Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Mosaik-Muster

Einige werden schon Bekanntschaft mit dieser speziellen Art unter den Hebemaschenmustern gemacht haben, manche haben sich wohl bei meinen letzen Beitrag ratlos den Kopf gekratzt. Was hat es nun auf sich mit diesen Mosaikmustern? Eigentlich ganz einfach.

Sicher kennen fast alle Hebemaschen, wo man sehr leicht die Illusion von zweifarbigen Mustern erzeugen kann. In jeder Reihe wird nur mit einer Farbe gestrickt, die Maschen wo die zweite Farbe sich zeigen soll, wird einfach abgehoben. In der nächsten Hinreihe wird dann die abgehobene Masche einfach abgestrickt.
Meist ähneln diese Muster eher Strukturmustern und wirken sehr einfach in der Optik.

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Mit der gleichen Technik und entsprechenden Mustern können auch Motive gestrickt werden, ähnlich wie bei Fair Isle. Aber eben nur mit je einer Farbe pro Reihe. Mit kraus rechts oder linken Maschen lassen sich auch sehr interessante plastische Strukturen schaffen. Allgemein wirkt das Gestrick auch in glatt rechts viel erhabener, eben mit diesen leichten 3D-Effekt.

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Mir gefällt das sehr gut, weil es mal Abwechslung ins Stricken bringt und die Technik auch Spaß macht.
Wie ich schon erwähnt habe, ist es für mich kein Ersatz für Fair-Isle, aber eine schöne Ergänzung.
Für alle, die mit dem herkömmlichen Vielfarbenstricken nicht so gut zurechtkommen, Steeks als zu gruselig empfinden und doch gerne mal so schöne zweifarbige Muster haben möchten, ist es natürlich ideal. Außerdem ist das Gestrick elastischer, weil hinten die Querfaden fehlen.

Sehr schön sind diese Muster bei Tüchern anzusehen

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Die Designerin Lisa Hannes des Modells „Emiliana“ hat noch einige solcher Schönheiten in ihren Repertoir. Wer die Wahl, der hat die Qual….ich weiß immer noch nicht, welches Modell es auf meine Nadeln schaffen wird. Ich find sie einfach alle soooo schön.
Und Wollangebot gibt es im privaten Lager genug für so ein Tüchlein. (Eh klar, oder?)

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Aber auch Oberteile können gut mit dieser Technik gestrickt werden. Die Anleitung für die Jacke „Kiyomi“ ist bereits in meiner digitalen Bibliothek gespeichert und das passende Garn in Beere, Rosa und Grün harrt in einer Kiste aus, bis es seiner Bestimmung zugeführt wird. (Wann soll ich das nur alles stricken?)
Die Blendenlösung ist nicht ganz nach meinen Geschmack, hier kommen noch Änderungen zum Einsatz. Eher Chaneljacke? Oder doch Longjacke mit schmäleren Schalkragen und Gürtel? Man wird sehen…..

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Die Designerin Barbara Gregory, die diese Jacke für Twist Collective entworfen hat, hat noch einige sehr schöne Oberteile mit Mosaikmuster im Angebot. Mal vorbeischauen und sich inspirieren lassen.

Was mich ja immer wieder erstaunt, dass ich trotz langjährigen *an der Nadel* hängen, immer noch Neues entdecke. Sei es bei Mustern oder Konstruktionen. Stricken ist wirklich eines der besten Hobbies, die man sich aussuchen kann. Niemals langweilig und auch noch gut für das körperliche und seelische Wohlbefinden (wird ja sogar schon als Therapie eingesetzt!)

Gesundheit!
Eure Bettina

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Kuschelset komplett

Jetzt darf es kalt werden, ich bin gerüstet mit meinen Set, bestehend aus Loop, Mütze und Stulpen.

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Die Anleitung „Oddity“ könnt ihr euch kostenlos bei Ravelry herunterladen. Sehr schöne und ausführliche Anleitung mit guten Charts und sehr schönen Ergebnis.

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Passend zum Rest des Sets habe ich die Bündchen mit den Kontrastfarben gestrickt. Bei dem feinen Aranmuster habe ich teilweise geflucht, weil die Mohair die Maschen total verschluckt und ich nie sah, ob ich da jetzt eine rechte oder linke Masche vor mir habe. Die leicht verschwommenen Optik gefällt mir allerdings sehr gut, mal was anderes 🙂

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So, jetzt werde ich mich mal einigen WIPs widmen, obwohl das Garn für einen Aranpullover schon gewickelt bereit liegt. Da heißt es stark bleiben 😆

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Kuschelig

und schon fleißig in Verwendung. Ein flauschiger Loop mit Streifen und zwei Hebemaschenmustern. In Runden einen Schlauch gestrickt und dann mit Maschenstich zu einen Kringel geschlossen.

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Während ich Wolle umgeräumt habe, sind mir doch einige angegraute Schätze aufgefallen. Soft Kid von ggh in drei Grüntönen und zwei Lilatönen. Mohair mit Wolle und etwas Nylon. Sehr fluffig, flauschig und flaumig. Die drei F’s des ultimativen Kuschelfeelings, sozusagen :mrgreen:

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Dazu schnell eine passende Ringelhaube mit ein paar Zöpfen genadelt. Sehr leicht und warm, ideal für Spaziergänge oder Reitstall (wo mir immer am schnellsten kalt wird….)

Und weil mir immer noch Wolle übrig geblieben ist, gibt es noch passende fingerlose Handschuhe dazu. Die sind gerade in Arbeit.

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Loop und Haube nach eigener Idee, für die Handschuhe habe ich diese wunderbare kostenlose Anleitung gefunden.
Das Mosaikmuster gibt es hier ebenfalls kostenlos. Zum ersten Mal Mosaik ausprobiert, hat mir ein paar Knoten in den Gehirnwindungen eingebracht, weil ich ständig mit zwei Fäden arbeiten wollte! Einfach Gewohnheit…..aber Hebenmaschenmuster werden grundsätzlich immer nur mit einen Faden pro Reihe gestrickt. Jaja, auch schon alt und ein Gewohnheitstier…..
Ist aber lustig, einfach und ergibt so einen leichten 3D-Effekt. Als Alternative zu Fair-Isle-Technik sehe ich es nicht. Wird ja oft damit geworben, wirkt aber ganz anders und nicht jedes Muster läßt sich damit verwirklichen.

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Apropos Stichwort „Wollvorrat jetzt gänzlich in große Plastikkisten und alles in einen Kellerraum untergebracht“:
Wisst ihr was ich jetzt mache? Ich gehe mit einen Korb in den Keller, suche Wolle heraus (die mir gerade so am Sofa sitzend eingefallen ist) und trage sie wieder ins Obergeschoss. Dort bringe ich sie dann in diversen Körben unter. Damit die Garne im Strick-Notfall auch gleich griffbereit sind. Bald habe ich wieder meinen Stash im ganzen Haus verteilt….und fange wieder von vorne an….aber man hat sonst nichts zu tun, oder?

In diesen Sinne euch noch ein schönes Wochenende!
Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die Mörderjacke

Sie ermordet meine Geduld! Und ganz nebenbei meine Unterarme inklusive Hände. Aber die ganz, aber wirklich nur die ganz harten Strickerinnen ertragen den Schmerz der unerbittlichen Wollsucht. (Und sind ganz nebenbei ganz schön gaga)

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Jaja, Ärmeln wären schon schön praktisch, aber den Kragen und die Blende hab ich gerade noch so geschafft. Dann war Schluß mit lustig. Eigentlich wollte ich das Projekt in einen durchziehen, weil ich das Jackerl unbedingt anziehen möchte. Das Wetter wäre jetzt so ideal dafür.

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Ungewöhnlich lange ist die Jacke für einen klassischen Chanel-Stil, aber oben rum schön kuschelig warm und meine Nieren holen sich einen Schnupfen? Nö, da habe ich es lieber über-Popo-warm.
Und die Jacke ist so dick und fest, da kommt sicher kein Lüftchen durch. Ich mag diese Strick-Outdoor-Teilchen, da ich viel mit dem Auto unterwegs bin und da ist Strick einfach bequem und man schwitzt auch Indoor nicht ganz so schnell, wie mit normalen Jacken.

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Coco, so heißt das Modell bei mir, war bis jetzt, doch unerwartet, recht anspruchsvoll, das Muster mußte gerade beim Kragen passen, verkürzte Reihen bei Hebemaschenmuster sind auch nicht ohne und ich hab auch noch einen Taillierung hinzugefügt. Ärmel wurden schon mal angeschlagen….aber das dauert noch, sonst werde ich noch ganz strickuntauglich!

Und jetzt ein Sneak Peak!

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Ein Loop aus Mohair, der meinen Gehirn entsprungen ist.
Mehr wird noch nicht verraten. Nein, ihr müßt euch noch in Geduld üben. Nix da!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Worte finden

So, jetzt schreib ich mal einen Beitrag, vielleicht kommt die Lust zum bloggen ja wieder. Hmmmm, irgendwie herrscht im Moment etwas Wortleere (habe ich da jetzt ein neues Wort kreiert?) in meinen Hirn.
Und nur Bilder posten, ist auch nicht gerade das, was ich euch vorsetzen will.

Endlich fertig ist dieser wunderschöner Schal von Jutta aka HintermStein.

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Ein Mystery-Kal der wirklich Spaß gemacht hat. Nicht kompliziert und doch abwechslungsreich. Bei dem gruseligen nass-kalten Wetter wurde das gute Stück natürlich schon um den Hals gewickelt.

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Die Fotos sind irgendwie nicht besonders, scheinbar habe ich auch ein Fotografier-Tief. Aber knipsen ist auch nicht so ganz meins und manchmal werden die Bilder toll und so wie ich sie mir vorstelle, dann wieder nicht. Aber man sieht wie das Tuch aussieht und das ist ja wichtig.

Gestrickt habe ich mit Camellana von Ruppert Garne. Reines Kamelhaar in Lace-Stärke. Rustikal in der Haptik und sehr „schafig“ (also eher „kamelig“….) Riecht auch wunderbar nach Natur (die Katzen hatten ständig ihre Nase im Knäuel 😆 ) Nach dem Waschen flauscht das Garn wunderbar auf und wird weich und ist überhaupt nicht kratzig (und ich bin bei rustikaler Wolle eher empfindlich)

Ruppertgarne bietet in ihren Onlineshop einige sehr schöne Garne an. Einiges ist mit dem Sortiment von Holstgarne identisch. Wie die Coast (Wolle mit Baumwolle) oder Noble, ein Garn aus Geelong und etwas Kaschmir. Beide Garne kann ich nur empfehlen, sehr weich und wunderbar zu verstricken.

Daneben gibt es zwei Sorten Camel, ein Tweedgarn und die Lacashmi. Mein persönlicher Favorit. Wunderbar weich und herrlich luxuriös! Auch nicht verwunderlich mit 30% Kaschmir-Anteil.

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Zugelegt habe ich mir eine Pullovermenge in einem wunderbaren Zuckerlrosa (Cupcake) für einen leichten Frühjahrs-Pullover. Mit 3er Nadeln verstrickt ergibt das ein feines Gestrick, das ebenfalls nach dem Waschen aufblüht und so etwas dichter wird.

Probieren möchte ich noch das Tweedgarn und die dickere Variante des Camelgarns, das ebenfalls eine leichte Tweedstruktur ausweist. (Eigentlich sollte ich ja nicht…..aber das ist ein alter Hut und hat schon einen Bart….soll der Stash doch das Haus völlig verbarrikadieren)

Auf den Nadeln ist immer noch die Chanel-Jacke, wo nur noch die Ärmeln fehlen. Bericht folgt noch, ich muß da jetzt eine Pause einlegen, die 8er Nadeln schaffen mich echt! Autsch und nochmals autsch!
Angeschlagen habe ich jetzt einen Loop, eigenes Design aus Mohair und mit viel glatt rechts, Streifen und einen Mosaikmuster. Erholung für die Hände, sag ich euch.
Einen angefangenen Schal gibt es auch noch, aber da bereiten mir die vielen ssk’s im Moment etwas Schwierigkeiten. Meine Arme fühlen sich an wie Blei…..extrem dicke Nadeln sind einfach unfreundlich zu Muskeln und Co!

Na schau, geht ja mit den vielen Worten 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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