Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Frühlingsbote

Endlich ist die Anleitung des Heartsease Cardigans von Schneckenstrick online.

image

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, habe ich für Nadja die Jacke zur Probe gestrickt. Nadja hatte allerdings aus beruflichen Gründen wenig Zeit und ein Umzug kam noch dazu, so hat sich die Veröffentlichung etwas verzögert.
Aber wäre das nicht ein schönes, erstes Frühlingsprojekt? Ich hatte die Jacke selbst noch nicht an. Sie ist Ende September fertig geworden und dann war es schon zu frisch für tiefen Ausschnitt und 3/4 Ärmel. Aber ich freue mich schon auf die ersten warmen Sonnenstrahlen, um das schöne Stück auch mal ausführen zu können.

Die Anleitung ist auf englisch, sehr klar und verständlich geschrieben. Erwerben könnt ihr sie käuflich via Ravelry.
Ihr müßt das allerdings über Loveknitting abwickeln. Ist aber kein Problem. Bei Loveknitting einen Account erstellen, bezahlt werden kann per Paypal und die Anleitung landet zuverlässig in eurer Ravelry-Bibliothek.
Habe es schon ausprobiert, der Kauf dauert ein wenig länger und die Anleitungen sind etwas teurer geworden, sonst kein Ding. Aber was soll man machen, die EU hat da wieder mal ein Ei gelegt. Was gut ist um den Online-Riesen die Flucht ins Steuerparadies zu vereiteln, trifft wieder mal die Kleinen. Schau ma mal, was letzt endlich draus wird….

Modellinfos:
Anleitung: Heartsease Cardigan
Verwendetes Garn: Northbound Knitting Superwash Merino Fingering(100% Merino 366m/100g) in der Farbe Chocolatier.
Nadelstärke: 3,5 mm
Verbrauch: 1060m für Gr. 36inch (91cm Brustumfang)
Modifikationen: breiteres Bündchen und Perlen an Kragen und Bündchen.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

Advertisements
1 Kommentar »

Und eine Mütze für die Mama!

Da ich schon mal so im Mützen-Strick-Modus war, habe ich gleich das Wunschhauberl für die Mama angeschlagen.

image

Genauso eine Mütze habe ich ihr schon mal geschenkt. Aus Nerzgarn und in einen dunklen Beige. Mama schläft anscheinend mit dieser Kopfbedeckung, den ich sehe sie die Mütze sehr oft tragen. Und damit sie nicht immer mit beigen Kopf herum rennen muß, bekommt sie eine in wollweiß aus kuscheligen Baby-Alpaca.

image

Das Bündchenmuster habe ich mir von dem Modified Mobcap aus einer Jane Austen Knits geborgt. Das mag ich total gerne, sieht aus wie gewebt, ist aber eine einfaches Hebemaschenmuster. Ist sehr formstabil und fest und deswegen gut für Hauben geeignet. Ich kann es mir aber auch gut als Bündchen bei einen Pulli oder Cowl vorstellen.
Wie man das Muster auch flach stricken kann, muß ich noch herausfinden. Vielleicht für einen passenden Schal zur Haube.

Anleitung für Hebemaschenmuster:

Runde 1: *1M re, 1M wie zum rechts stricken abheben mit Faden hinter der Arbeit, von * bis zum Ende wiederholen

Runde 2: *1M re, 1M wie zum links stricken abheben mit Faden hinter der Arbeit, von * bis Ende wiederholen

Runde 3 u 4: rechte Maschen

Runde 5: *1M wie zum links str. abheben/ Faden hinten, 1M re, von * bis Ende

Runde 6: *1M wie zum rechts str. abheben/Faden hinten, 1M re, von * bis Ende wiederholen

Runde 7 u 8: rechte Maschen

Diese 8 Reihen wiederholen bis die gewünschte Höhe erreicht wurde.
Gestrickt wurde die Haube mit Lana Grossa Alta Moda Alpaca und 4,5mm Nadeln. Das Garn mag ich wirklich gerne und kann ich nur empfehlen. Sehr weich und verstrickt sich äußerst angenehm.

image

Wie man sieht, ist meine Mutter sehr glücklich mit ihren neuen Hut. Oder es sind die Nachwirkungen des Lachanfalls, die das Shooting etwas erschwert haben! 🙄

Viel Spaß mit dem Muster 🙂
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

5 Kommentare »

Eine Mütze für den Mann

Hätte ich doch fast den Geburtstag meines lieben Ehegesponns vergessen. Schande über mich! Aber nach…wie viele Jahre sind wir jetzt eigentlich verheiratet? Auch wurscht. Nach Jaaaahren kann man das schon mal vergessen.

Mal schnell in den Stash abgetaucht, nach ein paar fliegenden Kisten und Wollknäuel und einmal Kind und Katze anfauchen (die stören garantiert bei der Suche!) habe ich ein Mützchen angeschlagen.
Nicht ganz uneigennützig. Den mein lieber Mann liebt seine handgestrickten Hauben. Zwar ein Kompliment an mich, aber ich habe den Verdacht, dass er sie vor mir versteckt. Um den Gang der Kopfbedeckungen zur Waschmaschine zu vermeiden. Den sind sie mal in der Schmutzwäsche, kann er sie nicht mehr aufsetzen und je mehr von diesen Dingern da sind, umso größer ist die Chance einen der kleinen Stinkern ein Bad zu verpassen.
Aber letztens habe ich ihm eine vom Kopf gerissen, unter Protest des Mützenträgers (das Gerücht, dass manchmal eine Mütze aus der Schmutzwäsche den Weg auf einen Kopf findet, ist allerdings nicht bestätigt….) aber was sein muß, muß nun mal sein! So!
Irgendwann stricke ich ihm eine OP-Haube 🙄 Ob das wohl zulässig ist??

Gut, genug der Geschichten. Hier nun die zukünftige Kopfbedeckung meines Gattens.

image
image

Das Muster habe ich mir von dieser Haube geklaut, verwendet wurde von Lana Grossa die Qualität Merino Air. Ein sehr weiches Dochtgarn, dass mich nicht so ganz überzeugt. Strickt sich nicht sehr flüssig (vor allem für Betonstricker) und die Wolle wird pillen wie die Hölle. Hat ja schon beim stricken damit angefangen. Mein Mann wird wohl in kürzester Zeit aussehen, wie frisch aus der Mülltonne 👿 Aber sie ist dafür kuschelig weich!

image

Er hat übrigens auch eine Espressomaschine (einer dieser Vollautomaten) geschenkt bekommen, nachdem ihm die George Glooney-Kapselmaschine fast um die Ohren geflogen ist und ich sowieso finde, dass Kapseln echt ins Geld gehen, war es eindeutig notwendig für meinen Kaffee liebenden Schatz. (Von der Schuldzuweisung des übermäßigen Kaffeegenusses und anschließenden Schlafmangels möchte ich mich hier aber eindeutig distanzieren….)

Jetzt kann er mit Hut am Kopf friedlich seinen Kaffee schlürfen und ich habe schon mal die Waschmaschine angeworfen. Für die anderen Mützchen….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

3 Kommentare »

Ribbelmania

Die letze Naht ist geschlossen, Knöpfe sind angenäht und das gute Stück muß nur noch gewaschen und ein bisschen gespannt werden. Stunden saß man strickend da und freute sich auf das erste Ausführen.

Allerdings sehe ich in der Jacke oder Pullover mehr breit als hoch aus, der Busen zu üppig, die Hüften zu breit und der eine Knopf spannt verdächtig. Es könnte etwas länger sein oder die Schultern schmäler. Egal welches Shirt oder welche Bluse darunter getragen, egal welche Hose oder Rock, es ändert nichts an dem grauenhaften Ergebnis! Das Teil ist mißlungen! Passt nicht, steht mir nicht und ich werde es vermutlich nie tragen!
Kennt ihr sowas? Vermutlich schon 🙄

Klar habe ich das unfertige Strickstück anprobiert, mich mehr oder weniger kritisch im Spiegel betrachtet. Aber oft fehlt der wirklich, also der so wirklich, echte kritische Blick und unfertig sieht ja oft komisch aus. Selbst mit sehr viel Erfahrung, kann ich nicht immer 100% voraussagen, ob ich mich in den Teil auch wohlfühlen werde. Bei komplizierten und ungewöhnlichen Konstruktionen ist die optimale Passform oft eine unlösbare Angelegenheit und dann geht das ganze Experiment in die Hose.

Da hilft dann alles nichts, es muß geribbelt werden! Das Grauen jeder Strickerin. Bei mir muß das misslungene Unding immer etwas abliegen, bevor es das zeitliche segnet. Gleich nach der Fertigstellung bringe ich das Vernichten nicht übers Herz. Auch wenn ich darin aussehe wie Quasimodo, es ist doch mein Baby in das ich viele Arbeitsstunden gesteckt habe.

image

Das waren einmal ein gestreiftes Kleid. Aus einer Rebecca. Liegend sah es toll aus, keine Frage. Mit ungewöhnlichen quer laufenden breiten Streifen. Pfuh, ich sah darin aus wie eine italienische Matrone mit unglaublich breiten Hüften! Oder wie der Hintern meines (durchtrainierten) Pferdes. Was bei einem Dressurpferd wünschenswert ist, will ich an mir nicht sehen. Einfach grässlich! Als hätte ich zuviel Pasta gefuttert (oder anstrengende versammelnde Dressur- Lektionen absolviert. Ohne Pferd) Und ich bin ohnehin nicht der knabenhafte Typ von Frau. Ein Jahr lag es im Schrank, jetzt ist es Geschichte und ein lässiger Streifenpulli kommt sicher auch gut :mrgreen:

image

Es war einmal ein Pulli mit Polokragen und schlichten Muster aus einem sehr schöner Baumwoll/Seidenmischung in einem leckeren Karamell-Ton. Der ist auch längst nur mehr ein flüchtiger Gedanke. Da habe ich bei der Passform derart geschlampt, zu kurz, zu weit, Ärmel saßen schlecht. Da half alles zerren und zurecht rücken nichts. Weg damit! Hat allerdings auch ein gutes Jahr gedauert, bis der Pulli zu Grabe getragen wurde.

image

Hier nun das aktuelle Ribbelprojekt. Feinster Kaschmir im Gewand einer für mich unvorteilhaften Jacke, wieder zu kurz und zu gerade geschnitten. Ich sah damit mehr breit als hoch aus. Der klägliche Rest wird auch noch aufgetrennt und zur Haube und Cowl verarbeitet. Für eine ordentlich lange und weite Outdoorjacke ist es zu wenig Garn und für ein kleines Jäckchen mit 3/4 Ärmel ist die Wolle zu dick.
Das ist mein allererstes Kaschmirgarn, dass ich mir geleistet habe. Da ich meine gekauften Kaschmirpullover liebend gerne trage, mußte es auch mal was handgestricktes sein. Nun, das ist wohl etwas daneben gegangen 🙄
Die Jacke hatte ich nie, aber auch wirklich nie an! Ein sehr teure Schrankleiche. Ein Wunder, dass die Motten nie zum Festmahl aufgerufen haben.

Um mal auf Holz zu klopfen, allzu oft passieren mir solche Maleure nicht. Manchmal arrangiere ich mich mit zu viel Weite oder zu wenig Länge. Ist es halt ein Kuschel-auf dem Sofa-total bequem Pulli. Oder ein langes Shirt darunter kaschiert schon mal die fehlende Länge. Fehlende Länge ist wohl ein Generalproblem von mir. Wohl zu faul um noch 5-10 cm dranzuhängen. Aber wenn ich schon alle 5min nachmesse…. Aber solange ich mich darin leiden kann und mich wohlfühle, ist alles gut. Bin ja auch nicht perfekt. Aber manchmal ist das Ribbelmonster einfach nicht aufzuhalten und kommt auf leisen, bösen Füssen um uns zu erschrecken.

Und ribbelt ihr oft? Bekommt ihr die Passform immer hin oder gibt es bei euch auch Teile, wo ihr nach einen Blick in den Spiegel am liebsten schreiend davon rennen möchtet?

Leider habe ich ja letztes Jahr eine Jacke produziert, worin ich aussehe wie mit 500 kg mehr auf den Rippen. Ich will eigentlich gar nicht drüber reden (Stricktrauma!), sie ist ja so schön und die Wolle ein Traum. Ich könnte allerdings den Spiegel vernichten wenn ich mich darin betrachte. Ich bin in Stricktrauer und irgendwann, ja irgendwann…..wird sie auch geribbelt!!!!!!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

7 Kommentare »

Plucky Knitter – Ich doch nicht!

Handfärber sind in den letzen Jahren wie Schwammerl aus den Boden geschossen. Der unglaublich Strickhype hat es möglich gemacht. Ravelry und Strickblogs haben ihr Übriges dazu beigetragen. Ein Großteil der gezeigten Projekte ist mit handgefärbten Garn gestrickt. Und ich zähle mich ebenfalls zu den Liebhabern dieser Schönheiten und das macht mich sehr anfällig für diverse Wollkaufräusche. Könnte ja nächsten Tag nicht mehr da sein…..

Wer kennt nicht Madelinetosh oder Wollmeise. Die beliebten und begehrten Stränge, die ein Strickstück noch ein klein wenig mehr aufwerten. Obwohl das Ergattern einer dieser Goldbarren schon wesentlich leichter geworden ist, ist es doch immer noch einer Herausforderung, die heiß ersehnte, so sehr gewünschte Färbung zu bekommen. Es wird dewegen getauscht, bei jeden Update gelauert, vorbestellt oder das Besuchens des Meisenmarktes bei Ravelry ist zur täglichen Routine geworden. Die virtuellen Regale bei Wollmeise sind jetzt nicht immer leer und mit etwas Geduld kommt auch mal die absolute Wunschfarbe. Bei mir war es Fliederbusch, ein Lila zu verlieben….

image

Bei Madelinetosh gibt es bereits bei vielen deutsche Anbietern, Wunschfarben können vorbestellt werden und der Madelinetosh-Shop ist auch immer ganz gut gefüllt. Hier gibt es traumhafte Qualitäten, die nicht über Retailer zu bekommen sind. Wer das Bestellen in den USA nicht scheut, der sollte es unbedingt mal ausprobieren. Es lohnt sich. Einiges in meinen Stash ist bereits direkt zu mir über den Atlantik geflogen.

image
Hier zu sehen sind 80/10/10 Worsted, 80/10/10 Fingering und Sport.

Wer auch mal andere Färbekünstler kennen lernen möchte, der schaue doch mal bei The Uncommon Thread, Colour Adventures oder Mellifera vorbei. Alles schon ausprobiert und nicht enttäuscht worden.
Besonders Mellifera bietet wunderschöne Färbungen an, der Shop ist immer gut gefüllt und es können Wunschfarben geordert werden.

image

Schöne Farben, nicht? (Da habe ich mal für Tücher und Socken zugeschlagen ^^)

Wer es nicht so kompliziert mag und lieber in heimischen Gefilden fischt, der kauft bei Zauberwiese, Dornröschenwolle und Dibadu ein. Sie bieten tolle Qualitäten, teilweise moderate Preise und ebenfalls gut gefüllte Läden direkt in Deutschland. Fürs entspannte und nicht Frust fördernde Einkaufen.

Aber eigentlich sollte das ja nicht das Hauptthema dieses Artikels sein. Da gehen mit mir schon wieder die wilden Pferde durch. Wenn’s um handgefärbtes geht, bin ich nicht zu bremsen 🙄
Nun, es gibt da diese Plucky Knitter. Extrem heiß begehrt und löste innerhalb Ravelry einen unglaublichen Hype aus. Jeder will sie, nicht jeder bekommt sie. Es gibt nur sporadische Updates (nicht wie bei Wollmeise, die immer pünktlich am Freitag Wolle in den Shop stellt), alles läuft über den Plucky-Blog (wozu die einen Shop auf der Webseite  UND einen bei Etsy haben, weiß ich jetzt auch noch immer nicht.) Kein normales Bestellen, schmökern oder gustieren. Und deswegen will sie auch jeder, diese Garne, die auch nur profan gefärbt wurden und nicht aus puren Gold gesponnen wurden.

Nein, nicht mit mir. Trotzden habe die Newsletter von Plucky Knitter abonniert, es könnte ja sein das….neeeeeiiiin!
Immer lese ich diese Emails, die wieder ein Update bewerben und denke „Aha, schön kompliziert machen, damit es noch begehrter wird“ Was bekomme ich jetzt nun eigentlich bei diesen Update? Wunschfärbung? Fertig gefärbt? Oder doch nur Garn zu einer bestimmten Anleitung. Wollpakete nennt man das bei uns nicht so ganz schmeichelhaft. Und wo findet das jetzt statt? Im Shop oder auf Etsy oder doch der Blog? Viel Geschwurbel und nix dahinter.

Eigentlich ja ziemlich genial! Das Konzept ist hier werbetechnisch recht gut durchdacht. Aber doch etwas ärgerlich, weil ich mich nicht so gerne gängeln lasse.

Aber es kam so, wie es kommen musste 🙄 Die Neugier und die zufällige Erkenntnis, dass in 5min ein Update im Blog stattfindet, ließ mich diese Seite aufrufen. In der Annahme, dass ich wahrscheinlich gar nix ergattern werde. Aber ich kann es mir ja mal anschauen, sehen wie das so läuft.
Nach mehrmaligen Erneuern der Seite, erschienen dann auch die verfügbaren Farben und ich konnte mir eine Qualität aussuchen.
Es sind dann 4 Stränge Bello (55% Merino 45%Kaschmir) mit einer Lauflänge von 380 Yards in Brulee (ein schöner Zimtton) geworden.
Nach 20 min war der Spuk vorbei und es gab nichts mehr zu kaufen.

Das ist mir jetzt einfach so passiert! Ehrlich! Ich wollt ja gar nicht! Jetzt bin aber trotzdem auf das Päckchen aus Amerika ganz gespannt….

Wer es probieren will, der sollte sich bei der Newsletter anmelden. Um ja nix zu verpassen. Und dann zum angegebenen Termin 6 Stunden dazurechnen. Also wenn das Update um 9am stattfindet, ist es bei uns 15.00. Das bitte nicht vergessen.
Bezahlt werden kann nur per Paypal, man wird direkt zu deren Seite  weitergeleitet, erspart sich also anmelden oder Adressfelder ausfüllen. De Versandkosten sind sehr moderat! War sehr erstaunt, da bin ich anderes gewöhnt.

Mal sehen, wie mir das Garn gefällt. Vielleicht lasse ich mich nochmals auf Plucky Knitter ein. War eigentlich doch recht einfach und stressfrei, manches gefällt mir immer noch nicht, aber einiges ist doch ganz nett.
Den irrsinnigen Hype verstehe ich allerdings immer noch nicht.
War aber vor noch nicht allzulanger Zeit bei Wollmeise und Madelinetosh ähnlich (dämlich)

ABER:
Wer handgefärbtes mag, der muß sich nicht unbedingt diesen Hypes unterwerfen. Auch andere Färber haben schöne Garne. Ich habe alle die hier angeführten Farbkünstler ausprobiert und kann sie wärmstens empfehlen.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

10 Kommentare »

Fair Isle Collection

Da ich momentan ja total auf den Fair Isle-Trip bin, sind mir die neusten Modelle von Knit Picks natürlich sofort ins Auge gestochen.

Wie wär’s mit Mesmeric Cardigan (mein absoluter Favorit der Kollektion)

image

oder doch den Mull of the Kintyre Cardigan

image

Wer noch nicht so fix und erfahren mit Norwegermuster ist oder es lieber etwas dezenter haben möchte, der verliebt sich vielleicht in den Beatitute Cardigan

image

Oder eher etwas Warmes für die Ohren und den Hals? Fair Isle Earflap Hat and Cowl

image

Alle Anleitungen sind einzeln oder als eBook erhältlich. Allerdings nur über die Knit Picks Webseite. Bitte bei der Lieferadresse eine amerikanische Adresse eingeben. Knit Picks hat mir nach einer Anfrage vorgeschlagen, diese hier zu nehmen:

Address: PO Box 100
City: Portland
State: Oregon
Postal Code: 97207
Phone: 360-260-8900

Sonst funktioniert der Kauf nicht. (Ich habe die Adresse einer Botschaft eingegeben *lach*) Aber die schönen Modelle lohnen allemal den kleinen Mehraufwand 🙂

Ich habe mir das ebook schon mal zugelegt, schon mal zum schmökern und seufzen und im Gedanken Wolle zusammenzustellen, Farbenkombis aussuchen etc. etc….den nicht nur das stricken macht Freude, sondern auch das planen und träumen.

Mein nächstes Fair Isle- Projekt wird auf jeden Fall ein Pullover mit vielen Norwegersternen. Wolle liegt schon bereit….aber zuerst müssen noch einige WIPs die Nadeln entgültig verlassen. Ihr kennt das ja….( da war doch noch eine angefangenen Jacke mit Norwegerpasse…die da vor mir im Körbchen liegt…die sollte noch vorher fertig werden 😉 )

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

Das Copyright der obig gezeigten Bilder liegt bei Knit Picks.

4 Kommentare »

Fortschritte

Der Kuschelrolli besitzt schon zwei Ärmeln und einen Kragen 🙂 Jetzt heißt es noch gute 30 cm nadeln *ufffffff*, bevor die Bündchen (mit Schlitz) an die Reihe kommen.

image

Der Pullover besitzt sehr viel Mehrweite und überschnittene Schultern, bekommt allerdings eine leichte Taillierung. Was ich bei weiten Modellen gar nicht so blöd finde. So sitzt er garantiert besser und läßt einem nicht wie „quadratisch, praktisch, gut“ aussehen :mrgreen: Die Ärmeln sind sehr eng, im Kontrast zum weiten Körper und entspricht so der gängigen Mode.
Wann ist Das eigentlich passiert? Vor kurzem hatte alles „negative ease“, war figurbetont und eher kurz. So schnell kann’s gehen und die Mode hat schon wieder ein anderes Gesicht….

image

So, jetzt könnt ihr euch schon sicher besser vorstellen, wie die Kapuzenjacke einmal aussehen wird. Dieser komische „Cowl“ mit Norwegermuster sah ja so gar nicht nach Kapuze, geschweige den nach Jacke aus 🙄

Eine kleine Fair Isle Bordüre kommt noch, der Rest wird beige und glatt rechts. Die Ärmel werden ebenfalls mit schmalen Bordüren geschmückt. Ein schöner Kontrast zwischen schlicht und üppigen Mustern.

(Es sind übrigens zwei Musterfehler bei der Kapuze….nicht schlimm, ist mir auch wurscht und ich sehe ja grundsätzlich sowas immer erst 20 cm zu spät! Und wer findet den Fehler????)

Und bald komme ich mit der Schere *schnippschnapp* und ihr bekommt den zweiten Teil von „Tips und Tricks rund um Steeks“
(Habt ihr auch brav geübt????)

Dann wünsche ich euch ein schönes Wochende und viel Strickzeit!
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

2 Kommentare »

Wie ich schlafwandelnd Pullover in den Schrank stopfe

Schlafe ich eigentlich oder stricke ich vielleicht alles im schlafwandlerischen Zustand? Oder mache ich den ganzen Tag nichts anderes als stricken? Und wie viele Kästen kann ich mit Jacken und Pullovern füllen. Mußte ich schon anbauen? Den Garten überdachen oder eine Garage mieten?

Nein, ich schlafe nicht! Mein Geheimnis? Ich bin ein kybernetischer Organismus, der keinen Schlaf braucht und nur einmal am Tag aufgeladen werden muß.  So jetzt ist es raus. Ich bin nicht menschlich. Sondern ein Android!

Daher bin ich mehr als Multitasking fähig und neben ganzen Tag Nadel schwingen, gehe ich ins Büro, versorge die Kinder, koche, fahre in den Stall und täglich ein Buch zu lesen ist kein Ding. Ich bin eine Art Superwoman (im Android-Kostüm)

Noch Fragen? Unklarheiten? Glaubt ihr mir nicht? Echt nicht? Na geh! Wäre doch sehr praktisch….

Ich stricke eigentlich gar nicht so viel, ein paar Stunden abends vor dem Fernseher. Und das auch nicht jeden Tag. Und manchmal sind es nur ein paar Reihen. Ich brauche allerdings nicht sonderlich viel Schlaf und dann kann es schon passieren, dass ich in einen Zuge eines Schnellstrickanfalls in einer halben Nacht einen Ärmel stricke (letztens so passiert) Allerdings habe ich dann Tage, wo ich 10-12 Stunden durchschlafe 🙄 Kommt allerdings selten vor….

Wie viel ich in meinen Leben gestrickt habe, weiß ich nicht. Keinen blassen Schimmer! Seit 2012 sind es 55 Pullover, Jacken und Tops gewesen.
Dank akribischer Aufzeichnungen bei Ravlery, kann ich diese Zahl genau bestimmen. Vorher waren es weniger. Vielleicht fünf bis zehn Oberteile im Jahr. Und das über 28 Jahre hinweg. Da sieht man wieder, was Ravlery und bloggen mit einem anstellen kann. Zur Süchtigen wird man da. Ich gründe jetzt eine Selbsthilfegruppe!So!

image

Es gab Zeiten, wo ich viel gestrickt habe, Zeiten wo ich gar nicht gestrickt habe und Zeiten der Baby- und Kleinkinderkleidung oder wo ich sehr viel für Familie und Freunde gestrickt habe.
Viele meiner (verschenkten) Projekte habe ich vergessen, vieles, für mich gestricktes, liegt immer noch im Kellerschrank. Einiges taucht wieder auf. Manches ist verloren (wie diese süße selbst kreierte Babyjacke mit den Elefanten, die rund ums Jäckchen samt Kapuze liefen *seufz*) oder wurde gnadenlos geribbelt.

Anbauen mußte ich noch nicht, manchmal wird gestopft und gedrückt und eine Menge Jacken liegen bei der Mama im Schrank. Sie trägt die Sachen sooooo gerne und ich kann meinen Wahnsinn in Form von Jacken und Pullovern nie im Leben austragen.
Aber es macht halt Spaß und wenn’s in den nächsten 3 Jahren wieder 55 Teile werden, ist es auch wurscht 😉

Und ich gehe mich jetzt mal aufladen. Wo ist die nächste Steckdose….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

7 Kommentare »

Dinge die die Welt nicht braucht

Oder doch? Als Spaßgeschenk für den nächsten Geburtstag vielleicht?
Die Rede ist von einen Penis Cosy. Ja, richtig gelesen. Ein wärmendes gestricktes Überziehli fürs beste Stück des Mannes. Gahahahahaha

Ich habe mal meinen Liebsten gefragt, ob er so was haben möchte. Vielleicht wenn’s kalt ist? Damit da unten nix abfriert? Oder zur Erweiterung des erotischen Horizonts?
Mein Mann hat sich gebogen vor lachen…..na warte! Zu nächsten B-Day gibt es so ein Überziehli in Barbie-Rosa mit kleinen Schleifchen und Perlen besetzten Spitzenabschluß. Damit es auch so richtig maskulin wirkt. Muhahahaha

Wer nun Lust hat, ein Ding aus einer anderen Welt zu stricken, der folge bitte diesen Weg direkt zur PDF-Datei und auf Ravelry gibt es doch tatsächlich ein paar solcher Teilchen zu bestaunen (ohne Model….macht euch keine Hoffungen :mrgreen: )

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

5 Kommentare »

Tips und Tricks rund um Steeks Teil 1

Wie ja schon versprochen, möchte ich euch einiges über das steeken erzählen. Und keine Angst davor! Ist einfacher, als es aussieht 😀

Zuerstmal “ Was ist ein Steek?“.
Eine praktische Lösung, um auch bei Jacken in Runden stricken zu können. Den Jaquardmuster geht nun mal flüssiger von den Nadeln, wenn nur rechte Maschen abzustricken sind.
Dafür werden zusätzliche Maschen angeschlagen, die dann in der Mitte aufgeschnitten werden. Schneiden? Mit Schere? Bei Gestrickten? Nicht in Panik verfallen, die Maschen werden vorher gesichert.
Am besten immer eine ungerade Zahl zusätzliche Maschen anschlagen. Ich finde 5, 7 oder 9 Maschen ganz ideal. Je nach Garnstärke.
Hier sind es 7 Maschen.

image

Über den Steek IMMER mit beiden Farben arbeiten. Je eine Masche Farbe A und eine Masche Farbe B. Man kann dies (wie im Beispiel) in Streifen oder alternativ in Schachbrettmuster machen.
Rundenbeginn ist immer nach dem Steek. Hier finden dann auch die Farbwechsel statt.
Die Fäden können dann ganz elegant unter dem Steek verschwinden.
Ich verwebe die Fäden immer über 2-3 Maschen, da die neu angesetzten Fäden dann etwas fixiert sind. Aber muß nicht unbedingt sein. Würde es aber trotzdem empfehlen.

Nur zur Frage „Wie verwebe ich Fäden?“

Sehr gut funktioniert das einweben, wenn man beide Fäden über den Zeigefinder gewickelt hat. So stricke ich eigentlich immer Jaquardmuster, geht flott und die Fadenspannung ist immer die gleiche (mit etwas Übung 🙄 )

image

Will man nun den hinteren Faden abstricken und den vorderen verweben, dann mit der Nadelspitze den hinteren Faden UNTER dem vorderen Fäden durchholen und abstricken.

image

Die nächste Masche normal abstricken, dann wieder den Fasen durchholen. So weiter verfahren bis die gewünschte Länge des verwebten Fäden erreicht ist.

Will man allerdings den vorderen Faden abstricken und den hinteren verweben, dann geht man genau umgekehrt vor.

image

Man geht mit der Nadelspitze ÜBER den hinteren Faden und holt den vorderen UNTER dem hinteren durch.

image

Das ist etwas fiddelig, ich nehme hier immer den Daumen der linken Hand zur Hilfe und schiebe den Faden nach hinten….ist das jetzt irgendwie klar?
Die nächste Masche wieder normal abstricken und so fort bis wieder genug Faden verwebt ist.
Ist eine super Methode bei stricken in Runden und häufigen Farbwechsel (Streifen oder Fair Isle) das Fäden vernähen zu vermeiden. Und natürlich um zu lange Spannfäden an der Rückseite zu minimieren. Ich verwebe immer ab fünf Maschen.

Als ich angefangen habe, mich mit Steeks zu beschäftigen, hatte ich zwei Probleme. Wie fixiere ich die Maschen ohne zu nähen und wie nehme ich problemlos Maschen für Blenden auf ohne die Krise zu bekommen. Macht man nämlich den Steek nur mit rechte Maschen, sieht man nach dem schneiden kaum die Kanten. Es wird empfohlen, die Linie mit einen dünnen Faden zu markieren. Och ne! Das ist ja mühsam! Will ich nicht! Mag ich nicht und ich mach sicher nie nen Steek!
Lösung des Problems:

image

Die erste und letze Masche des Steeks immer links abstricken. Und dann ist das Maschen aufnehmen ein Kinderspiel, da die Linksrippe den Rand markiert.
Für das Problem des fixieren gibt es eine Häkelnadel, aber dazu später 🙂

Wie nehme ich für Auschnitte oder Ärmel ab oder zu?
Die Ab- bzw Zunahmen werden immer links oder rechts des Steeks gemacht.

image

Eigentlich genauso wie betonte Abnahmen oder normale Zunahmen vor und nach der Randmasche. Nur hier sind Anfang und Ende des Steeks die Randmaschen. Einfach, nicht?

Eine genaue Beschreibung wie man den Steek sichert, aufschneidet und versäubert kommt im zweiten Teil. Da müßt ihr euch noch etwas in Geduld üben, da ich das aufschneiden & Co bei der Kapuzenjacke genauest dokumentieren möchte. Zwecks besserer Darstellung und Verständnis.

Ihr könnt ja schon mal üben 👿 und dann wird das Übungsfleckerl auch brav benotet von der Frau Lehrerin.
Jetzt haben sicher ein paar Leser Reiß aus genommen,in bitterer Erinnerung an grausamen Handarbeitsunterricht…..da bleiben! Hier wird niemand gescholten!

Na den
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

3 Kommentare »