Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Wie ich schlafwandelnd Pullover in den Schrank stopfe

- 15. Januar 2015

Schlafe ich eigentlich oder stricke ich vielleicht alles im schlafwandlerischen Zustand? Oder mache ich den ganzen Tag nichts anderes als stricken? Und wie viele Kästen kann ich mit Jacken und Pullovern füllen. Mußte ich schon anbauen? Den Garten überdachen oder eine Garage mieten?

Nein, ich schlafe nicht! Mein Geheimnis? Ich bin ein kybernetischer Organismus, der keinen Schlaf braucht und nur einmal am Tag aufgeladen werden muß.  So jetzt ist es raus. Ich bin nicht menschlich. Sondern ein Android!

Daher bin ich mehr als Multitasking fähig und neben ganzen Tag Nadel schwingen, gehe ich ins Büro, versorge die Kinder, koche, fahre in den Stall und täglich ein Buch zu lesen ist kein Ding. Ich bin eine Art Superwoman (im Android-Kostüm)

Noch Fragen? Unklarheiten? Glaubt ihr mir nicht? Echt nicht? Na geh! Wäre doch sehr praktisch….

Ich stricke eigentlich gar nicht so viel, ein paar Stunden abends vor dem Fernseher. Und das auch nicht jeden Tag. Und manchmal sind es nur ein paar Reihen. Ich brauche allerdings nicht sonderlich viel Schlaf und dann kann es schon passieren, dass ich in einen Zuge eines Schnellstrickanfalls in einer halben Nacht einen Ärmel stricke (letztens so passiert) Allerdings habe ich dann Tage, wo ich 10-12 Stunden durchschlafe 🙄 Kommt allerdings selten vor….

Wie viel ich in meinen Leben gestrickt habe, weiß ich nicht. Keinen blassen Schimmer! Seit 2012 sind es 55 Pullover, Jacken und Tops gewesen.
Dank akribischer Aufzeichnungen bei Ravlery, kann ich diese Zahl genau bestimmen. Vorher waren es weniger. Vielleicht fünf bis zehn Oberteile im Jahr. Und das über 28 Jahre hinweg. Da sieht man wieder, was Ravlery und bloggen mit einem anstellen kann. Zur Süchtigen wird man da. Ich gründe jetzt eine Selbsthilfegruppe!So!

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Es gab Zeiten, wo ich viel gestrickt habe, Zeiten wo ich gar nicht gestrickt habe und Zeiten der Baby- und Kleinkinderkleidung oder wo ich sehr viel für Familie und Freunde gestrickt habe.
Viele meiner (verschenkten) Projekte habe ich vergessen, vieles, für mich gestricktes, liegt immer noch im Kellerschrank. Einiges taucht wieder auf. Manches ist verloren (wie diese süße selbst kreierte Babyjacke mit den Elefanten, die rund ums Jäckchen samt Kapuze liefen *seufz*) oder wurde gnadenlos geribbelt.

Anbauen mußte ich noch nicht, manchmal wird gestopft und gedrückt und eine Menge Jacken liegen bei der Mama im Schrank. Sie trägt die Sachen sooooo gerne und ich kann meinen Wahnsinn in Form von Jacken und Pullovern nie im Leben austragen.
Aber es macht halt Spaß und wenn’s in den nächsten 3 Jahren wieder 55 Teile werden, ist es auch wurscht 😉

Und ich gehe mich jetzt mal aufladen. Wo ist die nächste Steckdose….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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7 responses to “Wie ich schlafwandelnd Pullover in den Schrank stopfe

  1. Juliana sagt:

    Wird es deine Selbsthilfegruppe auch in D geben? 😉
    LG Juliana (Dajuma bei Ravelry)

  2. fitzliesl sagt:

    Ich dachte immer ravlery ist die Selbsthilfegruppe… *grins*
    Aber Hut ab, wie du das immer machst. Sind wir nicht alle ein bisschen Android?
    Zumindest frag ich mich immer wieder, wie man 24h am Tag Mama sein kann, den Haushalt schmeißt und wenn man Glück hat Nachts ein wenig schlafen darf, vorausgesetzt, die Projekte sind abgeschlossen… Mach weiter so, es macht Spaß deinen Blog zu lesen.

    LG Fitzliesl

  3. Anneli sagt:

    Liebe Bettina,
    och nö! Keine Selbsthilfegruppe! Das würde ja bedeuten, dass weniger gestrickt wird. Ich finde 55 Pullover und Jacken in drei Jahren super und es ist schön, dass wir alle an der StrickNADEL hängen. Liebe so eine Steckdose, die die Nacht verkürzt. Du hast Recht: Ravelry und Blog sind Beschleuniger. Ich stricke auch mehr als früher. Mach bloß weiter so! … und viel Spaß dabei 🙂
    Liebe Grüße,
    Anneli

  4. fritzicreativ sagt:

    Liebe Bettina,

    ich gestehe, auch ich hänge an der Nadel oder eher gesagt, an der Faser. Meine Krankheit zeigt sich in Schüben. Mal hänge ich an gewebten und gefilzten Fasern fest, mal an ursprünglichen, mal an gezwirnten. Schon mein ganzes Leben lang. Dummerweise brauche ich mehr Schlaf. Warum braucht man den überhaupt? Wird überbewertet. Da sind wir wieder bei den 48 Stunden… gell @Anneli 😉

    Ich finde auch, Du solltest weiter 55 Teile im 3-Jahres-Schnitt stricken. Selbsthilfegruppe… Pah! Stricken ohne Tränen machen wir doch eh 😉

    Herzlichst Bine

  5. Aurian sagt:

    Also wenn Ihr die anonymen Stricksuechtigen gruendet, dann wuerde ich da auch gern beitreten. 🙂 Leider hab ich nirgendwo aufgezeichnet, was ich eigentlich schon alles so gestrickt hab, aber wie sagt man so schoen, dass passt auf keine Kuhhaut. 🙂 … oder auf keine Schafhaut. Weiterhin frohes Stricken!!! Ivonne

  6. Renate sagt:

    Also zu meiner Stricksucht bekenne ich mich voll und ganz, ich brauch dazu keine anonyme Gruppe, Ravelry reicht vollkommen 🙂
    Es ist doch so, zumindest für mich, dass Stricken mein einziges Betätigungsfeld ist wo absolut kein Stress aufkommen muss. Stricken und alles was damit zu tun hat, wie Projekte schmökern, planen, Wolle aussuchen, ordern und schlussendlich anstricken ist für mich einfach nur Genuss – das gönn ich mir einfach, das brauch ich und ich glaube dabei wird mein Akku aufgeladen.
    Gelegentlich könnte es vorkommen dass ich mich stresse und ein Teil „unbedingt am Wochenende schon tragen möchte obwohl ich noch nicht mal mit den Ärmeln angefangen habe“

    Meine Lieben verstehen das, irgendwie hat doch jeder seinen Spleen, doch am besten wissen doch sicher all jene wovon ich rede, denen es genauso geht wie mir!

    Ich wünsche allen noch weiterhin viel Spaß dabei!!! Renate

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