Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Fortschritte

Die Kirschblüten wachsen, sogar ziemlich schnell.

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Das Besticken geht mir recht flott von der Hand und man mag ja gar nicht glauben, wie schnell ich glatt rechts stricken kann, wenn ich schon ganz heiß auf die Sticknadel bin…und ich finde nix öder als glatt rechts! Nur das Umsticken der Blüten frißt etwas Zeit, aber so langsam perfektioniere ich meine Technik. Sieht doch schon sehr ordentlich aus, oder?

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Der rechte Vorderteil wird gerade bestickt und dann nur noch schnell Ärmel nadeln. Schöne rosa Perlmutknöpfe habe bereits in der Knopfdose gefunden, also steht der Fertigstellung nichts im Wege.

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Etwas trauriger steht es um meinen Aranpullover. Sehr eingängiges Muster und auch wunderbar zu stricken, aber ich brauch für ein paar cm echt ewig. Mit 3,5er Nadeln und ziemlich viel Maschen ist das eher slow knitting. Aber nächsten Winter kann ich ihn sicher anziehen. 😆

Mich hat eine Erkältung erwischt, also gehe ich jetzt mit mehr Zeit im Gebäck wieder sticken…

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Ich war schon wieder im Keller

Mit dem kleinen Wäschekorb. Um Wolle zu holen. Weil ich von einen bestimmten Projekt schon geträumt habe. Die Jacke „Memuro“ aus der Rowan 59 ist mir nicht mehr aus dem Sinn gegangen.

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Wunderschöne Kirschblüten ranken sich über den Rücken, die ich mittels Sticknadel auf den glatt rechts gestrickten Teil aufbringe.

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Man könnte natürlich auch mit Intarsientechnik arbeiten, könnte man, aber nichts für mich. Große Flächen sind ja ok, aber diese feinen Linien, kleinen Farbflächen und teilweise einzelnen Maschen sticke ich lieber. Und ich sticke unglaublich gerne (leider viel zu selten), also eine ideale Kombination.

Soweit bin ich schon gekommen.

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Der erste Vorderteil ist auch schon fast fertig gestrickt und wartet auf seine Verzierungen. Das zweite Vorderteil soll auch eine Blütenranke bekommen. Und meine Jacke bekommt lange Ärmel.
Ich verwende von Debbie Bliss die Cashmerino in einen cremigen Beige mit einem leichten Hauch von Vanillegelb. Leider wird mit diesen Garn glatt rechts nicht sehr gleichmäßig. Aber was soll’s, gleichmäßig gelingt mir nicht mit jeder Wollle (geht es euch auch so?). Bestickt wird das Ganze mit Alpaka in einem dunklen und hellen Rosa von Drops und diversen Mohairgarnen (von Rowan, Madil und Iceyarns)
Die Blüten werden mit dem Mohairgarn umstickt, was mir zuerst einiges Kopfzerbrechen bereitet hat.
In der Anleitung steht wortwörtlich „Das Muster mit Linien umsticken“ What the hell? Das kann ja alles mögliche sein, die Bilder sind auch derart schlecht, dass man überhaupt nicht sieht was und wie….Mach ich halt mein eigenes Ding!
Nach einigen Versuchen und fluchen hab ich mich jetzt für Stielstich entschieden. Ist nicht ganz einfach, das auch sauber hinzubekommen, aber es wird 🙂 (Die eine große dunkle Blüte habe ich etwas vermurkst, aber damit kann ich leben….mich wird schon nicht der Blitz vom St(r)ickgott treffen….)

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Jaja, ich weiß. Ich habe noch einige WIP’s. Mir doch wurscht. Das macht einfach zuviel Spaß. Und die Jacke wird wahrscheinlich früher fertig als alles andere.

Der Zopfpulli wächst soooooo gaaaaanz laaaaaangsam, aber er wächst……davon mehr im nächsten Post. 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Das unbezwingbare UFO

Ein Tuch. Rosa Seide. Liebe auf den ersten Blick. Spannende Konstruktion. Angeschlagen im März 2013. Voller Enthusiasmus.

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Zwei Quadrate gibt es bis dato. Ein Quadrat und zwei Dreiecke sind für das Tuch „Elysium“ noch zu stricken. Die Einzeltile werden dann mit Luftmaschenketten verbunden und abschließend noch mit einer Bordüre verziert.
Ich bezwinge das Tuch noch, ich will das Tuch, ich finde es immer noch einmalig schön.

Die Wahl der Seidenlace von The Natural Dye Studio war nicht die beste Wahl. Das Garn spleißt sich wie die Hölle und die paar Maschen am Anfang mittels Nadelspiel (und auch noch rutschig)  machen die Sache auch nicht besser. Aber 2017 wird es fertig! Als gutes Omen habe ich letztens den zweiten, noch ungewickelten, Strang des Seidengarns gefunden. Ganz zufällig beim *GlücklichinWolleherumwaten*. Eindeutig ein Indiz, es wird nicht geribbelt!

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Vernichtet habe ich vor einiger Zeit zwei UFO’s. Die FairIsle-Jacke aus einer Voque Knitting war eindeutig zu klein veranschlagt. Ich dachte wohl, ich nehme jetzt mal ganz geschwind ein paar Kilos ab. Ne, dazu esse ich viel zu gerne! Warum die so klein werden sollte, weiß ich jetzt auch nicht…war aber Absicht (da hat mich wohl der *Ich quetsch mich in eine Minijacke Teufel geritten*)

Zweites Problem waren die teilweise sehr dunklen Farben, wo die Musterfarben mit dem dunklen Grau beim stricken ineinander verschwammen. Kaum zu unterscheiden, untergraben diese kleine Farbteufel massiv das Strickvergnügen. Eine Stunde stricken bei Kunstlicht haben mir psychedelische Farbkreise beschert, die wie beim besten LSD-Trip, vor meine Augen herumschwirrten (also nicht, dass ich jetzt wüßte wie sich ein LSD-Trip anfühlt…nur mal so eingeworfen. Das mir hier niemand Böses denkt)
Dann sind mir auch noch die Motten in einen Teil der Isager Highlandwolle gekommen und da war Schluß mit lustig. Aus der geretteten Wolle (ein paar Tage in den Tiefkühler geben, das tötet diese Biester….Stricktip!) ist dann das Tuch von Stephen West entstanden.
Die Jacke find ich immer noch himmlisch und mit helleren Farben (und eine Nummer größer) steht sie immer noch ganz oben auf der Tapetenrolle.

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Zu guter letzt ein angefangenes Kleid, angeschlagen im Jahr 2011 (!) aus einer Verena. Ein Rückenteil schlummerte im Korb so vor sich hin. Ich hab den Vorderteil wirklich angeschlagen, ja echt und das war’s aber auch schon.
Das Muster hat mich genervt, eigentlich wußte ich nicht mehr mit welcher Nadelstärke ich gestrickt hatte und die Vorstellung ein Kleid mit so vielen Löchern im Schrank zu haben, fand ich plötzlich nicht mehr lustig. Sommerkleid, wo ich ein Unterkleid drunter ziehen muß? Doof! Da war es mir um das schöne Baumwoll-Seidengarn von Rowan echt zu schade. Da soll was Tragbares entstehen. Also geribbelt und dem Projekt einen Frosch verpasst.

Manchmal lohnt es sich Projekte auch nach Jahren zu beenden, wenn sie immer noch gefallen (und man sie unbedingt haben MUSS) Bei vielen fasst man sich einfach ein Herz und zieht brutal die Nadel aus dem Gestrick (ahja, ich hatte doch noch eine vierte 3,5er Nadel….).

Bin ja selbst gespannt, wann ich euch das fertige Lacetuch präsentieren kann! Wäre halt ein schönes Sommertuch über einen zarten Kleid 🙂

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Chanel meets Bikerjacke

Stand doch mein Püppi mitten im Wohnzimmer, geschmückt mit der nun endlich fertig gewordenen Jacke, da kommt der Liebste um die Ecke, begutachtet kritischen Blickes das Gestrick und fragt mit sehr ernsten Gesichtsausdruck „Na, kauft’s dir auch ein Motorrad dazu?“ He? What? Männer!

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Gut, zugegeben mit den sehr speziellen Armkugeln wirkt es wirklich wie eine Bikerjacke mit Coutour-Charme.

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Nein, so wollte ich das jetzt nicht haben, stand auch so nicht in der Anleitung. Mir ging schlicht und einfach das Garn aus!
Kennt ihr das, wenn man mittendrin schon weiß, das die Meter nicht reichen werden. Ich hab etwas herumgewerkelt, geribbelt, probiert und diese Lösung für gut befunden.

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Damit der helle Teil nicht wie notgelandet wirkt, schnell noch zwei passende Taschenklappen genadelt, von der hellen Wolle hatte ich ja genug. Sieht jetzt etwas nach Avantgarde aus, aber mir gefällt es so ganz gut. (Wie eine Bikerbraut wollte ich jetzt allerdings nicht wirken und eine Maschine kaufe ich mir auch nicht, weil ich gar keinen Motorradführerschein habe. Aber wahrscheinlich sind das die geheimen Wünsche der besseren Hälfte….oder so)

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Fazit dieses Pojekts ist, dass mir so dicke Wolle nicht mehr ins Haus kommt und Nadeln jenseits der 6mm vorerst tabu sind.
Sonst kann ich meine Hände beerdigen. Aua!

Das Modell ist aus einen uralten Gedifra Heft und mit uralter Gedifra Wolle gestrickt.
Alte Schätze können auch noch Jahre später Freude bereiten.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Mosaik-Muster

Einige werden schon Bekanntschaft mit dieser speziellen Art unter den Hebemaschenmustern gemacht haben, manche haben sich wohl bei meinen letzen Beitrag ratlos den Kopf gekratzt. Was hat es nun auf sich mit diesen Mosaikmustern? Eigentlich ganz einfach.

Sicher kennen fast alle Hebemaschen, wo man sehr leicht die Illusion von zweifarbigen Mustern erzeugen kann. In jeder Reihe wird nur mit einer Farbe gestrickt, die Maschen wo die zweite Farbe sich zeigen soll, wird einfach abgehoben. In der nächsten Hinreihe wird dann die abgehobene Masche einfach abgestrickt.
Meist ähneln diese Muster eher Strukturmustern und wirken sehr einfach in der Optik.

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Mit der gleichen Technik und entsprechenden Mustern können auch Motive gestrickt werden, ähnlich wie bei Fair Isle. Aber eben nur mit je einer Farbe pro Reihe. Mit kraus rechts oder linken Maschen lassen sich auch sehr interessante plastische Strukturen schaffen. Allgemein wirkt das Gestrick auch in glatt rechts viel erhabener, eben mit diesen leichten 3D-Effekt.

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Mir gefällt das sehr gut, weil es mal Abwechslung ins Stricken bringt und die Technik auch Spaß macht.
Wie ich schon erwähnt habe, ist es für mich kein Ersatz für Fair-Isle, aber eine schöne Ergänzung.
Für alle, die mit dem herkömmlichen Vielfarbenstricken nicht so gut zurechtkommen, Steeks als zu gruselig empfinden und doch gerne mal so schöne zweifarbige Muster haben möchten, ist es natürlich ideal. Außerdem ist das Gestrick elastischer, weil hinten die Querfaden fehlen.

Sehr schön sind diese Muster bei Tüchern anzusehen

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Die Designerin Lisa Hannes des Modells „Emiliana“ hat noch einige solcher Schönheiten in ihren Repertoir. Wer die Wahl, der hat die Qual….ich weiß immer noch nicht, welches Modell es auf meine Nadeln schaffen wird. Ich find sie einfach alle soooo schön.
Und Wollangebot gibt es im privaten Lager genug für so ein Tüchlein. (Eh klar, oder?)

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Aber auch Oberteile können gut mit dieser Technik gestrickt werden. Die Anleitung für die Jacke „Kiyomi“ ist bereits in meiner digitalen Bibliothek gespeichert und das passende Garn in Beere, Rosa und Grün harrt in einer Kiste aus, bis es seiner Bestimmung zugeführt wird. (Wann soll ich das nur alles stricken?)
Die Blendenlösung ist nicht ganz nach meinen Geschmack, hier kommen noch Änderungen zum Einsatz. Eher Chaneljacke? Oder doch Longjacke mit schmäleren Schalkragen und Gürtel? Man wird sehen…..

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Die Designerin Barbara Gregory, die diese Jacke für Twist Collective entworfen hat, hat noch einige sehr schöne Oberteile mit Mosaikmuster im Angebot. Mal vorbeischauen und sich inspirieren lassen.

Was mich ja immer wieder erstaunt, dass ich trotz langjährigen *an der Nadel* hängen, immer noch Neues entdecke. Sei es bei Mustern oder Konstruktionen. Stricken ist wirklich eines der besten Hobbies, die man sich aussuchen kann. Niemals langweilig und auch noch gut für das körperliche und seelische Wohlbefinden (wird ja sogar schon als Therapie eingesetzt!)

Gesundheit!
Eure Bettina

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Die Mörderjacke

Sie ermordet meine Geduld! Und ganz nebenbei meine Unterarme inklusive Hände. Aber die ganz, aber wirklich nur die ganz harten Strickerinnen ertragen den Schmerz der unerbittlichen Wollsucht. (Und sind ganz nebenbei ganz schön gaga)

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Jaja, Ärmeln wären schon schön praktisch, aber den Kragen und die Blende hab ich gerade noch so geschafft. Dann war Schluß mit lustig. Eigentlich wollte ich das Projekt in einen durchziehen, weil ich das Jackerl unbedingt anziehen möchte. Das Wetter wäre jetzt so ideal dafür.

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Ungewöhnlich lange ist die Jacke für einen klassischen Chanel-Stil, aber oben rum schön kuschelig warm und meine Nieren holen sich einen Schnupfen? Nö, da habe ich es lieber über-Popo-warm.
Und die Jacke ist so dick und fest, da kommt sicher kein Lüftchen durch. Ich mag diese Strick-Outdoor-Teilchen, da ich viel mit dem Auto unterwegs bin und da ist Strick einfach bequem und man schwitzt auch Indoor nicht ganz so schnell, wie mit normalen Jacken.

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Coco, so heißt das Modell bei mir, war bis jetzt, doch unerwartet, recht anspruchsvoll, das Muster mußte gerade beim Kragen passen, verkürzte Reihen bei Hebemaschenmuster sind auch nicht ohne und ich hab auch noch einen Taillierung hinzugefügt. Ärmel wurden schon mal angeschlagen….aber das dauert noch, sonst werde ich noch ganz strickuntauglich!

Und jetzt ein Sneak Peak!

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Ein Loop aus Mohair, der meinen Gehirn entsprungen ist.
Mehr wird noch nicht verraten. Nein, ihr müßt euch noch in Geduld üben. Nix da!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Endlich fertig!

Ein Teil weniger, dass mir unfertig ständig im Weg herum liegt und ein Teil mehr im Schrank für den kommenden Herbst.

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Diese Karohose wird wohl zukünftig ein häufig getragenes Teil werden. Passt zu allen was irgendwie britisch angehaucht ist.

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Mit der hellen Marlenehose mag ich die Jacke allerdings auch sehr gerne.

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Angesichts der furchtbaren Anleitung passt das Jackerl erstaunlich gut, unter den Achseln könnte es zwar etwas weiter sein, aber ist jetzt nicht so schlimm (einen dicken Pulli werd ich da drunter sowieso nicht tragen….)

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Für die Passe habe ich einen Steek mit 9 Maschen angeschlagen, was das stricken mit drei Fäden sehr erleichtere (war aber trotzdem müüüühsam!)
Den Steek habe ich dreifach abgesichert, einmal mit der Häkelnadel und dann noch zwei Reihen Steppstich. Glatte Wolle und mehrere Fäden über den Steek geführt, ich wollte es nicht riskieren! Hatte echt das Befürchten, dass sich alles auflöst! Bis jetzt hält alles 😆 Ein Wunder, den ich habe mir eingebildet, den Steek mitten in der Nacht zu bearbeiten…..Schere mit halb offenen Augen anzulegen ist eigentlich unverantwortlich….aber nix ist g’schehen…alles gut 🙂

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Die wirklich gut passenden Knöpfe waren reiner Zufall. Zuerst hatte ich nichts passendes gefunden. Komisches Braun, wo sich jeder brauner Knopf extrem stach und Rosa oder Natur wollte ich irgendwie nicht. Diese Knöpfli habe ich eigentlich nur gekauft, weil sie so schön waren. Und dann passen die sooooo gut! Echt lustig!

Anleitung: Dilys von Marie Wallin aus Rowan Tweed Collection

Wolle: Willow Tweed von Luisa Harding in den Farben Bark, Natural, Catkin und Blush

Nadeln: 3mm und 3,5mm

Morgen soll ja wieder Strickwetter einkehren, das Wochenende habe ich noch das wunderbare Wetter genossen und mich hauptsächlich im Freien aufgehalten. Morgen kann ich mich dann wieder einkuscheln….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Kreuz und Quer

Kunterbunt geht es zu im heimischen Strickkorb. Mal wird hier gestrickt, dann wieder dort, wie es mich gerade freut.

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Die Jacke aus der Mottenkiste liegt schon in der Zielgeraden.

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Nur noch ein paar Reihen Passenmuster, dann die Blenden flott angestrickt und fertig ist ein gemütliches Herbstjackerl.

Das Muster ist einfach zu merken, zum Glück, den in den meisten Reihen wird mit drei Farben gestrickt und das ist mühsam und verlangsamt den Fortschritt um einiges.

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Neu angeschlagen eine dicke Jacke im Chanelstil. Diese Wolle habe ich tief aus meinen Vorrat ausgegraben. Gedifra gibt es schon lange nicht mehr, die Modelle in den Heften können sich aber durchaus noch sehen lassen. So steht diese zeitlose Jacke nach wie vor auf meiner Wunschliste. Das Garn müßte schon über 10 Jahre in meinen Stash schlummern (räusper….) Das Gestrick wellt sich etwas sehr am Rand, liegt am Hebemaschenmuster, da muß ich wohl etwas tricksen bei der schmalen Blende, aber wird schon werden….

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Sehr ungewohnt sind die Kochlöffeln in Stärke 8. Man sieht zwar schnell Ergebnisse, die dicken Nadeln gehen mir allerdings sehr auf die Hände. Meine Sehnenscheiden melden sich dann gehörig und unmissverständlich zu Wort. Daher hier mit Bedacht stricken!

Ganz neu im Stash ist die Camellana von Ruppert Garne. Reine Camel-Wolle in Creme, Caramel und Kirschrot. Extra bestellt für den Mystery-KAL von Hinterm Stein. Habe ich liebenswürdigerweise von ihr geschenkt bekommen und ich fand nix im Wolllager….naja, ich wollte wahrscheinlich gar nichts finden und mir einfach neue Wolle gönnen. Mir war so danach und die Camellana wollte ich schon längst ausprobieren.

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Hier schon mal der Anfang des Tuches, im ersten Clue wird noch wie für ein Dreieckstuch gestrickt und dann kommen Richtungswechsel um daraus einen breiten Schal zu zaubern. Bin ich ja schon gespannt!

Das wär’s mit der derzeitigen Bestandsaufnahme, das restlose Vernichten von Strickleichen steht immer noch am Programm. Wenn Mottenkiste-Jacke fertig ist, dann muß ein Tuch mit Norwegersternen daran glauben….das soll jetzt auch endlich mal fertig werden. :mrgreen:

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Aus der Mottenkiste

Hoffentlich ohne Mottenlöcher…..
Sie müssen weg, die WIPs und UFOs, die verschollenen Teile und Strickkistenblockierer (bevor noch wirklich die Motten zuschlagen und sich satt fressen)

Den Anfang machte ja schon der Chic-Brit-Pulli und jetzt muß eine Jacke, die vor gut zwei Jahren angeschlagen wurde, daran glauben.
Es ist die Jacke Dilys aus der Rowan Tweed Collection.

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Ein Rückenteil, ein Vorderteil und ein halber schlummerten seelig seit Monaten in ihrer Behausung. Die Teile betrachtend, fragte ich mich warum ich den Cardi nie fertig gestrickt hatte. Der Ausschnitt des Vorderteils sah komisch aus, ich erinnerte mich daran hier mit verkürzten Reihen gearbeitet zu haben, was mir aber nicht wirklich gefiel. In der Anleitung wird nur schnöde abgekettet.

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Hmmm, mal einen Ärmel anschlagen, damit ich wieder in den Fluß mit dem Muster komme (sonst kenn ich mich ja gar nicht mehr aus…)
JETZT weiß ich wieder warum das Projekt so sang und klanglos im Korb verschwunden ist!
Die Anleitung ist, mit Verlaub gesagt, ein Schaß!
Fängt ja gut an….ich hab da anscheinend großes Perlmuster gestrickt statt dem normalen….und eigentlich hätte das Bündchen am Ärmel breiter gehört….ich steh mit diesen Pattern eindeutig auf Kriegsfuß!

Endlich geschafft, der Ärmel ist fertig. Irgendwas mit dem Armauschnitt ist anders (?!?!?) Rückenteil kontrollieren….ahja, da haben wir ja den Übeltäter….da muß ich Hin-und Rückreihen abnehmen…hab ich brav beim Ärmel gemacht (nachdem ich eine Ewigkeit gebraucht habe, diese Anweisung zu entschlüsseln) beim Rückenteil nicht! Ribbel, ribbel, ribbel….jetzt stimmt es *Hurra*

Jetzt zum Vorderteil….häh? Was? Wie? Mir stehen bereits die Haare zu Berge und ich sehe aus wie Albert Einstein der in die Steckdose gegriffen hat. Ribbel, ribbel, ribbel….jetzt endlich ist der Ausschnitt aufgegangen. (Ohne verkürzte Reihen, so wie in der Anleitung vorgegeben)

Oh nein, ich habe den linken mit rechten Vorderteil verwechselt! Jetzt ist die Taillierung vorne in der Mitte, wo sie beileibe nicht hingehört! Man darf sich mir inzwischen ohne Gefahr nicht nähern, niemand will mit einen Hai in der Badewanne liegen. Um mir herum herrscht das blanke Chaos. Ribbel, ribbel, ribbel….endlich geschafft! Sieht gut aus, stillgelegte Maschezahlen stimmen und ich kann den zweiten Ärmel anschlagen.

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Ich bin geschafft, von den zwei Folgen „Quantico“, die im Fernsehen liefen, habe ich nichts, aber auch gar nichts mitbekommen. Wiederholung aufnehmen und nochmals ansehen. Diesmal ohne verqueren Projekt…..

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Jetzt liegt alles geordnete im Korb und wird hoffentlich bald ein tragbares Jäckchen.

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Bei der Rundpasse werd ich mal höllisch aufpassen, sonst bekomme ich noch einen Nervenzusammenbruch!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Was lange währt, wird endlich gut

Ich mußte mir ja wochenlang Sprüche wie „Jetzt bist immer noch nicht fertig?“ oder „Was ist los? Strickkrise?“ oder auch „Schon wieder Schluß mit stricken?“ anhören. Haha! Mehr als 5-10 Runden Ärmel waren pro Tag einfach nicht drin. Aber so kommt man, beharrlich wenn auch langsam, ebenfalls zum Ziel. Und deswegen ist der Mantel jetzt auch brav und endgültig von den Nadeln gehüpft. (Und der soll mal selber sowas stricken und dann lass ich mal blöde Sprüche los 👿 )

imageFast 3 Monate hat es gebraucht……aber so langsam komme ich wieder in den Flow und strick gerade fleißig an meinen Schal.

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Erstaunlicherweise sitzt das gute Stück sehr gut. War da am Anfang etwas sehr skeptisch (und sah mich schon mit schmerzverzerrten Gesicht ribbeln), aber alles gut 🙂
Größentechnisch habe ich einen Hybrid aus Gr. M und S fabriziert. Oben herum ist es eine M (37″), damit ich meinen (Atom-)Busen auch schön verpackt habe. Da meine Unterbrustweite eher schmal ausfällt, wurde für das Rockteil die Maschanzahl für Gr. S (34″) aufgenommen, was das ganze etwas verschmälert hat.
Am Saum ist es eher wieder eine M, ein Rapport mehr und die daraus resultierenden mehr zugenommenen Maschen machen es schön schwingend.

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Auf die I-Cord Schlinge für den Knopf habe ich verzichtet und einfach das schon vorhandene Loch vom Muster als Knopfloch verwendet. Der Glitzerknopf mußte einfach sein :mrgreen:

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Das smoken der Schulterpartie ging erstaunlich gut von der Hand, ein schöner Sonntag auf der Terasse war ideal um sich ins sticken zu vertiefen.

Bin rund um zufrieden und freu mich jetzt schon auf kühlere Temeraturen um den Mantel endlich ausführen zu können. Der übrigens nicht nur zum Kleid passt, sondern auch eine gute Figur mit Shirt und Jeans macht!

Anleitung: Devoted Classic Cardigan (Jane Austen Knits, Summer 2012)
Garn: Madelinetosh Dk in Isadora
Verbrauch: 8 Stränge
Nadelstärken: von 4mm bis 5mm (oben dünn, unten dick….)

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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