Zwitscherhexe

Stricken, Kochen, Pferde. Mein Leben zwischen Stricknadeln, Kochtöpfe und Reitstall

Endlich fertig!

Ein Teil weniger, dass mir unfertig ständig im Weg herum liegt und ein Teil mehr im Schrank für den kommenden Herbst.

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Diese Karohose wird wohl zukünftig ein häufig getragenes Teil werden. Passt zu allen was irgendwie britisch angehaucht ist.

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Mit der hellen Marlenehose mag ich die Jacke allerdings auch sehr gerne.

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Angesichts der furchtbaren Anleitung passt das Jackerl erstaunlich gut, unter den Achseln könnte es zwar etwas weiter sein, aber ist jetzt nicht so schlimm (einen dicken Pulli werd ich da drunter sowieso nicht tragen….)

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Für die Passe habe ich einen Steek mit 9 Maschen angeschlagen, was das stricken mit drei Fäden sehr erleichtere (war aber trotzdem müüüühsam!)
Den Steek habe ich dreifach abgesichert, einmal mit der Häkelnadel und dann noch zwei Reihen Steppstich. Glatte Wolle und mehrere Fäden über den Steek geführt, ich wollte es nicht riskieren! Hatte echt das Befürchten, dass sich alles auflöst! Bis jetzt hält alles 😆 Ein Wunder, den ich habe mir eingebildet, den Steek mitten in der Nacht zu bearbeiten…..Schere mit halb offenen Augen anzulegen ist eigentlich unverantwortlich….aber nix ist g’schehen…alles gut 🙂

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Die wirklich gut passenden Knöpfe waren reiner Zufall. Zuerst hatte ich nichts passendes gefunden. Komisches Braun, wo sich jeder brauner Knopf extrem stach und Rosa oder Natur wollte ich irgendwie nicht. Diese Knöpfli habe ich eigentlich nur gekauft, weil sie so schön waren. Und dann passen die sooooo gut! Echt lustig!

Anleitung: Dilys von Marie Wallin aus Rowan Tweed Collection

Wolle: Willow Tweed von Luisa Harding in den Farben Bark, Natural, Catkin und Blush

Nadeln: 3mm und 3,5mm

Morgen soll ja wieder Strickwetter einkehren, das Wochenende habe ich noch das wunderbare Wetter genossen und mich hauptsächlich im Freien aufgehalten. Morgen kann ich mich dann wieder einkuscheln….

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Kreuz und Quer

Kunterbunt geht es zu im heimischen Strickkorb. Mal wird hier gestrickt, dann wieder dort, wie es mich gerade freut.

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Die Jacke aus der Mottenkiste liegt schon in der Zielgeraden.

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Nur noch ein paar Reihen Passenmuster, dann die Blenden flott angestrickt und fertig ist ein gemütliches Herbstjackerl.

Das Muster ist einfach zu merken, zum Glück, den in den meisten Reihen wird mit drei Farben gestrickt und das ist mühsam und verlangsamt den Fortschritt um einiges.

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Neu angeschlagen eine dicke Jacke im Chanelstil. Diese Wolle habe ich tief aus meinen Vorrat ausgegraben. Gedifra gibt es schon lange nicht mehr, die Modelle in den Heften können sich aber durchaus noch sehen lassen. So steht diese zeitlose Jacke nach wie vor auf meiner Wunschliste. Das Garn müßte schon über 10 Jahre in meinen Stash schlummern (räusper….) Das Gestrick wellt sich etwas sehr am Rand, liegt am Hebemaschenmuster, da muß ich wohl etwas tricksen bei der schmalen Blende, aber wird schon werden….

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Sehr ungewohnt sind die Kochlöffeln in Stärke 8. Man sieht zwar schnell Ergebnisse, die dicken Nadeln gehen mir allerdings sehr auf die Hände. Meine Sehnenscheiden melden sich dann gehörig und unmissverständlich zu Wort. Daher hier mit Bedacht stricken!

Ganz neu im Stash ist die Camellana von Ruppert Garne. Reine Camel-Wolle in Creme, Caramel und Kirschrot. Extra bestellt für den Mystery-KAL von Hinterm Stein. Habe ich liebenswürdigerweise von ihr geschenkt bekommen und ich fand nix im Wolllager….naja, ich wollte wahrscheinlich gar nichts finden und mir einfach neue Wolle gönnen. Mir war so danach und die Camellana wollte ich schon längst ausprobieren.

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Hier schon mal der Anfang des Tuches, im ersten Clue wird noch wie für ein Dreieckstuch gestrickt und dann kommen Richtungswechsel um daraus einen breiten Schal zu zaubern. Bin ich ja schon gespannt!

Das wär’s mit der derzeitigen Bestandsaufnahme, das restlose Vernichten von Strickleichen steht immer noch am Programm. Wenn Mottenkiste-Jacke fertig ist, dann muß ein Tuch mit Norwegersternen daran glauben….das soll jetzt auch endlich mal fertig werden. :mrgreen:

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Tips und Tricks rund um Steeks Teil 2

Da kommt es jetzt, das Gruselkabinett des Dr. Mabuse (oder Dr. Zwitscherhexe 😉 )
Wir schneiden ins Gestrickte kreisch. Aber keine Angst, ist halb so wild.

1. Steekmaschen sichern:
Es gibt zwei Möglichkeiten dies zu tun. Entweder ihr näht mit einer Steppnaht die Maschen ab oder ihr umhäkelt die Maschen.
Ich finde das abhäkeln sympathischer und deswegen, werde ich euch diese Methode näher bringen.

Ihr habt eine ungerade Zahl an Steekmaschen angeschlagen. Die mittlere Masche wird dann aufgeschnitten.
Hier seht ihr gut, welche Masche ich meine.

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Ihr nehmt eine wesentlich dünnere Häkelnadel als eure Stricknadelstärke, dann am Rand beginnen. Hier schon gut mit einer Kettmasche absichern, dass auch nichts nach dem schneiden rausrutscht. Nehmt am besten einer der Garne, die ihr auch für euer Strickstück verwendet habt. Eine kontrastierende Farbe würde ich empfehlen. Dann fällt das aufschneiden leichter.

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– Ihr holt den Faden durch das halbe Maschenglied der Masche neben der Mittelmasche und durch das halbe Maschenglied der Mittelmasche.

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– Das wiederholen und den Faden durch beide Schlingen holen. Es wird eine feste Masche gemacht.

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Diese beiden Schritte wiederholen bis zum Ende des Steeks. Die eine Seite des Steeks ist nun gesichert. Nun das gleiche auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen.

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So sollte das nun aussehen. Immer darauf achten , dass ihr die Randmaschen auch ausreichend umhäkelt. Sonst könnten euch Maschen entfleuchen. Und das wollen wir ja nicht.

2. Steek aufschneiden:
Jetzt ist gut sichtbar, wo ihr schneiden müßt.

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Einmal tief Luft holen, noch einen Schnaps trinken, eine Zigarette rauchen und los geht es!

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Am besten eine spitze, gut schneidende Schere verwenden. Gut geeignet sind Stickscheren oder solche fürs Haaare schneiden. Querfaden für Querfaden durchschneiden und plötzlich ist die unförmige Wurst eine Jacke oder Tuch (oder was euch sonst noch so einfällt.)

3. Maschen aufnehmen und Steek versäubern:
Aus der Linksrippe (siehe auch Teil 1) die Maschen für die Blenden aufnehmen.
Der Steek klappt dann automatisch nach innen und kann sehr bequem gegengenäht werden. Die losen Fäden einfach unter dem Steek verstecken.

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Hier schöner Steek (und nicht pfui Steek von Kapuzenjacke…)

Ihr seht, ganz einfach und praktisch und zur Nachahmung dringend zu empfehlen. 😀

Anmerkung:
In Fall der hier gezeigten Kapuzenjacke, habe ich den Rippenbund ebenfalls mit einen Steek gestrickt. Normalerweise diesen Teil des Strickstücks flach in Reihen stricken. Den Steek vorher abketten oder nach dem Bund neu anschlagen. In diesen speziellen Fall habe ich den Bund mit einen Steek versehen, damit ich einen gleichmäßige Fläche für den Reißverschluss habe.

So Mädsl (oder auch Jungs?), ich hoffe ich habe euch diese Technik, wie ich sie verwende,  etwas näher gebracht.

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Eine Kapuze zum verlieben

Uiuiui, da bin ich gerade noch zwei Tage vor der Deadline fertig geworden. Glaubte schon nicht mehr daran, aber mit zwei laaaaaangen Nächten ist es mir dann doch noch gelungen. Denn Zeitüberschreitungen bei Teststricks mag ich gar nicht leiden.

Und tatarata, aus einen komischen Cowl ist doch tatsächlich eine Kapuze geworden!

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Der Rest eher schlicht, mit entzückender Bordüre an den Ärmeln.

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Vorne ein Reißverschluß. Jetzt weiß ich wieder, warum ich keine Kleidung nähen mag. Stecken, anheften und dann nähen örks bewundere deswegen ja immer die tollen Schneiderlein mit ihren Werken 🙂

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Zumindestens sitzt der Zipp einigermaßen, obwohl ich den I-Cord beim nähen etwas platt gemacht habe :mrgreen: Der Steek hat mich etwas geärgert, ist nicht so schön geworden. Außen hui, innen pfui….aber es wird mir keiner unter den Rock schauen bzw. unters Jackerl…..

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Ansonsten hat das stricken unheimlich Spaß gemacht, mit einer leichten glatt rechts Durststrecke, aber dabei lesen hilft gegen die Langeweile (ebooks sei dank!…die kann ich aufstellen….)
Die Jacke ist etwas länger geworden (dachtet ihr euch sicher schon grins) und hat eine Taillierung bekommen. Das passt mir besser. In der Anleitung ist die Jacke ganz gerade. Ist nicht so vorteilhaft bei einer Sanduhr-Figur 🙄

Tolle Anleitung, wird sicher bald erhältlich sein und ihr bekommt, wie immer, Bescheid wenn es soweit ist. Dann auch mit genauen Infos zur meiner Wollauswahl etc.
Und den zweiten Teil zum steeken gibt es auch demnächst!

Gehabt euch wohl
Eure Bettina

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Ich habe einen Steek gemacht!

War nicht schlimm, hat nicht weh getan und man muß keine Angst davor haben 😆

Um das steeken bin ich ja eine zeitlang herum geschlichen. Lag hauptsächlich daran, dass ich einfach keine für mich befriedigende Anleitung finden konnte. In zwei Ausgaben der Verena ist ein kleiner Lehrgang abgedruckt. Meine Meinung dazu:
„Hääää? Was?? Wie?? Warum? So ein Schaß! Mach ich sicher nie!“

Nach herumsuchen und lesen zahlreicher Tutorials und nach Kauf von Anleitungen, die das steeken gut beschreiben, mußte es aber schließlich mal sein.

Größte Hürde für mich war immer das Absichern der Steekmaschen, gerade bei schlüpfriger Wolle wie Merino oder Alpaka enorm wichtig. Damit sich beim Aufschneiden ja nix auftrennt 😉
Abnähen? Uff, eher nicht das richtige für mich. Aber mann kann die mittlere Steekmasche behäkeln, einfach mit Kettenmaschen absichern, geht einfach und schnell und die Fäden zum durchschneiden sind gut zu sehen. Außerdem ist der Abschluß sehr sauber und hübsch.
Sieht dann so aus:

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Ich habe außerdem die erste und letzte Steekmasche links gestrickt, das ergibt eine gut zu sehende Kante. Die Blenden habe ich vor dem Aufschneiden gestrickt, erwies sich als sehr praktisch und nach dem Aufschneiden entfiel das umbügeln des Steeks. Der hat sich einfach umgeklappt und lag gerade richtig 🙂

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Das aufschneiden war eigentlich und überhaupt nicht schlimm, gute und spitze Schere nehmen und los geht’s :mrgreen:
Und einmal gesteekt immer gesteekt, ist so viel praktischer bei Norweger und Fair Isle. Bei dieser Jacken ist der Anteil an solchen Mustern zwar gering, aber zum üben einfach perfekt.

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Ich mag sie, meine Schafe….wird sicher eine Lieblingsjacke!

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Mehrfarbig mit handgefärbter Wolle ist zwar optisch sehr hübsch, aber was tun damit die Wolle nicht ausblutet und die schöne Arbeit runiert? Stränge vorher waschen und die überschüßige Farbe ausspülen? Nach zahlreichen Berichten auch kein Garant und außerdem sehr mühsam.
Ich habe, nach einen Tip eines Ravelers, die fertige Jacke in eiskalten Wasser ohne Waschmittel gewaschen. Und das mit Adleraugen. Auch im kalten Wasser kann es zum ausbluten kommen. Gut gegangen, noch zum schleudern in die Waschmaschine und ab zum trocknen.
Und morgen werde ich sie gleich mal ausführen 🙂

Angry Sheep Cardigan aus Madelinetosh Merino light in Mica, Baltic und Gossamer, 3mm und 3,5mm Nadeln, Gr.S

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