Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Nadelparkplatz und andere Kuriositäten

- 3. Februar 2017

Wohin mit der Zopfnadel, wenn sie in einer lange Reihe mit vielen Verzopfungen mal kurz nicht gebraucht wird? Natürlich wird sie in den Mund geschoben, wo dann das lange Ende etwas seltsam von den Lippen hängt. Selbstvergessen wird dann auch noch an dem Ende, das im Mund steckt, herum gekaut. Was manchmal zu enervierten Augenbrauen hoch ziehen und Sprüchen wie “ Jetzt nicht verschlucken!“ von nicht (strick)qualifizierten Leuten führt. Die da ganz zufällig neben dir sitzen (und eigentlich den Mund halten sollten….)

Nadelparkplatz eben! Praktisch, immer dabei und allfälliges Kaubedürfnis wird auch noch gestillt. Und dann sieht die Lieblingszopfnadel so aus.

image

Abgenagt, der Farbe beraubt und hoffentlich nicht gesundheitsschädlich (ob Hersteller den beliebten Parkplatz der Zopfnadeln berücksichtigen? Man will ja schließlich niemanden vergiften.)
Ich werde trotzdem weiter an diesen wichtigen Hilfsmittel herumlutschen und kauen, wo könnte die Nadel auch besser aufgehoben sein?

Der gemeine Stricker ist ja ein seltsames Tier, sammelt, hortet und leugnet meist die Menge seiner angehäuften Garne. Und meist gelingt es ihm auch recht gut. Bis, ja BIS er zusammenräumt und alles auf eine Fläche fein säuberlich stabelt, meist in dafür gekauften Kisten. Und dann ereilt ihn der Schock und schlagartig entsagt er der gemeinen Wollkauflust.

image

Nein, das ist keine Fata Morgana, kein Trugbild und auch kein Scherz. Gestatten, mein STASH! Etwas unordentlich, zwei Reihen Plastikboxen, Schachtel, Tüten und rund um die Satteldecken etliche Kisten in allen Formen und Arten in den Regalen. Wie letztens angemerkt, anscheinend unerschöpflich. Meine eigener Wollladen im Keller. Nicht wirklich geordnet und immer für Überraschungen gut. Ich kauf nix mehr, nein ehrlich! Ja, wirklich! Die Menge ist absurd. Schön verteilt übers Haus, war’s nicht so absurd.
Jetzt habe ich im Keller mein eigenes Absurditan gegründet. Meinen persönlichen Wollstaat, wo ich Präsident bin.

Die Welt des Strickens bringt doch Seltsames hervor…..

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

Advertisements

18 responses to “Nadelparkplatz und andere Kuriositäten

  1. Liebes Hexchen,

    ich finde, es sieht gar nicht so schlimm aus. Und ausserdem verbergen sich darunter sooo viele Schätze. Ich mag Dein Absurditan 😉

    Deine Röschen werden übrigens traumhaft!

    Herzlichst Bine

  2. Leni Gugl sagt:

    Hallo Bettina, willkommen im Club. Ich habe alles irgendwie geordnet im Bügelzimmer. Ich ordne zwischen Sommer und Winter, Tücher, Pullover usw. War gerade in meinem Lieblingsgeschäft und musste wieder „Woll-Luft“ atmen. Ich hatte schon Entzugserscheinungen. Habe mich mit der Geschäftsinhaberin auf das Garn „coco“ von Lana Grossa für das Tuch im neuen Heft geeinigt und eine tolle Wolle von Louisa Harding für einen Sommer Pulli mitgenommen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Übrigens wenn du stöbern willst. Wolle und Staune in Kolsaß ist das Geschäft.
    Ansonsten kommen immer wieder Regentage und sonstige Tage, für die man eine Beschäftigung – außer Haushalt und Sport – benötigt.
    Liebe Grüße aus Innsbruck
    Leni

    • Liebe Leni,
      ach ja so stöbern in Wolle ist einfach himmlisch. Ich entdeckte ja immer wieder neues und bin dann schon sehr in Versuchung. Hab ich doch einen Shop im Netz gefunden, der in Schottland in eine kleine alten Spinnerei betreibt und von den eigenen Alpakas Wolle herstellt und auch färbt. Ich wurde fast schwach (und werde ich sicher noch!….und weg sind die Vorsätze….)
      Ich muß euch diesen Betrieb noch vorstellen.
      LG Bettina

      • Leni Gugl sagt:

        Hi Zwitscherhexe, was los. Es fehlen deine tollen Blogeinträge. du bist wohl hoffentlich nicht krank, sondern hast nur eine Blog-UNLUST! LG Leni aus Innsbruck.

  3. tyche sagt:

    Liebe Bettina,
    die Zopfnadel stecke ich, wenn ich sie gerade nicht brauche, einfach in meinem Pulli, den ich beim Stricken trage. So gröberes Gestrick ab Nadelstärke 4 ist dafür geeignet. Man muß sich vor der Strickrunde lediglich umkleiden…
    Zu Deinem Absurdistan: Beneidenswert die Vorräte, ich hätte Dir (zwinker) allerdings etwas mehr Ordnung und System zugetraut. Wenn ich im Geiste meine 15 Umzugskartons voller Kleiderstoffe UND meine Wollvorräte UND meine 70 Meter Stickleinen zusammenstelle komme ich zu einem Planeten namens „Absurdistan“.
    Aber ist es nicht toll, wenn man, von einer Idee getrieben, gleich stöbern und loslegen kann? Schon oft habe ich nachts gegrübelt, wir etwas wohl gemacht ist (z.B. Kleiderschnitte von Mme. Vionnet), und wenn ich die Erleuchtung hatte, stand ich auf und begann zu werkeln.
    Also, insoweit – stash macht glücklich.
    Die Kirschblütenjacke wird wunderschön,
    liebe Grüße
    Tyche

    • Ich hab ja überlegt, ob ich noch Ordnung schaffen soll. Hinundwieder räume ich ja auf, aber dann suche ich was und weg ist die Ordnung *lach* Ist halt das wilde Absurditan 😉

      Mit Kleiderstoffen und Stickleinen kommt ja gleich noch mehr dazu! Das ist dann wirklich ein Planet und kein Staat mehr 😀
      LG Bettina

  4. streepie sagt:

    Meine Zopfnadel stecke ich ebenfalls einfach in den Strickpulli, den ich gerade trage. Praktischer als der Mund ;-).

    Wir packen gerade für einem Umzug – und ich musste feststellen, das mein Stash „nur“ 6 Umzugskisten belegt. Nur 6? Verteilt auf eine große Unterbettschublade und 2. Schrankregale sah das deutlich weniger aus.

    LG
    Connie

    • Hihi, ja man ist immer erstaunt wenn alles an Garnen plötzlich auf einen Platz zusammen treffen. Verteilt kann man sich den Stash klein reden 😂
      Viele gute Nerven für den Umzug wünsche ich dir! 🙂

  5. Ich seh schon. Meine Familie macht mir umsonst Vorwürfe wegen meines Vorrats. Mit 3 großen Kisten, einem Wäschekorb mit Deckel, projektbezogenen kleinen Kartons und zwei kleinen Kisten mit Stoff bin ich ja anscheinend noch harmlos. 😉

    Allerdings muss ich gestehen, dass die Zopfnadel bei häufigem Gebrauch auch bei mir zwischen den Lippen landet. Blöderweise verträgt sie sich aber nicht mit meinen Holznadeln weswegen ich mittlerweile fast alles ohne Zopfnadel mache.

  6. Lusyl sagt:

    Dein Beitrag hat mich mal wieder zum Schmunzeln gebracht. Ich parke meine Zopfnadel auch sehr gerne im Mund, allerdings kaue ich nicht darauf herum…..
    Und was die Wollvorräte anbelangt – ich lasse sie lieber verteilt im Haus , das ist nicht ganz so erschreckend….Vieles davon habe ich ja projektbezogen gekauft, leider kam die Zeit nicht mit dazu……Aber schön ist es schon, wenn man so aus dem Vollen schöpfen kann. Ich liebe meinen Wollstaat!

  7. Anneli sagt:

    Liebe Bettina,
    es ist doch zu schön, so einen Wollladen im Keller zu haben 😉 Ich bin gespannt, ob Du Deinem Vorsatz, keine neuen Garne zu kaufen, wirklich treu bleibst. Ich habe ja auch ziemlich viele Kästen und Kisten …. aber ab und an kommt etwas Neues dazu.
    Zur Zopfnadel: Ich kann mich an einen Beitrag erinnern, da hat eine Bloggerin einen „Nadelparkplatz“ (heißt wirklich so) als Armband gestrickt. So kann die Nadel bei Nichtgebrauch bequem weggesteckt werden. Ich schau mal bei Ravelry ;-). Bei mir ist die Nadel ja regelmäßig verschwunden, aber normalerweise parke ich sie am Pullover, den ich gerade beim Stricken trage 😀
    Liebe Grüße und verschluck Dir nicht!
    Anneli

    • Liebe Anneli,
      ich bin auch gespannt wie lange ich das aushalte, vor allem wie lange der Schock anhält! Und den hatte ich und plötzlich war Wollkauflust verschwunden….aber das kommt schon wieder 😀
      Wenn ich ein Strickteil anhabe, dann landet die Zopfnadel auch zwischen den Maschen und wird dort geparkt, aber mit Pyjama wird’s dann schon schwieriger 😉
      Diese Armband kenne ich von irgendwo her, hab ich sicher schon bei Ravelry gesehen 🙂
      Ist ja wirklich nicht unpraktisch, so ein spezieller Nadelparkplatz!
      LG Bettina

  8. karin f. sagt:

    Liebe zwitscherhexe, uff- bei mir sieht es nicht anders aus, sortierte wolle in boxen , kleiderstoffe in boxen, patchworkstoffe in boxen und stickleinen….. etc. Es ist ja soooo schön sofort am abend loslegen zu können, nach der arbeit etwas abschalten zu können. Ich las kürzlich vom stricken – das sei yoga. Kann ich gut verstehen nach anstrengender tätigkeit etwas kreatives zum ausgleich zu haben. Und ein ‚absurtum planet ‚ ist ja auch etwas zum ‚wegbeamen‘ in eine andere kreativ- galaxy?! Frau gönnt sich ja sonst nichts……liebe grüsse vo karin f.

  9. Wenn ich eine Zopfnadel benutze, stecke ich sie meist in das Strickstück, an dem ich arbeite. Ich halte die Nadeln mit dem Mund fest, wenn ich mehrfarbig und mit dem Soiel stricke. Ich habe in jeder Hand einen Faden. Am Ende der Nadel lasse ich den rechten Faden los, parke die freie Nadel im Mund, greife um und nehme den Faden rechts wieder auf. Dann wird die frei Nadel wieder gegriffen und weitergestrickt. Klingt kompliziert, geht aber recht flott.

  10. Beate sagt:

    😂😂😂 kommt mir irgendwie bekannt vor …

  11. Angela sagt:

    OMG… der Keller! (nicht dass ich weniger hätte…). Ich stecke die Zopfnadel wie eine Anstecknadel in die Hausstrickjacke… blöd, wenn es für Strick zu warm ist.
    Viele Grüße
    Angela

Freue mich über jeden Gedanken

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: