihren Platz gefunden hätten.

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Na, dann auf ins neue Abenteuer!
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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1plus 1 macht zwei

Ein Teststrick und noch ein Teststrick macht zwei Teststricks.
Ich bin ja noch im Urlaub und habe deswegen Zeit….aber ein bissi gaga bin ich schon 🙄

Mein Schokocardi geht sehr zäh voran. Ist so FAAAAAAD. Wird total lieb, süßes Muster mit Noppen und bekommt noch einen ganz mädchenhaften Kragen. Ich möchte auch den Bund breiter stricken um so richtiges Vintage-Feeling zu erreichen. Aber ist halt FAAAAAD! Die einfach-von-oben-glatt-rechts-Phase ist offensichtlich vorbei. Ich hätte einfach gerne diese Jacke zum anziehen!

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Das ist ja bei mir immer so ein Dilemmer. Einerseits bin ich ein Projekt-Stricker. Mir gefällt das Design und ich will das Ding anziehen, da nehme ich auch FAAAAD in Kauf.
Anderseits liebe ich Herausforderungen, üppige Muster, komplizierte Konstruktionen und liebe den Prozess des Entstehens und des Strickens. Eine typischer Prozess-Stricker eben.
Und die zwei streiten sich oft miteinander :mrgreen:

Da kommt mir der zweite Test gerade recht. Seitwärts gestrickt, mit sehr vielen verkürzten Reihen um dem Cardi eine schöne Form zu geben. Die Rückseite hat ein Muster in Sanduhr-Form das ebenfalls mit verkürzten Reihen gearbeitet wird.

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Und ich kann es kaum aus der Hand legen, so spannend sind die einzelnen Schritte, manchmal raufe ich mir die Haare, weil etwas in der Anleitung falsch ist und ich zurückstricken muß. Aber dafür sind ja die Tester da, damit alle anderen entspannt stricken können. Und mir macht die Fehlersuche einfach Spaß 🙂

Ich habe am Dienstag begonnen und bin schon beim halben Rückenteil. Ein fesselndes Stück Strick, das Jutta da entworfen hat!

Gut, ich muß jetzt wieder…..weiterstricken (und damit meine Familie nerven…)

Gehabt euch wohl
Eure Bettine

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Ich bin wieder da!!

10 Tage wunderschöne Landschaften, Schlösser und kleine französische Hotels in der Provence, Luxus in Nizza und Monaco, tolle Jachten und göttliches Essen. Unser Urlaub war wunderschön, das Wetter etwas durchwachsen, aber gerade richtig um sich die Schönheiten des Landes anzusehen.
Wir sind immer abenteuerlich unterwegs, wo es uns gerade hin trägt. Ein bisschen Planung macht mein Mann, aber das war’s auch schon 😉
Hat uns schon zu den schönsten Plätzen gebracht in Schottland,(wenn ich an dieses gruselige Schloß in den Highlands denke, wo wir eine Nacht verbracht haben! Ich habe immer auf Kettengerassel gewartetet *brrr*) Toskana, Piemont, Teile von Norwegen und Nordamerika….ach, und es gibt noch so viel zu erkunden. Den Kindern taugt das unheimlich, nur wie sie noch klein waren, haben wir typischen Badeurlaube veranstaltet. Obwohl die Malediven würde mich diesen Winter schon noch reizen 🙂 Mal 1-2 Wochen nur faulenzen und bissi tauchen gehen…

Gestrickt habe ich natürlich auch. Und es ist was fertig geworden! Zwei Ärmel gingen recht flott von den Nadeln und der Scarfette mit den Ankern folgte zugleich. Das Zopfmuster war so eingängig, dass ich locker nebenbei stricken konnte. Den Vorderteil und die Blende hatte ich noch vor Urlaubsantritt fertiggestellt.

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Ich hatte total viel Garn und da kam mir die Idee mit dem Scarfette. Die Grundanleitung ist kostenlos via Ravelry erhältlich und die Anker habe ich dazu gefügt. Meine zwei uralten, schon sehr zerflederten Burda Musterhefte tun immer noch gute Dienste. Hier finde ich immer wieder tolle und passende Muster.

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Allerdings flog das Ding einmal quer durchs Hotelzimmer! Diese 4 Maschen auf dem Nadelspiel und dann noch zunehmen, brachten mich zum Wahnsinn!! Ich glaube, beim fünften Mal hat es dann geklappt. Und natürlich ist bei dem blauen Anker ein Fehler drin, aber wenn ich das geribbelt hätte, wäre ich wahrscheinlich darauf herum getrampelt (vor Zorn!) Sieht man aber eh kaum 😉

Jetzt braucht es noch eine Schiffsreise, damit ich den Pulli stilecht ausführen kann. Mal schauen, was der große Mann dazu sagt 😀 Eine kleine haben wir schon mal gemacht, hat uns auch gut gefallen. Ach, ich würde ja gleich wieder losdüsen, ins nächste Abenteuer!

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Das Pullovermodel ist aus der Verena Frühjahr 2006, gestrickt aus Lana Grossa Elastico. Ein Sommergarn, dass ich ganz gerne mag. Gibt es schon seit Ewigkeiten, schön dünn und sehr elastisch. Gut für Zöpfe und Ajourmuster geeignet.

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Die Anleitung war bis zu den Ärmel sehr gut, schöne betonte Abnahmen und hat alles gut gepasst. Die Ärmeln waren nix, zu flache Armkugel, sehr stufige Abnahmen und viel zu weit. Gefiel mir gar nicht. Also Ärmel komplett neu berechnet. Und die Armkugel hat perfekt gepasst. Hurra! Das ist immer das schwierigste 🙄

Meinen Schokocardi habe ich dann auch noch begonnen. Da muß ich mir immer Schokolade bereit legen. Die Farbe macht so Lust auf Schoki (nicht sehr figurförderlich….hoffentlich passe ich dann noch hinein!)

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Ich will keine Schokolade,

ich will lieber einen Mann!
Allerdings habe ich schon den besten Mann der Welt und ich will einen schokoladigen Cardigan. Ist das nicht eine leckere Farbe?

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Das Garn und der dazugehörige Teststrick von Schneckenstricks wunderschön romantischen Cardi „Heartease“ wird mein wolliger Reisebegleiter. Bald geht’s Richtung Frankreich und ohne mein Strickzeug bin ich nur ein halber Mensch. Und das will ich meiner Familie nun nicht wirklich zumuten :mrgreen:

Ob der rote Zopfpulli ebenfalls mit auf die Reise geht, steht noch nicht fest. Ein Rückenteil ist ja schon fertig. Unabsichtlich etwas modifiziert, da ich die seitlichen Rippen bei den Zunahmen falsch eingeteilt habe. Da ich aber keine 15cm auftrennen wollte, sind es jetzt 2 Maschen mehr. Stört nicht, wird beim Vorderteil genauso gemacht und dann gehört es einfach so! Aber ich hätte gern mein etwas verwundertes Gesicht gesehen, als plötzlich zwei Maschen zuwenig waren um die 2/2 Rippen richtig zu vervollständigen. Aber ich muß immer über solche Unsinnigkeiten lachen!

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Der Vorderteil bekommt einen tiefen V-Ausschnitt und dann eine breite, gestreifte Blende in rot/dunkelblau. Wird ein sehr maritimes und klassisches Oberteil. Anstatt der kurzen Ärmeln werde ich 3/4 lange arbeiten. Genug Garn habe ich und ich mag einfach Ärmel in dieser Länge.

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Da ich jetzt Urlaub mache, wird auch der Blog in die Pause geschickt. Urlaub heißt für mich auch Kopf frei bekommen und die Seele baumeln lassen. Nur auf meine Stricknadeln mag ich einfach nicht verzichten.
Fährt ihr strickfrei in den Urlaub oder sind Garn und Nadel auch für euch ein ständiger Begleiter?

Aber ich komme wieder, keine Frage!
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die WIP-Kiste wird immer leerer

Ich bin ganz brav, schlage nichts neues an und vollende Produkte meiner zeitweiligen Anschlagwut 🙄

So ist jetzt endlich Dessine-Moi Un Mouton fertig geworden. Gefehlt hat nur noch ein Ärmel und das Bündchen des anderen Ärmels wollte ich nochmals stricken. Die Ärmelweite finde ich jetzt seltsamerweise gerade richtig, was ja vorher nicht so war. Hat mir das ribbeln des halben Ärmels erspart 😉

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Mit dem Bündchen bin ich immer noch nicht ganz zufrieden. Schöner bekomme ich es nicht hin. Ist eine furchtbare Fudelei mit Spielstricknadeln. Anders geht es leider nicht. Aber wurscht…soll nichts schlimmeres passieren.

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Gestrickt aus Holst Garn Noble, 95% Geelong-Merino 5% Kaschmir, ein sehr interessantes Garn, da es noch Spinnöl enthält. Und das merkt man durchaus beim stricken. Ist aber nicht unangenehm.
Gewaschen habe ich den Pulli dann mit Geschirrspülmittel. Ja, echt! Des öfteren so gelesen und einfach ausprobiert. Das Garn wird super flauschig und blüht schön auf. Die Fettlöser des Spülis waschen das Öl heraus und das Gestrick wird unglaublich weich.

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Ich mag das Design so gerne, dass ich bereits einen zweiten geplant habe. Aus Drops Alpaka in weiß mit verschiedenen Rosa-Tönen. Wird dann enger und länger, in die Richtung Longpulli für enge Jeans.

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Ganz leer ist er noch nicht, der WIP-Korb. Ein roter Zopfpullover wartet noch auf seine Fertigstellung. Rückenteil habe ich schon, der Vorteil wächst gerade so vor sich hin.
Tolle Gefühl…..wenn da nicht diese drei Langzeit-UFO’s wären!
Aber die bekomme ich auch noch klein *roar*

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Neues für den Herbst

Eigentlich war ja dieser Pullover der Auslöser. Hat mich derart angefixt , dass ich diese Anleitung unbedingt haben mußte!

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Ist ein Teil des Heartwood Collection eBooks von Knit Picks. Diese in den USA beheimatete Garnfirma liefert ja leider nicht außerhalb von Amerika und Canada. Aber Anleitungen schon, oder??? Da mir auch dieser Pullover gut gefiel

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und ich die Modelle aus der Burnished Collection auch sehr gelungen finde, beschloss ich mir diese beiden eBooks zu gönnen. Nur etwas digitales zu erwerben, kann ja jetzt nicht so ein Problem sein. Dachte ich. Ist es aber! Nein, wir schicken dir auch kein digitales Buch an eine ausländische Adresse. Da muß es doch ein Schlupfloch geben, irgendein Hintertürchen, irgendwas! Herrgottnochmal! Ich will diesen Pullover stricken! Eine Anfrage ergab erstmal nichts. Keine Antwort.
Gut, noch mal alles lesen, um doch noch eine Lösung zu finden.
Aha, es müßte funktionieren, wenn ich eine Lieferadresse in den USA angebe, Rechnungsadresse ist meine eigene.
Falls jetzt meine Cousine etwas von Knit Picks geliefert bekommt, dann war’s ich! Ich brauchte allerdings 5 Anläufe, bis endlich das System die Postleitzahl von Boston akzeptierte. Kleines Drecksding…ähäm…
Bei Paypal muß man ebenfalls die Adresse ändern (muß ich wieder umstellen, sonst bekommt die Cousine wirklich die nächste Madelinetosh-Lieferung….aber sie strickt nicht…also wäre das gefahrlos hihi. Stellt euch vor, ihr bekommt ungefragt eine Lieferung von Madelinetosh? Behalten? Ich schweife ab….)
Und, oh Wunder, ich habe jetzt zwei neue E-Books! Also wer mal eine Anleitung bei Knit Picks kaufen möchte, macht es genauso (nur nicht mit der Adresse meiner Cousine 🙄 )

Ein paar Bilder von den schönen Modellen aus der Burnished Collection

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Was macht man nicht alles, um an eine Anleitung zu kommen. Bitte wo ist die nächste Anlaufstelle für die anonymen Stricksüchtigen?

Alle Anleitungen sind auch einzeln erhältlich, aber die Anschaffung des ganzes eBooks lohnt sich preislich auf jeden Fall 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Stricktipp der Woche: Tücher richtig spannen

So nun der versprochene Tutorial zum Spannen von Lacetüchern. Als ich vor zwei Jahren begonnen habe Tücher zu stricken, fand ich kaum nützliche Tips zu diesen wichtigen Teil des Tücher strickens. Ich denke, vielen von euch wird es ähnlich gehen. So möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und versuchen das wichtigste zusammen zu fassen.

Die letze Masche ist abgekettet und man hält voller Stolz sein Spitzentuch hoch, um es stolz zu bewundern. Nur es sieht noch nicht so aus, wie es eigentlich sollte.

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Eher verkrumpelt und das Muster ist kaum zu sehen. Da kann Abhilfe geschaffen werden 😀

Was brauche ich?

– Spannunterlage
– Stecknadeln
– Spanndrähte
– T-Pins

Als Unterlage eignen sich sehr gut Puzzelmatten. Die sind nicht teuer und lassen sich auch gut verstauen. Außerdem kann die Form verändert und dem Tuch angepasst werden. Alternativ kann auch ein Bett oder eine Matratzauflage als Unterlage dienen. Ist aber auf Dauer nicht sehr praktisch und wer gern Tücher strickt, sollte in eine gute Unterlage investieren.
Stecknadeln sind das wichtigste Zubehör, alternativ auch Spanndrähte und T-Pins. Besonders empfehlenswert bei geraden Kanten. Diese Anschaffung ist jetzt nicht unbedingt notwendig, aber kann doch ganz praktisch sein.
Bekommt man hier bei Country Creative oder einfach feste Drähte aus dem Baumarkt verwenden.

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Wie beginnt man?

Zuerst mal Fäden vernähen und nicht abschneiden. So sitzen die vernähten Fäden auch nach dem spannen fest und sicher. Danach können sie gekürzt werden. Sonst besteht die Gefahr des heraus rutschens.
Ich weiche die Tücher immer in handwarmen Wasser ein und drücke das überschüssige Wasser mittels eines Handtuches heraus. Am besten einrollen.

Dann kann es ans eingemachte gehen. Tuch erst mal hinlegen, die Form ist ja schon vorgegeben.

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Ich habe festgestellt, dass es am besten ist, wenn die Oberkante zuerst festgesteckt wird.

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Dann die Spitzen erstmal locker feststecken. Das Muster gibt vor wo die Stecknadeln plaziert werden. Hier sind es fünf Bögen die ausgespannt werden müssen. Oft sind es nur einzelnen Spitzen oder viele kleine Bögen.

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Dann geht’s erst richtig los! Es heißt jetzt nachspannen. Immer an den Spitzen nachspannen, die Oberkante bleibt unberührt. Solange bis das Muster richtig aufmacht. Ich spanne immer sehr aggressiv, bis sich das Tuch leicht vom Boden hebt. Das bringt die Schönheit erst richtig hervor und es hält auch später besser die Form. Manchmal muß ich die Unterlage fixieren, weil sich die Matten vom Untergrund heben! Ich lege dann Bücher auf die Ecken :mrgreen:
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Das kann schon eine Stunde dauern, also Zeit einplanen 😉
Es ist viel Arbeit, aber es lohnt sich um auch richtig Freude an seinen Tuch zu haben 🙂

Und dann ist, wie von Zauberhand, aus diesen Krumpellappen eine zartes und feines Tuch entstanden!

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Wie verwende ich Spanndrähte?

Die Drähte in den Kanten einfädeln und mittels der T-Pins fixieren. Die Spitzen können auch so gespannt werden. Einfach jede Spitze des Musters einfädeln und wieder fixieren. Ich mag das nicht so gerne, da ich mittels Stecknadeln bessere Ergebnisse erzielen kann. Wie schon gesagt, verwende ich die Drähte nur für gerade Kante, wie bei Dreieckstücher. Aber da hat jeder seine Vorlieben 🙂

Wer nicht genug Platz hat, die Matten aufzulegen, wird vielleicht mit einen Spannrahmen glücklicher. Der kann an die Wand angelehnt werden. Ich habe damit keinerlei Erfahrung und nützliche Informationen finden sich kaum. Auch eine Bastelanleitung habe ich bis jetzt vergeblich gesucht.Vielleicht weiß einer meiner Leser mehr?

Ich habe alles im Keller in der Gerümpelkammer Hobbyraum liegen, daher auch die etwas dunklen Fotos 😉 Da trampelt mir wenigstens keiner über die Tücher!

Sonderformen wie Stolen oder runde Tücher sind etwas anders zu spannen, aber davon ein anderes Mal 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Fleißig war ich

Und habe endlich das Tuch fertiggestellt! Über 800 Perlen haben ihren Tribut verlangt. Das Muster ist nicht schwer und kurzweilig zu arbeiten, aber die vielen Perlen waren sehr zeitaufwendig. Allerdings haben die endlos langen Reihen mit gefühlten 1000 Maschen und das Setzen der Rocailles auch etwas meditatives an sich. Fördert die Geduld 🙄

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Ozean Breeze von Boo Knits. Bei mir eher „An der schönen blauen Donau“, da hier weit und breit kein Meer in Sicht ist. Aber der Urlaub nähert sich schon in großen Schritten und wir können bald das Meer an der Côte d’azur genießen.

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Den Abschluß des Tuches habe ich abgeändert. Mir gefiel der etwas grobe und glatte Rand nicht besonders, da ich feine und filigrane Spitzenabschlüße einfach mehr mag. Einige habe es schon vorgemacht und ich habe mich inspirieren lassen. So wurden die letzen zwei Reihen einfach gekillt und stattdessen mit der Häkelnadel abgekettet. Die doppelten Umschläge habe ich einfach mit 5 Maschen umhäkelt. Und das Ergebnis ist wunderbar!

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Hat Spaß gemacht und der Lohn ist ein feines und leichtes Sommertuch, das sicher mit auf die Reise gehen wird.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Handmade muß perfekt sein?

„Selbstgestrickte Sachen brauchen nicht perfekt zu sein, es ist schließlich Handarbeit“ – stimmst Du dieser Aussage zu?

Zu der gestrigen Verstrickten Dienstagsfrage muß ich mal meinen Senf dazu geben 😉

Klare Antwort: Ja, dürfen sie!

Ich würde es sehr überheblich finden, von jedem totalen Perfektionismus bei Strickstücken zu verlangen. Wer bin ich? Die Strick- CIA? NSA mit Stricküberwachungs-Satelliten? Nein, ich bin auch nicht perfekt. Mache Fehler, manch Naht wird nicht ganz so sauber oder manchmal ist die Passform nicht so optimal. Ist nicht schlimm, den wenn das Gesamtpaket stimmt und der Pulli oder das Tuch gerne getragen wird und man Freude daran hat, dann ist es auch richtig.
Man sollte sich das Leben nicht unnötig schwer machen und grundsätzlich mit einer optimistischen Haltung durchs Leben gehen.

Jetzt kommt allerdings ein kleines ABER.
Wie bei allen Tätigkeiten und Hobbies, sollte sich jeder weiterentwickeln. Anfänger werden nicht den perfekten Pullover stricken. Er wird vielleicht unregelmäßig oder die Ärmeln sind zu kurz oder die Nähte sind schief, aber kein Meister ist vom Himmel gefallen. Jeder kann sich weiterbilden, seine Fertigkeiten verbessern und von Strickstück zu Strickstück wird es besser, sauberer in der Verarbeitung und das Strickbild wird regelmäßiger.
Sollte das nicht gelingen, dann ist es vielleicht das falsche Hobby? Aber wer bin ich, das zu mißbilligen. Wenn es Spaß macht und man selbst damit zufrieden ist, dann ist es auch richtig. Es wird niemanden geschadet, ermordet oder gefoltert.
Leider gibt es viel zu viel Besserwisser im Netz, die alles und jeden kritisieren und selbst ach so perfekt sind, immer unter der schönen Schützhülle der Anonymität. Und es wird ja nicht direkt kritisiert sondern immer unterschwellig. In Foren, in Blogs oder in Form von Kommentaren. Schöne neue Welt. Ich will mich davon distanzieren. Weil ich die Freude der Menschen sehe, wenn sie was geschaffen haben und nicht ihre Fehler kritisieren möchte. Und wenn ich mal was erwähnen sollte, zu den einen oder anderen Fehlerchen, dann meist mit einen Augenzwinkern und dem Gedanken „Ist trotzdem schön!“
Nicht das ihr jetzt denkt, ich lobe alles und jeden über den grünen Klee, nein, meine doch eher raren Kommentare sind immer sehr ehrlich. Wenn ich was schön finde, ist mir perfekt herzlich wurscht. Ich muß es mögen und ich will die Freude, den Stolz und die Hingabe dahinter sehen. Dann ist es für mich perfekt.

Und ja, eine perfekt gearbeitete Jacke oder ein fehlerfreies Lacetuch ist schön anzusehen und manch Schlamperei hätte leicht ausgebessert werden können, aber sind wir mal ehrlich. Wir sind alle nicht perfekte Menschen und alle sehr verschieden und das ist gut so!

Also seit kritisch mit euch selbst, aber bitte versucht nicht immer die Banana gerade zu biegen und lasst andere Menschen so wie sie sind, mit all ihren Fehlern und krummen Banananen 😀

Gehabt euch wohl
Eure „nicht pefekte“ Bettina

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Perfekt!

Länge passt, Größe passt, Ausschnitt passt und der Pullover steht ihr! Meiner Mama, die mich mit den Worten „Genauso wollte ich ihn haben“ beglückte, gefällt ihr neuster Zugang im Kleiderschrank. Das lässt ein Strickerherz höher schlagen 🙂

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Für andere zu stricken ist schwierig. Es ist ja schon für einen selbst oft eine große Hürde, die richtigen Maße zu finden. Die richtige Länge, die richtige Weite, die passende Höhe für den Ausschnitt und dann immer diese Frage „Wird er mir auch stehen?“ Das ganze verdreifacht sich bei Stricken für eine andere Person. Für meine Mutter habe ich schon einiges gestrickt und daher war es leichter.

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Aber wie ich das Teilchen fertig hatte, war mein erster Gedanke „Das ist zuuuuuu lang! Großer Schitischit!“ Um es mal nett auszudrücken. Aber die Länge ist der Dame gerade recht. Glück gehabt! 100% kalkulieren kann niemand bei Handstrick, denk ich mal :mrgreen:

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Wie ja schon erwähnt, war die Anleitung gruselig, ich habe viel nach meinen eigenen Berechnungen und nach Bild gearbeitet. Die Blenden sind quer angestrickt.

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Ach, liebe Anneli! Das ich die Blenden für die Ärmeln gleich mitstricken könnte, darauf bin ich ja gar nicht gekommen! Zwei Strickgehirne sind besser als eins 😀
In meinen Kopf hat sich der andere Gedanke einfach festgesetzt. Und da ich kraus rechts immer mit viel dünneren Nadeln stricken muß, war die angestrickte Blende eine gute Lösung für mich. Auch die Ausschnittblende wurde so gearbeitet.

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Aber egal wie, Hauptsache die Mama ist happy. Habe ich schon einmal erwähnt, dass meine Mutter noch diesen Monat 82 wird? Ja? Ich kann’s nicht oft genug erwähnen. Sie sieht immer noch so toll aus!

Das Modell ist Marilyn Magayar aus dem Buch Knit Vintage.
Gestrickt aus Schmeichel Silky Bamboo (50% Seide/50% Bambus) von Schmeichelgarne. Ein wunderbares Sommergarn, sehr ergiebig und ich werde es sicher wieder verwenden. Der Pullover wiegt gerade mal 185 Gramm. Ideal für luftige Sommerbekleidung oder Tücher.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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