Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Habe ich euch doch glatt was vorenthalten

Nein, ich war noch nicht in Urlaub, sondern einfach etwas Blogfaul :mrgreen: Soll auch mal vorkommen….

Auf die Seychellen geht es erst in einer Woche. 3 Wochen Strand und Sonne, etwas tauchen für meinen Mann und Sohn, für mich und das Töchterlein gibt es faulenzen und sonnenbaden. Ein bisschen Inselhüpfen und ein kleiner Segelturn sind auch geplant.

Fertig geworden ist dieser Teststrick. Habe ich euch ja ganz klamm und heimlich vorenthalten.

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Wiedermal für Jutta, aus meiner Lieblingswolle. Madelinetosh Merino light ist immer eine Freude auf den Nadeln. Schlicht und elegant, ideal fürs Büro. Jutta entwirft ja immer meine Bürooutfits 😉

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Meine Version ist um gute 20cm länger geworden und hat einen I-Cord rundherum bekommen. Auch auf den Ärmeln ist dieser Abschluß zu finden. Durch das Blendenmuster hat sich die Wolle extrem gerollt, eine wolliger Rollmops sozusagen. Da war ein I-Cord einfach dringend notwendig.

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Zu der Jacke wird es auch die Anleitung für ein passenden Top geben, das ich ebenfalls testen werde. Nun, bei mir wird es ein Pulli für meine Mutter, die das Muster so toll findet. Ein passendes Top zur Jacke werde ich vielleicht auch noch nadeln, für den perfekten Twin Set Look.

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Apropos Muster! Das hat mich anfangs vor ein Rätsel gestellt. Ich hab’s nicht kapiert! Ist nur ein einfaches Hebemaschenmuster, aber ich habe es sicher eine dreiviertel Stunde angestarrt, einige Reihen hatte ich ja schon irgendwie gestrickt, und wußte nicht weiter. Ein Hilferuf in der Testgruppe folgte, bis ich letztendlich doch von der Starkstromleitung sprang. Ich war eh nicht die einzige, der es so ging und hoffentlich sind jetzt alle Unklarheiten in der Anleitung behoben.

So, eine Woche werde ich noch versuchen, euch zu unterhalten (Schwesterliche Jacke ist auch etwas gewachsen und der Mama-Pulli begonnen) und dann gibt es eine offizielle Blogpause.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

Über die Veröffentlichung der Anleitung werde ich euch natürlich informieren 🙂

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Brav eine Maschenprobe gestrickt und das fertige Strickstück passte später doch nicht 😦
Welche Tipps habt ihr für eine exakte Maschenprobe?

Und an alle, die auf einem großen Stück grundsätzlich lockerer oder fester stricken als bei ihrer Maschenprobe: Wie handhabt ihr diese Abweichungen; was macht ihr, damit es zum Schluß trotzdem passt?

Jaja, das soll schon mal vorkommen! :mrgreen: Ist natürlich ärgerlich, wenn der Pullover nach dem Waschen um 20cm breiter wird. Habe ich letztens gelesen, da ist das so passiert.

In meinen früheren Strickzeiten ist die Maschenprobe wesentlich fester geworden. Doch eher ein fester Stricker, bin ich hier regelrecht zum Brettstricker mutiert. Ist natürlich kontraproduktiv.
Mit etwas Übung gelingt auch die Maschenprobe in der Festigkeit, die ich ansonsten auch habe. Einfach nur entspannt sein, in seinen üblichen Rythmus mit gewohnter Fadenspannung stricken.
Wichtig finde ich auch, das die Maschenprobe gewaschen wird. Und dann die Probe genauso behandeln, wie auch das fertige Teil behandelt wird.
Wenn ich den fertigen Pulli oder die Jacke wasche, dann wird sie kräftig geschleudert, in einem Knäuel zur Spannmatte getragen und dann vorsichtig aufgelegt, glattgestrichen und auf  Maß gespannt. Die Maschenprobe behandle ich ähnlich. Nur auflegen und feststecken, nicht auseinander ziehen. Mache ich ja beim fertigen Teil auch nicht.

Vorher natürlich Maschenanzahl und Reihen sorgfältig auszählen und danach ebenfalls. Falls Abweichungen da sind, immer mit einrechnen.
Besonders Seide oder Wolle mit Seide wird mit großer Wahrscheinlichkeit 10-20% länger. Das ersehe ich aus der Mascheprobe und berechne dann, um wie viel das Strickstück länger oder breiter wird.
Diese Vorgangsweise ist gut, aber jetzt nicht unbedingt ein absoluter Garant für ein gelungenes Oberteil oder Rock. Deswegen messe ich immer in bestimmten Abständen nach oder probiere an.
Manche waschen auch dazwischen das Strickstück, um zu sehen wie sich die Maschen im großen Format verhalten.

Aber mit einer ausreichend großen und gewaschene Maschenprobe dürfte nicht allzuviel schief gehen. (Daumendrück!)
Zum passgenauen stricken gehört auch viel Erfahrung,  vieles erschließt sich einem erst nach jeder Menge „try and error“ ist-mir-jetzt-total-mißlungen. Und auch heute gelingt bei mir nicht immer alles, so wie ich es mir auch vorstelle.
Stricken hat doch schon was sehr organisches an sich. Je nach Müdigkeit oder Laune, kann sich die Strickfestigkeit verändern. Materialen verhalten sich unterschiedlich und nicht immer ist es für das jeweilige Modell auch geeignet.

Dann gibt es eben Ribbelorgien mit dem Hintergedanken, es nächstes Mal besser zu machen oder das eigentlich firgurbetonte Seidenjäckchen ist jetzt ein bequemes Oversize-Teil. Ich trag’s aber echt gerne!! ( und mit dem Wissen, dass Seide viel fester verstrickt werden muß, nicht für figurbetontes geeignet ist und ich immer mehr Weite und Länge einplanen werde…und eine ausreichend große und gewaschene Maschenprobe gemacht werden muß haha)

An alle, die noch mit Maschenproben und Passgenauigkeit kämpfen, Kopf hoch, keine Meister ist von Himmel gefallen, immer informationsreiche Blogs lesen, You Tube- Videos gucken und sich nicht scheuen, in den Ravlery-Gruppen auch „doofe“ Fragen zu stellen oder einfach „HILFE“ zu schreien.  Und ganz wichtig! Einfach ausprobieren, auch wenn man mal etwas mehr ribbeln muß 😀

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Fürs Schwesterherz

Es wird endlich mal Zeit eine Jacke für meine Schwester zu stricken. Ein Paar Tücher hat sie ja schon von mir geschenkt bekommen, die sie auch wirklich gerne trägt. Da schlägt das Strickerherz natürlich gleich etwas schneller (vor Stolz…)
Zu ihren letzten Geburtstag habe ich ihr einen Gutschein für ein selbstgestricktes Oberteil überreicht. Nur was soll es den werden? Eine Jacke, bitteschön. Wie soll sie den aussehen?
Nicht zu kurz, eher eine Longjacke (na, Dankeschön!), aus dünner Wolle (na, herzlichen Dank!) und möglichst ohne Muster, am besten glatt rechts (na, ganz vielen herzlichen DANK!).
Aber was tut man nicht alles für die Verwandtschaft :mrgreen:

Modell war schnell gefunden. Eine kleine Vorauswahl hatte ich schon getroffen, halt Modelle die gut zu ihrer Figur passen und auch ihren Geschmack treffen. Was, nebenbei bemerkt, nicht gaaaanz so einfach war…lockerer Schnitt und A-Form (Ich sehe mich schon 10 Jahre daran stricken örks)
Nur welche Farbe? (Bitte jetzt nicht „SCHWARZ“ sagen!) Grün wäre schön (gottseidank!) oder doch vielleicht Orange? Nein, so ein helles Moosgrün. Oder doch Orange? Vielleicht schaffen wir die Farbentscheidung bis zu ihren nächsten Geburtstag?

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Es ist dann eine Merino in Grün von Rosy Green Wool geworden. Cheeky Merino Joy in Moos. Biologisch, tierfreundlich, sehr weich und toll zu verstricken. Keine Gummi-Merino, erinnert mich eher an Wollmeisen. Trocken im Griff, angenehm elastisch und sehr formstabil. Und man strickt mit guten Gewissen 🙂

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Für die Jacke „Isabel“ mußte ich erstmal an die 400 Maschen (die Designerin tickt wohl nicht ganz richtig!) anschlagen (ich hab’s sogar zweimal gemacht, da mir beim ersten Mal der Faden ausgegangen ist….ich wollt es bis zum Schluß nicht glauben….10 Maschen sind sich nicht mehr ausgegangen, echt blöd!)
Jetzt zieht es sich so dahin, ich stricke dazwischen noch an einen Teststrick für Jutta, bilde mir ein, dass das alles locker bis zum Urlaub fertig bekomme, Selbstbetrug nennt man das wohl, aber immer positiv denken 🙄 Nein, eher mit den Augen rollen, still und heimlich den Kopf schütteln, das wird nie und nimmer alles in 3 Wochen fertig! Oder doch? Neeeee……

Mir war übrigens am Wochenende beim verstricken der Wolle, gar nicht heiß. Jetzt ist es ja wieder etwas kühler geworden, mal schauen wie ich mich bei 35 Grad anstelle. Soll ja bald soweit sein….ich habe auch schon mal überlegt, ob ich im Wasser sitzend stricken könnte 🙄 aber das scheint mir doch etwas kontraproduktiv zu sein…..

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Lazy Sunday

Was tun, wenn Sonntag ist und die Temperaturen auf 31 Grad steigen? Diesen hier….

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Auf der Terrasse sitzen, das neuste Projekt für die Schwester wachsen lassen, belustigt den Anstrengungen des Nachbarn, den Pool zu aktivieren, zuhören (Puh, sind wir gemein! Wir habe dann die Nachbarskinder zu uns in den Pool eingeladen…so bös sind wir auch nun wieder nicht…), an ein paar Rosen riechen und etwas an ihnen herumschnippeln und abends dem Rasensprenger bei seiner Arbeit zusehen. Einfach faul sein und den Tag verstreichen lassen.

Am Vormittag habe ich noch ein paar Fotos vom fertigen Cowl gemacht.

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Der war wirklich sehr nett zu stricken, kurzweilig und doch anspruchslos. Die Streifenfolge habe ich etwas geändert, da mal ein Streifen mehr in Braun, da mal nur ein breitere Streifen in Natur und das Muster von Band 3 (in Braun) komplett geändert.

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Mir hat dieses komische Strukturmuster einfach nicht gefallen, da konnte ich es noch so oft anglotzen. Ein bisschen im Musterbuch geblättert und dann dieses schlichte Rechts/Links Muster gefunden.

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Durch die sommerliche Baumwolle ist der Cowl ein angenehmer Begleiter für die Übergangszeit oder für kühle Sommerabende.

Model Info:
Anleitung: 3 Color Cashmere Cowl von Joji Locatelli (englische Kaufanleitung)
Material: Lana Grossa Linea Pura Flora (60% Baumwolle 40% Soja)
Verbrauch: insgesamt ca 400m bei Nadelstärke 3,25mm
Spaßfaktor: hoch
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Dann wünsche ich euch noch einen schönen und entspannten sonntäglichen Abend!
Eure Bettina

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Da hat sie sich gefreut…

…..die Mama, die gute Seele in meinen Leben. Immer da, wenn sie gebraucht wird oder Not am Mann ist (oder besser, wenn Not an Omas ist) Sie tut es gerne und bleibt so jung und frisch. Nichts ist schlimmer, als auf das Abstellgleis geschoben zu werden. Was meine Mutter noch machen kann, dass soll sie auch tun. Umsomehr sind meine gestrickten Dinge ein kleines Dankeschön. Ich sage ja immer, dass ich in jeden Zentimeter meine Magie miteinstricke und das sei der Grund, warum die Mama ihre Jacken und Pullis so gerne trage. 🙂

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Auch im Sitzen nett und bequem 🙄

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Aufgenommen in hinteren Teil des Gartens. Wie ihr unschwer erkennen könnt, ein eher natürlicher, im Landhausstil gehaltenen Garten mit vielen Rosen, blühenden Stauden und alten Baumbeständen. Gedüngt wird auch nur biologisch mit kompostierten Pferdemist und Hornspäne.

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Da sieht man ein paar Rosen durchleuchten. Eine einmalblühende Bourbounrose mit zarten Duft und gestreiften Blütenblättern.

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Besonders schön sind die gestreiften Bündchen und Taschen. Ich habe den Rand mit einen I-Cord versehen, da ich diese Lösung immer sehr schön und sauber finde. Bei den Taschen mußte ich die Maschenanzahl vor dem I-Cord halbieren, damit sich nichts wellt und der Rand schön liegt.
An die Anleitung habe ich mich kaum gehalten, da ich sowieso eigene Maschenzahlen hatte und die Anleitung stellenweise einfach falsch ist.
Von unten nach oben in einem Stück, die Schulter mit verkürzten Reihen geformt und mit drei Nadeln abgekettet, die Ärmeln von oben nach unten mit verkürzten Reihen für die Armkugel, entfiel jegliches Nähen. Nur die Taschen mußten ran, diesmal auch etwas gerader als beim letzen Versuch :mrgreen:

Model Infos:
Anleitung: Jacke #8 aus dem Heft „Lang Yarns #220, Fatto a Mano Asia“
Garn: Lang Yarns Asia (70% Seide, 30%Yak, 145m/50g). Ein Traum von Garn, dass ich nur weiter empfehlen kann.
Verstrickt habe ich das Garn mit 3,5mm auf 26M/10cm und hatte einen Verbrauch von 1160m bei einer Größe M.

Jetzt müßte es wieder etwas kälter werden, damit meine Mutter die Jacke auch ausführen kann. Aber zuerst mal das traumhafte und heiße Wetter genießen 😀 Heute wird wieder gegrillt (ich hatte zuviel eingekauft, daher wird jetzt zwei Tage hintereinander der Griller angeheizt…)

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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