Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Die verstrickte Dienstagsfrage

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Brav eine Maschenprobe gestrickt und das fertige Strickstück passte später doch nicht 😦
Welche Tipps habt ihr für eine exakte Maschenprobe?

Und an alle, die auf einem großen Stück grundsätzlich lockerer oder fester stricken als bei ihrer Maschenprobe: Wie handhabt ihr diese Abweichungen; was macht ihr, damit es zum Schluß trotzdem passt?

Jaja, das soll schon mal vorkommen! :mrgreen: Ist natürlich ärgerlich, wenn der Pullover nach dem Waschen um 20cm breiter wird. Habe ich letztens gelesen, da ist das so passiert.

In meinen früheren Strickzeiten ist die Maschenprobe wesentlich fester geworden. Doch eher ein fester Stricker, bin ich hier regelrecht zum Brettstricker mutiert. Ist natürlich kontraproduktiv.
Mit etwas Übung gelingt auch die Maschenprobe in der Festigkeit, die ich ansonsten auch habe. Einfach nur entspannt sein, in seinen üblichen Rythmus mit gewohnter Fadenspannung stricken.
Wichtig finde ich auch, das die Maschenprobe gewaschen wird. Und dann die Probe genauso behandeln, wie auch das fertige Teil behandelt wird.
Wenn ich den fertigen Pulli oder die Jacke wasche, dann wird sie kräftig geschleudert, in einem Knäuel zur Spannmatte getragen und dann vorsichtig aufgelegt, glattgestrichen und auf  Maß gespannt. Die Maschenprobe behandle ich ähnlich. Nur auflegen und feststecken, nicht auseinander ziehen. Mache ich ja beim fertigen Teil auch nicht.

Vorher natürlich Maschenanzahl und Reihen sorgfältig auszählen und danach ebenfalls. Falls Abweichungen da sind, immer mit einrechnen.
Besonders Seide oder Wolle mit Seide wird mit großer Wahrscheinlichkeit 10-20% länger. Das ersehe ich aus der Mascheprobe und berechne dann, um wie viel das Strickstück länger oder breiter wird.
Diese Vorgangsweise ist gut, aber jetzt nicht unbedingt ein absoluter Garant für ein gelungenes Oberteil oder Rock. Deswegen messe ich immer in bestimmten Abständen nach oder probiere an.
Manche waschen auch dazwischen das Strickstück, um zu sehen wie sich die Maschen im großen Format verhalten.

Aber mit einer ausreichend großen und gewaschene Maschenprobe dürfte nicht allzuviel schief gehen. (Daumendrück!)
Zum passgenauen stricken gehört auch viel Erfahrung,  vieles erschließt sich einem erst nach jeder Menge „try and error“ ist-mir-jetzt-total-mißlungen. Und auch heute gelingt bei mir nicht immer alles, so wie ich es mir auch vorstelle.
Stricken hat doch schon was sehr organisches an sich. Je nach Müdigkeit oder Laune, kann sich die Strickfestigkeit verändern. Materialen verhalten sich unterschiedlich und nicht immer ist es für das jeweilige Modell auch geeignet.

Dann gibt es eben Ribbelorgien mit dem Hintergedanken, es nächstes Mal besser zu machen oder das eigentlich firgurbetonte Seidenjäckchen ist jetzt ein bequemes Oversize-Teil. Ich trag’s aber echt gerne!! ( und mit dem Wissen, dass Seide viel fester verstrickt werden muß, nicht für figurbetontes geeignet ist und ich immer mehr Weite und Länge einplanen werde…und eine ausreichend große und gewaschene Maschenprobe gemacht werden muß haha)

An alle, die noch mit Maschenproben und Passgenauigkeit kämpfen, Kopf hoch, keine Meister ist von Himmel gefallen, immer informationsreiche Blogs lesen, You Tube- Videos gucken und sich nicht scheuen, in den Ravlery-Gruppen auch „doofe“ Fragen zu stellen oder einfach „HILFE“ zu schreien.  Und ganz wichtig! Einfach ausprobieren, auch wenn man mal etwas mehr ribbeln muß 😀

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Hast Du schon mal jemandem zuliebe etwas gestrickt oder gehäkelt, das Du selbst ganz scheußlich fandest?
Was würdest Du auf gar keinen Fall stricken/häkeln?

Ich mußte total lachen, als ich diese Frage des neugierigen Wollschafes las. Vor meinen geistigen Auge tauchten plötzlich irrwitzige Farbkombinationen auf, wilde Kreationen aus Häkelsternen und Strick, Mützen mit aus der Mitte sprießende Krakenarme und scheußliche Muster ala Totenkopf & Co.

Meine Verwandtschaft und mein Freundeskreis scheint einen guten Geschmack zu besitzen, den derartige Scheußlichkeiten mußte ich bisher noch nicht stricken. Bislang gefiel mir immer die Modelle für meine Auftragsarbeiten. Keinerlei Grufties, schräge Tanten oder anderes Gesocks (mit schlechten Geschmack) in Sicht :mrgreen:

Da ich aber ein toleranter und netter Mensch bin, würde ich auch für einer meiner Lieben etwas stricken, was ich jetzt nicht so schick finde.
Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Das Wollsch(l)af hat verschlafen 😦

Passend dazu die heutige Diensschlafs…ähhh…tagsfrage:

Bist Du schon mal während des Strickens eingeschlafen?
Was machst Du, wenn Du müde bist, aber trotzdem noch stricken möchtest?

Guten Morgen! und soll ja schon mal vorkommen, das man verschläft 😀

Da ich diese seltsame Fähigkeit meiner Mutter auch friedlich im sitzen schlummern zu können geerbt habe, nicke ich doch ab und zu beim stricken ein.
Das Strickzeug wandert Richtung Bauch, meine Äuglein schließen sich, nur für ein Minütchen, so nehme ich es mir zumindestens vor. Ich bekomme das Ende des Krimis nicht mehr mit, frage meine bessere Hälfte nach den Täter, der auch nichts weiß, weil er meinte er müßte dringend einen Mitternachtssnack zu sich nehmen. Kurz vor Ende des Filmes, versteht sich. Wozu habe ich eigentlich diese Testosteronschleuder? Zu nichts nutze!

Gut, ich bin jetzt wieder munter und stricke fröhlich weiter. So ist auch die zweite Frage beantwortet.
Kurzes Schlaferl und ich bin wieder fit. Allerdings gibt es einen Zeitpunkt, wo nix mehr geht und ich Maschen im Zeitlupentempo abstricke, Charts nicht mehr durchblicke und Anleitungen zu einen kryptologischen Irrsinn mutieren. Dann ist endgültig Zeit fürs Bettchen….

In diesen Sinne
Gute Nacht!
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Das Wollschaf hat wieder eine interessante Frage gestellt:

Wieder einmal beschwört ein abwertender Artikel über handarbeitende Frauen einen Shitstorm in Netz herauf.

Was denkst Du?
Warum fühlen sich so viele Frauen sofort angegriffen und gehen in den Verteidigungsmodus, sobald jemand abwertend über Handarbeiten schreibt?

Mangelt es der handarbeitenden Frauenwelt vielleicht einfach nur an dem Selbstbewusstsein, über solches Geschreibsel mit einem milden Lächeln hinwegzusehen?

+++++++++

Ich lese diesen Artikel. Meine Augenbrauen schnellen nach oben, mein Kopf wackelt hin und her bei dem lähmenden Unterfangen sich durch diesen pseudo-intellektuellen Schreibstil zu kämpfen. Was will mir diese Autorin eigentlich mitteilen? Das ich mit stricken den Feminismus in den Dreck trete? Das nur dumme Heimchen am Herd basteln, nähen und häkeln? Die moderne Frau zu dumm für politisches Engagement, zu faul eine „ordentliche“ Ausbildung zu machen und dann, wie es sich gehört, die gläserne Decke zu durchbrechen.

Was heißt Emanzipation? Die Möglichkeit, dass zu tun was ich als Frau tun möchte und was mich glücklich macht! Ich muß keinen Kampfjet fliegen können oder ein Heilmittel gegen Krebs finden um emanzipiert zu sein. Ich habe studiert und Karriere gemacht, dennoch stricke ich gerne,fühle mich wohl dabei und es ist ein wunderbarer Ausgleich. Ich wäre aber nicht weniger emanzipiert wenn ich „nur“ Hausfrau und Mutter wäre. Den Weg habe ich selbst bestimmt.

Ich kann gut verstehen, dass hier so viele Stimmen laut wurden, weil es einfach ein Angriff unter der Gürtellinie ist. Nicht nur gegen das DIY-Phänomen, sondern vorallem gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Da geht es nicht nur um Handarbeiten&Co und das mißfällt.

Klar will die Autorin provozieren, nur zu welchen Zweck? Ich kann und will sowas eigentlich nicht ernst nehmen und deswegen geht mir solch Geschreibsel gründlich am Arsch vorbei und so sollte es jeder halten.

Kleine Anekdote am Rande:
Aus einen bestimmten Grund fand ich diesen Satz sehr amüsant.

Was ist schon ein herausoperierter Tumor gegen ein selbst genähtes Täschchen?

Mein Mann und ich kuscheln gemütlich auf der Couch, ich surfe ein bisschen im Internet mit dem IPad, lese diesen Artikel. Ich schaue meinen GG grinsend an, erklärte ihm kurz warum es in diesen Artikel geht und las ihm dann diesen Satz vor. Stirnrunzelnd meinte er nur lapidar „Mit einem Täschchen wäre ich überfordert“ Er ist Neuro-Chirurg.
Ich bin vor lachen fast vom Sofa gefallen!
Soviel zur Gleichberechtigung….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Nach langer Zeit beantworte ich wieder mal eine Frage des Wollschafs. Passt sehr gut zu meiner momentanigen leichten Wollunlust :mrgreen:

Hattest Du schon mal eine Phase akuter Strickunlust?
Wenn ja, was hast Du dagegen unternommen?
Oder hast Du einfach abgewartet, bis die Phase vorüber war?
Wie lange hat die Phase angedauert?
Was hast Du in dieser Zeit stattdessen gemacht?
Gibt es Gründe, woran es gelegen haben könnte?

Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage.

Und ob ich die hatte!! Aber es ist ein Hobby und ich lasse mich deswegen nicht allzu stressen. Im Moment habe ich die Lust am stricken auch nicht gerade gepachtet, zuviel beruflicher Stress verdirbt mir oft die Freude. Und wenn ich mich zwinge, weil vielleicht ein Teststrick fertig werden soll, dann macht das ganze Hobby keinen Spaß mehr und ich bekomme einen Hass auf jedes Projekt. Nicht sehr sinnvoll!

Deswegen lasse ich es so wie es ist, stricke dann halt gar nicht oder wenig, widme mich vermehrt einen guten Buch oder probiere neue Rezepte aus. Oder liege einfach nur so rum! Das tut nämlich auch mal ganz gut 😉

Und die Lust an Stricknadeln und Wolle kommt immer wieder, meist mit voller Wucht und dann werden alle WIPs und UFOs meist recht schnell fertig.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Handmade muß perfekt sein?

„Selbstgestrickte Sachen brauchen nicht perfekt zu sein, es ist schließlich Handarbeit“ – stimmst Du dieser Aussage zu?

Zu der gestrigen Verstrickten Dienstagsfrage muß ich mal meinen Senf dazu geben 😉

Klare Antwort: Ja, dürfen sie!

Ich würde es sehr überheblich finden, von jedem totalen Perfektionismus bei Strickstücken zu verlangen. Wer bin ich? Die Strick- CIA? NSA mit Stricküberwachungs-Satelliten? Nein, ich bin auch nicht perfekt. Mache Fehler, manch Naht wird nicht ganz so sauber oder manchmal ist die Passform nicht so optimal. Ist nicht schlimm, den wenn das Gesamtpaket stimmt und der Pulli oder das Tuch gerne getragen wird und man Freude daran hat, dann ist es auch richtig.
Man sollte sich das Leben nicht unnötig schwer machen und grundsätzlich mit einer optimistischen Haltung durchs Leben gehen.

Jetzt kommt allerdings ein kleines ABER.
Wie bei allen Tätigkeiten und Hobbies, sollte sich jeder weiterentwickeln. Anfänger werden nicht den perfekten Pullover stricken. Er wird vielleicht unregelmäßig oder die Ärmeln sind zu kurz oder die Nähte sind schief, aber kein Meister ist vom Himmel gefallen. Jeder kann sich weiterbilden, seine Fertigkeiten verbessern und von Strickstück zu Strickstück wird es besser, sauberer in der Verarbeitung und das Strickbild wird regelmäßiger.
Sollte das nicht gelingen, dann ist es vielleicht das falsche Hobby? Aber wer bin ich, das zu mißbilligen. Wenn es Spaß macht und man selbst damit zufrieden ist, dann ist es auch richtig. Es wird niemanden geschadet, ermordet oder gefoltert.
Leider gibt es viel zu viel Besserwisser im Netz, die alles und jeden kritisieren und selbst ach so perfekt sind, immer unter der schönen Schützhülle der Anonymität. Und es wird ja nicht direkt kritisiert sondern immer unterschwellig. In Foren, in Blogs oder in Form von Kommentaren. Schöne neue Welt. Ich will mich davon distanzieren. Weil ich die Freude der Menschen sehe, wenn sie was geschaffen haben und nicht ihre Fehler kritisieren möchte. Und wenn ich mal was erwähnen sollte, zu den einen oder anderen Fehlerchen, dann meist mit einen Augenzwinkern und dem Gedanken „Ist trotzdem schön!“
Nicht das ihr jetzt denkt, ich lobe alles und jeden über den grünen Klee, nein, meine doch eher raren Kommentare sind immer sehr ehrlich. Wenn ich was schön finde, ist mir perfekt herzlich wurscht. Ich muß es mögen und ich will die Freude, den Stolz und die Hingabe dahinter sehen. Dann ist es für mich perfekt.

Und ja, eine perfekt gearbeitete Jacke oder ein fehlerfreies Lacetuch ist schön anzusehen und manch Schlamperei hätte leicht ausgebessert werden können, aber sind wir mal ehrlich. Wir sind alle nicht perfekte Menschen und alle sehr verschieden und das ist gut so!

Also seit kritisch mit euch selbst, aber bitte versucht nicht immer die Banana gerade zu biegen und lasst andere Menschen so wie sie sind, mit all ihren Fehlern und krummen Banananen 😀

Gehabt euch wohl
Eure „nicht pefekte“ Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Welches war das bisher größte Strick-Desaster, das Du mal produziert hast?

Was genau war daran so schrecklich?

Konntest Du daraus Lehren für Deine weitere Strick-Karriere ziehen?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

Uiuiui, da ich schon lange stricke und auch schon viele Teile gestrickt habe, gab es schon einige Strick-Desaster!
Sofort ist mir dieser Raglanpullover mit Carmen-Auschnitt eingefallen. Da ist mir der Ausschnitt derart zu groß geraten, dass ich ihn nur in einer vollen Football-Ausrüstung hätte tragen können 😆
Das Teil wanderte in eine Plastiktüte und Jahre später habe ich den Pulli dann aufgetrennt und eine Jacke daraus gestrickt. Die ich auch dann gerne getragen habe (und es immer noch tue)
Maschenproben sind eben sinnvoll! Und eine gute Passform hinzubekommen ist eine Kunst. Heute kann ich das recht gut. Aber das war ein längerer Lernprozess.
Das mir etwas zu groß geraten ist, ist mir des öfteren passiert. Warum? Naja, ich stricke eher locker und falsches Garn+fehlender Maschenprobe ergibt falsche Maße….aber aus Fehlern wird man ja bekanntlich klug (wenn auch nicht immer)

Heute kenne ich meine speziellen Figurbedürfnisse. Wie und Wo sitzt meine Taille, was für ein Figurtyp bin ich (in meinen Fall eine typische Uhrglasfigur) habe ich breite oder schmale Schultern, was für eine Länge steht mir. Alles Details die enorm wichtig sind für eine optimale Passform.
Bei den meisten Garnen kenne ich meine Maschenprobe, wenn ich mir nicht sicher bin dann wird eine genadelt und das richtige Garn für ein Projekt zu finden kann auch schon dauern. Das muß einfach passen.
Schönes Beispiel ist mein letzter Teststrick, aus Zeitmangel habe ich einen großen Kompromiss bei der Garnwahl gemacht. Ich habe einfach nichts gefunden! Die reine Seide war nicht optimal und das Ergebnis war dann sehr unbefriedigend.

Je mehr ich lerne, um so weniger gibt es Desaster. Von Zeit zu Zeit ribbel ich wie eine Blöde, weil was unschön wird oder sich andauernd Fehler einschleichen. Mir würde ja sonst langweilig werden hihi

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Kaufst du Wolle und Garne eher markenbewusst oder greifst du auch zu No-Name-Produkten? Bitte begründen, danke.

Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Ich kaufe markenbewusst aber auch sehr oft preisbewusst. Ich muß allerdings auch bemerken, dass ich mir nicht oft No-Name-Produkte in die Hände fallen. Sockenwolle wird des öfteren bei diversen Discountern angeboten. Da ich aber so gar nicht der Sockenstricker bin, hat mich der Gedanke „kaufen oder nicht“ noch nicht sehr beschäftigt.

Allerdings denke ich dass No-Name nicht gleich schlecht sein muß, mit der Auflage mehr Natur als Polytierchen. Diese fiesen Kunstfasern finden sich allerdings auch diversen Markenwollen wieder.
Kauf ich auch nicht.
Bei hochwertiger Markenwolle mutiere ich zum Schnäppchenjäger. Bei eBay werde ich zum Jäger. Der Onlineshop Wollmaus ist auch immer einen Besuch wert. Lana Grossa &Co zu tollen Preisen.

Allerdings kann man sich auch teures von Madelinetosh über den großen Teich schicken lassen….aber das ist eine andere Geschichte und eine wesentlich teurere Angelegenheit :mrgreen:

So, gehe jetzt mal wieder Wolle jagen….
Gehabt euch wohl und Weidmannsheil
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Was ist eure persönliche „Königsdisziplin“ beim Stricken? Aran? Lochmuster? Norwegermuster? Doppelstrick? Verkürzte Reihen?

Das sind nur Stichworte; vermutlich habt ihr eure ganz eigene Vorstellung von dem, was für euch das als am höchsten zu bewertende Strickkönnen ist.

Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Für mich gibt es keine Königsdisziplin, denn bei jeder Strickrichtung geht es einfach oder kompliziert.

Bei Fair Isle gibt es einfache Muster mit zwei Farben gestrickt und feinteilige Muster für die schon mal zehn Farben verwendet werden. Da besteht ein großer Unterschied im Schwierigkeitsgrad. Und so verhält es sich auch mit Aran und Lace.

Fünf verschiedene Aranmuster mit unterschiedlichen Rapporten stellen auch für mich eine kleine Herausforderung dar oder 600 Maschen Lace in Hin und Rückreihen.

Wenn ich wirklich eine Königsdisziplin benennen müßte, dann wahrscheinlich ein Wedding Ring Shawl mit Garn so dünn wie Nähseide und 2,5 mm Nadeln. Das ist für mich persönlich die ultimative Herausforderung. Steht ja auch schon ganz oben auf meiner Liste. Ich möchte diesen Sommer damit beginnen:)

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Die verstrickte Dienstagsfrage

 

Irgendwann haben alle einmal das Stricken freiwillig oder durch einen Bildungsplan verordnet gelernt.

Erinnert ihr euch noch, wie das war?

Was machte euch die meisten Probleme?

Wann fing es an, euch richtig zu packen?

Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage!

 

Die Grundlagen des Strickens habe ich in der Grundschule erlernt. Anschlagen, rechte und linke Maschen. War für mich aber nur eine Pflichtübung, wirklich Spaß daran hatte ich nicht. Aber diese Grundlagen sind hängengeblieben.

So Ende der 80iger machte bei uns in der Stadt ein neuer Wollladen auf. Wolle von Phildar, so richtig gruseliges Effektgarn und haaaaarige Mohairwolle, vieles mit Glitzer. Ich weiß eigentlich nicht den Grund, aber mich zog dieser Laden magisch an.
Es gab auch Anleitungshefte und darin waren hauptsächlich Pullover mit großflächigen Intarsien. Schön haarig und mit viel Glitzer. Ich mußte so einen Pullover einfach haben! Ich denke, ich habe da mein Taschengeld und diverse Oma-Geldgeschenke zusammen gekratzt und habe mir Garn in den verschiedensten Rottönen gekauft.
Ich weiß noch, ich bin am Boden in meinen Zimmer gesessen und vor mir in Reih und Glied die einzelnen Knäuel. Und das waren viel Knäuel!! Ich habe diesen Pulli geliebt! Das waren wirklich nur zwei gerade Teile und zwei Keile für die Arme. Ich glaube ich habe nicht einmal einen richtigen Halsausschnitt gemacht. Nur so einen Bootsausschnitt…leider kann ich dieses Ungetüm nicht mehr finden 😦 Ein nachfolgender Pulli in Türkis liegt allerdings noch irgendwo im Keller!

Irgendwann habe ich meine beste Freundin dazu überredet, auch wieder zu stricken (sie hatte es ebenfalls in der Grundschule gelernt) und wir haben dann aus jede Menger Wollreste von meiner Oma eine Patchworkdecke genadelt. Und dabei die verschiedensten Muster ausprobiert. Ich weiß noch, das meine Freundin einen unheimlichen Bamel vor Zöpfe hatte…ich war da eher angstfrei und der Meinung, das ich das auf jeden Fall kann!! Lachen muß ich ja jetzt, wenn ich an die vielen wunderschönen Aranpullover denke, die sie so im Laufe der Zeit gestrickt hat.
Wir haben dann jahrelang immer gemeinsam bei jede Menge Filme, Pizza und Cola unglaublich viel gestrickt. Wirkliche Probleme hatte ich nie beim stricken. Ist doch ganz einfach….Dazu gelernt haben wir durch die Anleitungen, den bisschen Know How was in den Heften stand und einfach durch ausprobieren. Da gabs kein Internet und ich machte Ausschnitte, Armkugeln etc. einfach so wie ich glaubte es gehöre so. Und mit ein paar Ausnahmen, waren die Pullis und Jacken auch alle gut tragbar. Viele trage ich immer noch.

Es gab immer wieder Pausen, manchmal war einfach keine Zeit oder die Interessen verlagerten sich. Aber wirklich aufgegeben habe ich es nie. In den Schwangerschaften habe ich Babykleidung gestrickt, ich kann mich noch gut an die kleine Jacke erinnern mit Kapuze und rundherumlaufenden Elefanten! Sie ist leider verloren gegangen. Umzüge und oft mustert man sinnlos aus, keine Ahnung wo das Jäckchen geblieben ist. Irgendwann stricke ich das nochmal, für meine Enkel 🙂

Stricken gehört zu meinen Leben und wird es wahrscheinlich immer gehören.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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